Zwischen kurios und erschreckend – was heutzutage mit einem Patent alles möglich ist

[vc_row][vc_column][vc_column_text]In der guten alten Zeit dienten Patente dazu, Ideen und Erfinder zu schützen bzw. unerlaubte Weiterverwendung und Missbrauch zu verhindern. Heute jedoch treibt das Lizenzieren von stofflichen oder ideellen Dingen die seltsamsten Blüten, denn auf entsprechenden Antrag können Unternehmen nahezu alles unter Schutz stellen lassen, was ihnen dafür geeignet scheint. Das von dieser Patent-Wut verfolgte Ziel ist es, aus einem Produkt oder aus einer Idee den höchstmöglichen Gewinn herauszuholen. Um das zu erreichen, machen Firmen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen auch vor der Lizenz auf Mensch und Natur nicht mehr Halt. Wir zeigen Ihnen anhand einer Auswahl der absurdesten Beispiele, wohin die Möglichkeit zum Patentieren in den letzten Jahren geführt hat:

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Vom Hersteller eines Nischenproduktes zum führenden Ausrüster für Outdoor-Aktivitäten: die Katadyn Produkte AG

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Die erste Station unserer Firmen-Rundreise führt nach Wallisellen. Das hier ansässige Unternehmen Katadyn Produkte AG beweist einmal mehr, dass ein Artikel nicht zwingend modernstes Know-how aufweisen muss, um sich zum weltweiten Verkaufsschlager zu entwickeln. Die seit Jahrzehnten nahezu unveränderten Wasserfilter von Katadyn basieren auf einem alten physikalischen Prinzip – und gehören dennoch zu einem der begehrtesten Exportartikel der Schweiz ... Massenphänomen Klettern und Bergsteigen forderte zweckentsprechendes Zubehör Die Geschichte der Katadyn Produkte AG und ihrer Wasserfilter reicht zurück bis in das Jahr 1928 – jene Zeit, in der sich Klettern und Bergsteigen zu regelrechten Massenphänomenen entwickelten. Die zuvor ausschliesslich einigen wenigen Extremisten vorbehaltene Freizeitbeschäftigung fand zu Beginn des 20. Jahrhunderts immer mehr begeisterte Anhänger. Auf dem Höhepunkt dieser "Wandervögel" genannten Bewegung erreichte der Bedarf an zweckentsprechendem Zubehör wie Zelten, Konserven und praktischer Kleidung sowie Schlaf- oder Rucksäcken ein nie dagewesenes Ausmass.

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Hierarchielose Führung in Unternehmen

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Eine straffe Führung und so viel Organisation und Hierarchie wie möglich gehören zu einem modernen Unternehmen einfach dazu? Nicht unbedingt, denn in diesem Bereich kann gerade der Verzicht auf diese Mittel wirksam sein. Insbesondere junge Mitarbeiter – in diesem Zusammenhang legen wir Ihnen auch gerne unseren kürzlich erschienenen Artikel über die Generation Y ans Herz – lassen sich nämlich mit freieren, ungezwungenen Strukturen in Unternehmen mitunter besser leiten. Wie Ihnen das gelingt, zeigen wir Ihnen gerne.

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Der Boiled-Frog-Effekt als Bestandteil professionellen Krisenmanagements

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Wie ein Unternehmen mit plötzlichen Kundeneinbrüchen oder sonstigen Krisenanzeichen umgeht, ist unterschiedlich. Während auf plötzlich eintretende Ereignisse meist rasch mit Gegenmassnahmen reagiert wird, bleiben schleichende Verschlechterungen oft lange unerkannt und damit auch unbehandelt. Damit wird der sogenannte Boiled-Frog-Effekt hervorgerufen, der auf jeden Bereich Auswirkungen hat. Der Boiled-Frog-Effekt im Unternehmen kann alle treffen Der genannte Effekt leitet sich vom Vergleich mit einem Frosch ab. Denn wird dieser in heisses Wasser geworfen, springt er sofort wieder heraus. Wird er hingegen in Wasser gesetzt, das langsam erhitzt wird, bleibt er drin und geht jämmerlich zugrunde. Im Klartext bedeutet dies für ein Unternehmen: Erkennt man eine schleichende Gefahr nicht, erleidet man meist gerade deswegen Schiffbruch.

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China kauft die Welt auf: Dies sind die favorisierten Immobilienstandorte der Asiaten

China hat in den letzten zwei Jahrzehnten einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der quasi parallel mit dem Niedergang konventioneller Anlageformen und Investments stattfand. Hunderttausende wohlhabender Chinesen finden sich mit der Situation konfrontiert, eine sichere, aber auch attraktive Geldanlageform finden zu müssen. Dies erklärt das ausserordentliche Interesse chinesischer Investoren am globalen Immobilienmarkt. Nicht wenige Hausbesitzer wachen in diesen Tagen irgendwo auf der Welt auf, nur um quasi über Nacht von chinesischen Nachbarn umgeben zu sein. Dabei sind Interessenten aus China bei Maklern wie Verkäufern sehr beliebt: Sie zahlen meist in bar und akzeptieren aufgrund ihrer sehr langfristigen Anlagestrategie auch Preise, die eigentlich über dem Marktwert liegen.

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Konfliktbearbeitungssysteme: Von der Schiedsgerichtsbarkeit bis zur Mediation

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Es gibt verschiedene Konfliktbearbeitungssysteme, die sich in der Art der Konfliktbearbeitung und in ihrer Eignung für Konflikte unterscheiden. Dazu gehören die Schiedsgerichtsbarkeit, die Gerichtsbarkeit und die Mediation. Es ist nicht immer sinnvoll, einen Streit vor Gericht entscheiden zu lassen, und umgekehrt ist auch nicht jede Auseinandersetzung für ein Schiedsverfahren oder für eine Mediation geeignet. Lesen Sie hier, für welche Streitigkeiten welches Konfliktbearbeitungssystem das richtige ist. 1. Die Schiedsgerichtsbarkeit Bei einem Schiedsverfahren handelt es sich um ein aussergerichtliches Verfahren, das als juristisches Mittel zur Streitbeilegung vor einem Schiedsgericht eingesetzt wird, das als privates Gericht handelt. Es tritt allein auf der Grundlage der Schiedsabrede zusammen, bei der es sich um eine schriftliche Vereinbarung zwischen den Parteien handelt, in der die Parteien etwaige Streitigkeit dem Schiedsverfahren unterwerfen.

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Experimentelle Wirtschaftswissenschaft – sinnvoll oder nicht?

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Wie verhalten sich verschiedene Persönlichkeitstypen im Finanz- und Wirtschaftsleben? Welche psychischen Strukturen liegen ihren Entscheidungen zugrunde? Verhindern verbindliche Verhaltensnormen spekulative Blasen? Und wie funktioniert die Verbreitung von Überzeugungen, Meinungen oder auch sozialen Irrtümern in einer Gesellschaft? Themen, welche Experten und die Öffentlichkeit seit Langem interessieren. Experimentell arbeitende Wirtschaftswissenschaftler untersuchen das Verhalten der Finanzmärkte und ihrer Akteure in Labortests. Die Interpretation der Studien lässt jedoch Fragen offen. In Kappel am Albis trafen sich Finanzmarktexperten, Ökonomen und Wirtschaftspsychologen jetzt zur fünften Jahrestagung der Society for Experimental Finance. Die Gesellschaft wurde 2010 gegründet – die Motivation dafür resultierte sicher auch aus dem Schock der letzten grossen Krise. Ihre Mitglieder vertreten einen solchen experimentellen Ansatz. Damit nehmen sie eine grundsätzlich andere Perspektive ein als die Vertreter der klassischen Finanzmarkttheorie, deren zentrales Paradigma die Idee eines "perfekten Marktes" mit streng rationalen Entscheidungsträgern ist.

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"Whatever it takes": Wie Mario Draghi die Wende in der Euro-Krise brachte

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Worte können magisch sein – ob auch in der rationalen Welt der Banken, durfte bis zum 26. Juli 2012 allerdings bezweifelt werden. Auf einer Investorenkonferenz in London leitete ein kurzer Satz von EZB-Präsident Mario Draghi die Wende in der Euro-Krise ein. Die Europäische Zentralbank (EZB) werde alles tun – "whatever it takes" – um die europäische Gemeinschaftswährung zu erhalten. Draghis Befürworter und Kritiker streiten bis heute, ob die Geldpolitik der EZB die Probleme in der Euro-Zone lösen kann. An den Märkten schlug Draghis Rede seinerzeit ein wie ein Blitz. Der Euro stabilisierte sich, die Zinsen für Staatsanleihen aus den Krisenländern fielen, die Börsenkurse befanden sich plötzlich steil im Aufwind. Die Befürworter des Euro waren begeistert. Beispielsweise bescheinigte der deutsche Volkswirt Holger Schmieding Draghi nicht nur die Magie der Worte, sondern auch, dass er die europäische Währung gegen eine "irrationale Marktpolitik" vereidigt habe.

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Berufsausbildung: Kontroversen um das Titel-Chaos

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Die Debatte um die Bezeichnung von Berufsbildungsabschlüssen in der Schweiz findet kein Ende. International sind Inhalt und Bedeutung der Ausbildungswege oft nicht nachvollziehbar. Viele Experten meinen, dass das Titel-Chaos die Karrierechancen von Absolventen der höheren Berufsbildung bremst und zu einer immer stärkeren Akademisierung führt. Die bildungspolitische und gesellschaftliche Diskussion darüber ist sieben Jahre alt. Seinerzeit forderte der Schweizerische Verband für Weiterbildung (SVEB), die Abschlusstitel "eidgenössischer Berufsfachausweis" und "eidgenössisches Diplom" durch international verständliche Bezeichnungen zu ersetzen. Jetzt hat der Nationalrat eine Motion angenommen, die dazu führen soll, dass ein entsprechender Erlassentwurf erfolgt. Eingebracht wurde sie vom Sozialdemokraten Matthias Aebischer. Sie greift die Forderungen des Gewerbeverbandes, der Mehrheit der Berufsverbände sowie des Arbeitgeberverbandes auf. Eine Lösung scheint trotzdem nicht in Sicht. Im Gegenteil: Durch die Annahme der Motion Aebischer verschärft sich offenbar die Debatte um das Titel-Chaos.

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Warum mehr Informationen nicht von Vorteil sind

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Gerade in Unternehmen, welche in IT-nahen Branchen tätig sind, geht der Trend hin zu immer mehr Informationen auf einmal, welche gleichzeitig verarbeitet werden - am besten auf dem Computer, Notebook und Smartphone. Zwar gibt es daran rein logisch nichts auszusetzen (wer mehr Informationen gleichzeitig erhält, hat gegenüber anderen Mitarbeitern offensichtlich einen Vorteil), aber die Grenzen dieser Arbeitsweise werden nur selten diskutiert. Analysieren wir also, ob der Mensch in der Welt der Multimonitor-Multigeräte überhaupt klarkommt. Wie Unternehmen mehrere Monitore nutzen Derzeit werden Multimonitor-Setups in Unternehmen auf folgende Weise genutzt:

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Schweizer Unternehmen führend in Mikrofinanzierungsfonds

Über viele Jahre als ein Projekt der Entwicklungshilfe belächelt, hat sich die von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus entwickelte Mikrofinanzierung inzwischen längst zu einem ernst zu nehmenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Ein Indikator hierfür ist nicht zuletzt das Engagement, mit dem sich die Schweizer Finanzbranche an dieser Form des Investments beteiligt. Die Schweiz hat sich in den letzten Jahren zum Zentrum des Microfinance entwickelt. Schade nur, dass diese Anlageform sich dem privaten Kleinanleger weitestgehend verschliesst – und das, obwohl viele auf der Suche nach einer Möglichkeit sind, Rendite zu machen und dabei gleichzeitig Gutes zu tun.

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Die Bedeutung der richtigen Verpackung beim Onlineversand

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der Handel im Internet wird immer wichtiger und nimmt grössere Ausmasse an. Konsumenten greifen verstärkt auf die bequeme Möglichkeit zurück, ihre Bestellung von zu Hause aufzugeben und die Ware direkt bis an die Haustür geliefert zu bekommen. Damit Sie bei Ihren Kunden nicht mehr nur durch Ihre Produkte punkten, muss auch die Verpackung stimmen und überzeugen. Der erste Eindruck zählt auch bei Onlinebestellungen Der erste physische Kontakt zwischen Ihrem Unternehmen und dem Kunden findet an der Haustüre bei der Übergabe der Ware statt. Damit kommen der Verpackung eine besondere Rolle und eine neue Bedeutung zu. Diese sollten Sie keinesfalls unterschätzen, da sie einen wesentlichen Anteil am positiven oder negativen Eindruck ausmachen, den Ihr Kunde erhält.

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Naht das Ende der Privatbanken?

Kein Land auf der Welt wird so offensichtlich mit dem Konzept der Privatbank assoziiert wie die Schweiz. Für viele Menschen ist dies ein bildhaft gewordenes Klischee: Die intime, kleine Empfangshalle, manchmal nur auf Termin hin betretbar, in der Kunden erkannt und sofort beim Namen genannt werden und alle Angestellten ein Musterbild an Diskretion und Verschwiegenheit sind. Umso überraschender scheint es, dass die existierenden Institute zunehmend rote Zahlen schreiben. Nun liegen die Unternehmensergebnisse für das Jahr 2013 vor. Laut dem Beratungsunternehmen KPMG und der Universität St. Gallen verzeichneten von 94 unabhängig geführten Banken rund ein Drittel Verluste. Je kleiner das Unternehmen, desto gravierender der Abfluss von Kundengeldern.

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Körpersprache: Wie gewonnen, so zerronnen

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Eine Menge unterschiedlich zu bewertender Beiträge, nicht nur in diesem Blog, setzt sich mit den diversen Wirkungen der Körpersprache auseinander. Dabei geht es in aller Regel darum, wie eine zielorientierte Körpersprache, inklusive einer dazu passenden Mimik, zu erreichen sei. So werden bis hinein in den Bereich der Stimmlagen Prinzipien ausformuliert, die auf dem Papier, ergo Bildschirm, immer gut aussehen und leicht zu erlernen scheinen. Schlichtweg vergessen oder wissentlich unterschlagen wird dabei aber die Tatsache, dass selbst erlernte Strategien der nonverbalen Kommunikation ganz schnell ins Leere laufen können. Denn auch das Gegenüber spricht nicht nur mit Worten und vermag auch allzu aufgesetzte Posen und ein künstlich wirkendes Mienenspiel zu durchschauen – oftmals nicht wissenschaftlich unterlegt, aber immer mit der gehörigen Portion des menschlichen Instinkts, der sich auch von Blendern nicht täuschen lässt.

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Keine US-Steuersünder bei der VP Bank

Seit Monaten durchleuchten Schweizer Banken nun schon die Konten ihrer Anleger auf der Suche nach Geldern, die eventuell am amerikanischen Fiskus vorbeigeschmuggelt wurden. Grundlage ist das sogenannte USA-Programm, mit dessen Hilfe Schweizer Banken einer Anklage entgehen können, sollten sie unversteuertes Vermögen amerikanischer Bürger verwaltet haben – so sie es denn vollumfänglich melden und hohe Bussen zu zahlen bereit sind. Viele Schweizer sehen hierin nur noch ein weiteres Indiz dafür, dass das Schweizer Bankgeheimnis ein für alle Mal gefallen ist und die Schweiz als internationaler Finanzstandort weiter an Bedeutung verliert. Nun hat sich mit der VP Bank das erste Finanzinstitut eigenmächtig aus dem Programm gelöst. Die Schweizer Tochter des Liechtensteiner Unternehmens hat verlautbart, dass keiner ihrer Kunden eine für die USA steuerrelevante Vermögensanlage getätigt habe.

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Der Einfluss der gegenwärtigen Krisen auf Investment-Portfolios

Auch wenn sich zwischendurch in der Ukraine- und der Nahost-Krise immer wieder Hoffnung abzeichnet, sind doch viele Anleger beunruhigt über die Geschwindigkeit, mit der in einer globalisierten Welt ganze Regionen sich destabilisieren und Sanktionen wirken können. Welche Auswirkungen haben solche relativ plötzlichen und sich schnell ausweitenden Krisen eigentlich auf Investments? Die Frage scheint zynisch angesichts des menschlichen Leids, das in den betroffenen Gegenden herrscht – und ist dennoch berechtigt. Schliesslich werden investierte Gelder global für eine stabile Wirtschaft eingesetzt. Anleger tun also der Weltwirtschaft keinen Gefallen, wenn sie in Krisenzeiten ihre Gelder aus Fonds abziehen und Aktien verkaufen.

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Staatssekretär Yves Rossier: Kritik an der "kriegsähnlichen Rhetorik" gegen die EU

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Das Votum für die Masseneinwanderungsinitiative hat die Beziehungen der Schweiz zur Europäischen Union recht grundlegend verändert. Durch die zu erwartenden Gesetzesänderungen steht nicht nur das Personenfreizügigkeitsabkommen, sondern auch eine Vielzahl anderer Verträge auf dem Prüfstand. Die EU fährt gegenüber der Schweiz hier eine harte Linie – die Personenfreizügigkeit sei aus europäischer Sicht nicht verhandelbar. Die politische Schweiz reagiert darauf mit einem Diskurs, der nur allzu oft in "kriegsähnliche Rhetorik" mündet. Jedenfalls meint dies Staatssekretär und Chefdiplomat Yves Rossier (FDP). In der vergangenen Woche meldete er sich mit einer Kritik daran zu Wort. Rossier mahnt, dass die Eidgenossen sich daran erinnern müssten, dass die Schweiz keineswegs von Feinden umzingelt sei – vielmehr seien die europäischen Nachbarn unsere engsten Partner.

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Der erwünschte Geheimnisverrat

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Whistleblower à la Edward Snowden haben ein schweres Leben. Nicht nur, wenn sie des Geheimnisverrates in staatlichen Angelegenheiten beschuldigt werden und ihre internen Informationen öffentlich streuen. Auch die Geheimnisverräter aus der Wirtschaft führen ein gefährliches Dasein, das bis hin zur realen Existenzbedrohung reicht. Dabei sind längst nicht alle Geheimnisverräter kriminelle Subjekte; sie leisten oftmals einen wichtigen Beitrag, um Amtsmissbrauch, staatliche Übergriffe, Wirtschaftskriminalität und Korruption zu entlarven und somit erst einmal strafrechtlich sanktionierbar und politisch beachtenswert zu machen. "Streng geheim", "Geheime Verschlusssache", "Vertraulich" und eine Menge ähnlicher Aufdrucke signalisieren bei vielen Dokumenten, dass hier irgendetwas im Verborgenen bleiben soll. Das hat meist gute Gründe, kann aber durchaus auch grenzlegal oder sogar kriminell sein. Bis hin zum "Das muss aber unter uns bleiben!" hinter vorgehaltener Hand reichen die Deklarationen von Geheimnissen, die nicht immer wohlwollend ausgelegt werden können und dürfen. Da lohnt es sich schon, auch einmal einen tieferen und vor allem kritischen Blick in die Geheimniskrämerei der Wirtschaft und der Politik zu wagen.

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