Der schwedische Modekonzern Hennes & Mauritz (H&M) zügelt seine Schweiz-Zentrale von Genf ins Zürcher Enge-Quartier.
Dies bestätigte ein H&M-Firmensprecher der "Handelszeitung". Waren es in der Calvin-Stadt noch 36 Angestellte, so sollen es am neuen Sitz an der Zürcher Stockerstrasse deren 50 sein. Offenbar steht hinter dem Umzug der Gedanke, näher zum Hauptmarkt zu rücken, der sich für H&M in der Deutschschweiz befindet.
Der Michael Page Swiss Job Index misst regelmässig die Entwicklung des Stellenangebotes in der Schweiz. Danach ist die Zahl der schweizweit ausgeschriebenen Stellen in den letzten zwölf Monaten deutlich gestiegen. Sie hat von August 2015 bis jetzt um +18,4% zugenommen. Besonders dynamisch entwickelte sich die Ostschweiz mit +33,1%, gefolgt von der Zentralschweiz (+21,7%).
Im Vergleich zum Vormonat blieb die Anzahl der Stellenausschreibungen im August dagegen fast unverändert (+0,1%). Trotz saisonal bedingter Stagnation war der Anstieg in der Ostschweiz wieder besonders ausgeprägt (+3,5%). Im gleichen Zeitraum nahmen die Stellenausschreibungen in der Genferseeregion um – 3,9% ab.
Normalerweise finden sich die Standorte des Discounters Lidl eher in Ortsrand- und Gewerbelagen. Da ist es schon etwas Besonderes, wenn die Supermarktkette jetzt eine Filiale mitten in der Zürcher Innenstadt eröffnet. Der Discounter bezieht die Räumlichkeiten der traditionsreichen Fraumünsterpost im Herzen von Zürich.
Die frühere Hauptpoststelle wird Ende Oktober den Postbetrieb dort endgültig einstellen und an die Uraniastrasse umziehen. Trotz der veränderten Nutzung soll der Charakter des historischen Gebäudes erhalten bleiben. Die Halle im Erdgeschoss soll sogar von nachträglichen Einbauten befreit und weitgehend wieder der ursprünglichen Architektur angeglichen werden.
Der BAK Taxation Index misst anhand der effektiven Steuerbelastung die Standortattraktivität von insgesamt 15 teilnehmenden Schweizer Kantonen im Vergleich zu ihren wichtigsten internationalen Konkurrenten. Der aktuelle Index-Wert weist dabei eine im Vergleich zu 2015 kaum veränderte Steuersituation auf.
Die Experten vom BAK Basel warnen aber davor, dies als Zeichen anhaltender Stabilität misszuverstehen. Mit der geplanten Umsetzung der Unternehmenssteuerreform III (USR III) 2018/2019 werde die Steuerlandschaft bei der Unternehmensbesteuerung grundlegend verändert. Die angespannte Finanzsituation in einigen Kantonen könnte darüber hinaus zu höheren Steuern führen.
Lidl betreibt in der Schweiz zwei E-LKW. Davon hat einer jetzt einen Rekord eingefahren und als erster E-LKW der Schweiz die 100‘000-Kilometer-Marke überschritten. Das Engagement von Lidl Schweiz zur Förderung der E-Mobilität soll mit Erreichen dieser Kilometermarke unterstrichen werden.
Lidl Schweiz setzt in seinem Nachhaltigkeitskonzept unter anderem auf die Förderung der E-Mobilität. Neben solarbetriebenen gratis E-Tankstellen in diversen Filialen für E-Autos und E-Bikes setzt Lidl Schweiz auch bei der Logistik auf die E-Mobilität. So beliefern zwei Lidl-eigene E-LKWs der Marke E-Force täglich die Filialen in Zürich und Umgebung - leise und schadstofffrei.
Ab Oktober 2016 wird Lidl Schweiz die Geschäftsleitung von vier auf fünf Mitglieder erweitern. Dann kommt Alessandro Wolf dazu und wird die Gesamtleitung des Vertriebs von Lidl Schweiz übernehmen. Diesen Bereich hat bislang Geschäftsleitungsvorsitzender Georg Kröll in Personalunion geführt.
Als Lidl-Mitarbeiter der ersten Stunde trat Alessandro Wolf im August 2008 – ein Jahr vor dem Start von Lidl Schweiz – ins Unternehmen ein. Der HSG-Absolvent begann seine Karriere als Regionalleiter und übte in der Folge weitere Kaderpositionen aus. Zuletzt war er Geschäftsführer der Schweizer Gesellschaft Sévaz und hier für die erfolgreiche Eröffnung des zweiten Warenverteilzentrums von Lidl Schweiz verantwortlich. Es gilt als das modernste und nachhaltigste seiner Art in Europa.
Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Schweizer kein allzu positives Bild von ihren Ärzten haben: Viele sind der Meinung, dass Ärzte bei der Verschreibung von Medikamenten rein wirtschaftlichen Aspekten folgen. So mancher zweifelt gar an der Unbestechlichkeit der „Helden in Weiss.“ Erstaunlicherweise sieht sich aber trotzdem jeder vierte Schweizer nicht als eigener Gesundheitsmanager, der Medikation und Behandlung kritisch prüft.
Wer zum Arzt geht, wägt sich – oft in der Ohnmacht der Erkrankung – in sicheren Händen. Der Arzt weiss genau, was er tut – das hoffen die Patienten. Dass aber der Patient nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht hat, seinen Behandlungsplan, die Medikation und die Wahl von Spitälern und Operateuren kritisch zu hinterfragen, ist noch immer eine Seltenheit. Dies zeigt eine repräsentative Befragung, die das Institut Innofact im Auftrag des führenden Internetvergleichsdiensts comparis.ch durchgeführt hat.
Amazon baut in der Schweiz seine Cloud-Dienste aus. Der Online-Versandhändler gründete zum 20. Juli die Firma Amazon Data Services mit Sitz in Zürich. Bereits im September wurde die Firma Amazon Web Services (AWS) gegründet. Damit hat der Versandriese einen weiteren Schritt getan, um das Angebot für Schweizer Unternehmen und internationale Kunden auszuweiten. Es geht dabei um die Analyse und Nutzung grosser Geschäftsdatenmengen.
Dem Standort in Zürich kommt mit dem Ausbau eine zunehmend tragende Rolle zu. Neben Frankfurt, Dublin und ab 2016/17 Grossbritannien könnte die Schweiz der nächste Regionen-Standort des US-Versandhändlers in Europa werden. „Derzeit können AWS-Kunden aus weltweit 13 Regionen wählen“, sagt Amazon-Sprecher Robert Belle zur „Handelszeitung“.
Apple Pay ist in der Schweiz seit einem Monat im Einsatz. Die Ziele des Bezahldienstes sind ehrgeizig. Bis Ende 2016 soll die Integration in den Bezahlprozess von eCommerce-Systemen erfolgreich abgeschlossen sein. Allerdings gilt es, zunächst noch einige Startschwierigkeiten zu überwinden. Der Beginn war recht holprig.
Die GfK hat den Markt-Monitor Schweiz für das 1. Halbjahr 2016 veröffentlicht. Im Vergleich zur Vorjahresperiode musste der Schweizer Detailhandel in den ersten sechs Monaten 2016 ein Minus von 1 Prozent hinnehmen. Im Übrigen liegen alle Hauptmärkte im Minus. Allerdings schneidet der Lebensmittelmarkt weiterhin besser ab als der Non-Food-Handel.
Für das 1. Halbjahr 2016 verzeichnet der Schweizer Detailhandel ein Minus von 1.0 Prozent. Es zeigt sich, dass sich der Lebensmittelhandel weiter stabilisiert (- 0.2 Prozent) und sich der Non Food-Handel (- 2.4 Prozent) in den Teilmärkten unterschiedlich entwickelt. Unter anderem machen sich Preissenkungen weiterhin stark in den Non Food-Märkten bemerkbar. Die Negativentwicklung hat sich jedoch leicht verlangsamt. Im 1. Halbjahr 2015 betrug sie noch – 1.8 Prozent.
Nach einer Umfrage von comparis.ch nimmt die Nutzung von Kreditkarten in der Schweiz weiter zu. Besonders beliebt sind sie offenbar im Kanton Tessin und generell bei Schweizer Männern. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage überrascht: Die meisten jungen Menschen unter 30 Jahren können mit der Kreditkarte nicht viel anfangen.
Mehr als sechs Millionen Kreditkarten gibt es derzeit in der Schweiz. Das sind rund eine Million Karten mehr als noch vor fünf Jahren (Statistisches Monatsheft der SNB). comparis.ch hat in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut GfK untersucht, wie das Nutzungsverhalten der Kreditkartenbesitzer in der Schweiz aussieht. Aus der Umfrage geht auch hervor, dass Bargeld nach wie vor das bevorzugte Zahlungsmittel in der Schweiz ist.
Das letzte Jahr brachte für den Schweizer Detailhandel einen historischen Umsatzrückgang. Auch 2016 wird nicht besser werden, die Umsätze sinken weiter. BAKBASEL rechnet für dieses Jahr erneut mit einem Umsatzminus von 0.8 Prozent. Die angespannte konjunkturelle Lage, das Wetter im Frühjahr sowie der internationale Wettbewerbssituation belasten. Der Negativtrend ist vor allem auf den Non-Food-Bereich zurückzuführen, während im Food-Sektor der Nominal-Umsatz wieder ansteigt.
Nach der Mindestkursaufhebung dämpft die Konjunktur-Eintrübung den Geschäftsgang im Schweizer Detailhandel. Eine Verlangsamung der Einkommensdynamik sowie eine Verschlechterung der Arbeitsmarkt-Lage schränken die reale Umsatzentwicklung ein.
In der Gesellschaft sind Gesundheitstarife zwar noch sehr umstritten, doch immer mehr Schweizer plädieren dafür. Sie halten es für richtig, eine gesunde Lebensweise finanziell zu belohnen.
So meinen 79 Prozent der Schweizer, dass die Krankenkasse sie mit einem reduzierten Tarif oder Bonus belohnen sollte, wenn sie gesund leben und sich fit halten. Und immerhin 45 Prozent der Befragten sind bereit, ihrer Kasse per Armband oder Fitness-App Zugang zu relevanten Gesundheitsdaten zu geben, bei den unter 34jährigen ist es sogar mehr als jeder Zweite.
Die Bilanz des Schweizer Käse-Exports im ersten Halbjahr 2016 fällt gemischt aus. In den ersten sechs Monaten wurden absolut 31‘957 Tonnen Schweizer Käse exportiert. In Relation zum gleichen Zeitraum im Vorjahr bedeutet das eine Abnahme von 190 Tonnen oder einen Rückgang von 0.6%. Mit durchschnittlich 8.35 CHF/kg konnte der Exportpreis gehalten werden. Dies ist erfreulich, denn die Konkurrenzsituation im Hauptabsatzmarkt EU ist angespannt und der unverändert starke Schweizer Franken wirkt tendenziell als Handicap.
Nach einem besorgniserregenden Start ins neue Exportjahr (-11.5% im Januar und -9.4% im Februar) konnte die Negativspirale in Europa allerdings dank erheblicher Marketinganstrengungen aller Branchenakteure abgebremst werden. Im ersten Halbjahr betrug der Erlös für die Schweizer Käsebranche (Milchbauern, Käser, Affineure, Handel) insgesamt 267 Millionen Schweizer Franken. Dies entspricht einer Abnahme von 0.8% im Vergleich zur Vorjahresperiode.
Nach einer neuen Studie des Wirtschaftsinformationsdienstes Bisnode D&B hat sich die Zahlungsmoral Schweizer Unternehmen etwas verbessert. 54 Prozent der Firmen im B2B-Bereich bezahlten 2015 ihre Rechnungen pünktlich – 2.3 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei gibt es allerdings deutliche Branchen-Unterschiede.
Eine besonders schlechte Zahlungsmoral haben Hersteller von Präzisionsinstrumenten und Uhren, hier werden 63.6 Prozent der Rechnungen verspätet beglichen. Bei der Chemie und Pharma beträgt der Anteil 62.5 Prozent. Auch das Baugewerbe (62.1 Prozent) und das Gastgewerbe (61.3 Prozent) lassen sich viel Zeit zum Begleichen ihrer Rechnungen.
Es gibt bemerkenswerte Unterschiede, was die Zuversicht von Stellensuchenden in einzelnen Ländern betrifft. Darauf weist der PageGroup Confidence Index hin, der zuletzt die Stimmungslage im Zeitraum April bis Juni 2016 gemessen hat.
Am optimistischsten bezüglich ihrer beruflichen Zukunft sind danach schwedische Stellensuchende, gefolgt von ihren deutschen Kollegen. Die Schweizer finden sich dagegen eher im Mittelfeld, während Spanier und Portugiesen am pessimistischsten sind.
Im Jahre 2005 haben sich die Schweizer in einer Abstimmung für ein fünfjähriges Verbot von Gentechnik in der Landwirtschaft ausgesprochen. Dieses Verbot wurde zwischenzeitlich vom Parlament bis 2017 verlängert. Eine weitere Verlängerung bis 2021 ist bereits vorgeschlagen. Dies verhindert allerdings nicht, dass Gentechnologie weiter aus der Schweiz exportiert wird – sogar mit finanzieller Förderung durch Steuergelder.
Einige Erzeugnisse der Gen-Forschung wurden an ein privates Unternehmen lizenziert, das Verbindungen zu Monsanto hat. Das zeigen Recherchen von swissinfo.ch. Schweizer Steuergelder in Form eines Entwicklungsfonds fliessen überdies in die Finanzierung von Forschungsprojekten mit transgenen Pflanzen in Indien.
Der Schweizer Stellenmarkt entwickelt sich weiter sehr erfreulich. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Stellenangebote von Januar bis Juli 2016 um 23.6 Prozent gestiegen. Dies zeigt der Michael Page Swiss Job Index. Das ist der grösste Zuwachs an neuen Stellen seit der Einführung des Indexes überhaupt.
Im Vergleich zum Juni hat die Zahl der schweizweit angebotenen Stellen im Juli um 6.0 Prozent abgenommen. Dieser Rückgang ist allerdings rein saisonal begründet. In drei von vier Jahren seit der Einführung des Indexes ging die Zahl der ausgeschriebenen Stellen in diesem Zeitraum zurück. Trotz saisonaler Stagnation entwickelt sich der Schweizer Stellenmarkt für gewisse Job-Kategorien positiv: Grosser Personalbedarf besteht an Ingenieuren, IT-Fachleuten sowie Spezialisten im Bereich Logistik, Pharma und Verkauf.