10 Jahre SNB-Wechselkurspolitik und kein Ende in Sicht
von Dr. Thomas Stucki Finanzen News
Seit 10 Jahren steuert die Nationalbank den Wert des Frankens. Der Auslöser war die Schuldenkrise in der Eurozone.
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Seit 10 Jahren steuert die Nationalbank den Wert des Frankens. Der Auslöser war die Schuldenkrise in der Eurozone.
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Das Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU ist endgültig im Altpapier gelandet. Das wirft natürlich die Frage auf, was das für die Schweizer Wirtschaft und damit auch für den Wohlstand des Landes bedeutet. Nicht viel, wenn man die Reaktion an den Finanzmärkten als Massstab nimmt. Der Franken hat nicht reagiert. Der CHF/EUR-Wechselkurs pendelt weiterhin zwischen 1.095 und 1.100 hin und her. Die Zinsen interessieren sich mehr für die Inflationsrate in den USA und die Aktien- kurse der Schweizer Unternehmen haben ihren Höhenflug fortgesetzt.
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Der starke Anstieg der Inflationsrate in den USA auf 4.2% hat einen neuen Schub von Inflationsängsten ausgelöst. Ob es sich dabei nur um eine vorübergehende Reaktion auf das Erwachen der Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen im Zuge der fortschreitenden Impfkampagne handelt oder ob es das Resultat einer Überhitzung der Konjunktur ist, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.
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Der US-Dollar hat im ersten Quartal ein Lebenszeichen von sich gegeben. Gegenüber dem Franken ist sein Wert von 0.88 auf 0.94 gestiegen. Er konnte damit einen Teil seiner im letzten Jahr erlittenen Abwertung aufholen. Parallel zur Aufwertung des US-Dollars stieg die Rendite der 10-jährigen US-Treasury Note von 0.90% auf 1.70%. Der Anstieg der US-Zinsen und die Hausse des Greenbacks hatten den gleichen Hintergrund. Die vom neuen Präsidenten Biden lancierten Ausgabenprogramme lösten eine Diskussion über ein Überhitzen der US-Konjunktur aus.
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Die Aktienmärkte haben die Corona-Pandemie längst hinter sich gelassen. Der Swiss Performance Index mit den konservativen Schwergewichten Nestlé, Roche und Novartis liegt 5% über dem Stand vor dem Ausbruch der Pandemie in Europa. Der technologielastigere S&P 500 hat gegenüber dem Februar des vergangenen Jahres gar 20% zugelegt.
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Laut Definition ist das Konzept der Inflation einfach. Sie misst die allgemeine und anhaltende Erhöhung des Preisniveaus von Gütern und Dienstleistungen und ist gleichbedeutend mit einer Minderung der Kaufkraft des Geldes. In der Realität ist die Welt komplexer. Viele Preise haben einen saisonalen Charakter.
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Der 1. Januar und damit der Ablauf der Übergangsfrist für die freien Handelsbeziehungen zwischen Grossbritannien und der EU nach dem Brexit nähert sich mit riesigen Schritten. Entsprechend hektisch sind die Verhandlungen zwischen den beiden Kontrahenten, doch noch zu einer Einigung bezüglich eines Handelsvertrages zu gelangen.
WeiterlesenDer Lockdown im März und April war ein einschneidendes Erlebnis. Die Bilder der leeren Innenstädte nach dem Schliessen der Schulen und Geschäfte werden in Erinnerung bleiben. Der wirtschaftliche Einbruch im ersten Halbjahr von knapp 9% des BIP fiel entsprechend dramatisch aus. Ebenso eindrücklich ist der wirtschaftliche Rebound nach den Lockerungen der Corona-Massnahmen.
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Die Finanzmärkte haben eine harte Woche hinter sich und eine noch härtere vor sich. Das heisst nicht, dass die Kurse weiter fallen werden, aber die Unsicherheit und damit die Kursschwankungen werden gross bleiben. Die letzte Woche liess Erinnerungen an den März aufkommen, als sich die Anleger panikartig von ihren Aktien trennten und der Dow Jones Industrials Index an einem Tag mehr als 10% einbüsste.
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Die Zahl der leerstehenden Mietwohnungen nimmt zu. Der Leerwohnungsanteil ist gesamtschweizerisch mit 1.7% so hoch wie seit 25 Jahren nicht mehr. In einzelnen Regionen ausserhalb der grossen Städte liegt der Anteil deutlich höher. Wenn man durch das Land fährt und die vielen Baustellen sieht, hat man aber nicht den Eindruck, dass der Bau neuer Wohnungen zurückgeht.
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115'000 Dollar pro Sekunde. Das ist nicht der Lohn von Usain Bolt während eines 100m-Laufs, sondern das Tempo, mit dem die Schulden der USA momentan zunehmen. Das US-Finanzamt hat mittlerweile einen Schuldenberg von fast 27'000 Mrd. US-Dollar angehäuft. Das sind 5'000 Mrd. mehr als noch Anfang 2019. Damals wurde während Wochen die staatliche Verwaltung stillgelegt, weil man sich zwischen Kongress und Weissem Haus nicht über eine Erhöhung des Schuldendeckels einigen konnte. Fairerweise muss man anfügen, dass in den letzten Monaten vor allem die Corona-Hilfsgelder die Schulden explodieren liessen.
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Der S&P500 hat im September bisher an sechs Handelstagen mit einem Tagesverlust von mehr als 1% geschlossen. Der grösste Tagesverlust war 3.5%. Der S&P500 hat im September aber auch an fünf Handelstagen mit einem Tagesgewinn von mehr als 1% geschlossen. Insgesamt ist er aktuell 6% tiefer als zu Beginn des Monats, was vor allem mit der Korrektur bei den Technologieaktien zu tun hat. Diese waren im Juli und im August stark gestiegen. Beim Swiss Performance Index stehen im September drei sehr schlechte zwei sehr guten Handelstagen gegenüber.
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Am Donnerstag wird die SNB ihre nächste geldpolitische Lagebeurteilung veröffentlichen. Ein Erdbeben wird sie damit an den Finanzmärkten nicht auslösen. Nachdem die Fed zinsseitig ein Moratorium bis Ende 2023 verkündet hat, wird die SNB ebenfalls über eine längere Zeit nicht an der Zinsschraube drehen. Die SNB wird zwar betonen, dass die negative Zinsdifferenz zur Eurozone wichtig sei, um den Franken zu schwächen. Realistischerweise sind die Zinsen jedoch eingefroren, solange die Fed sich nicht bewegt. Der Nationalbank wird deshalb weiterhin eine aktive Währungspolitik betreiben und versuchen, den Franken stabil zu halten.
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Der Einbruch der Konjunktur nach dem Lockdown war dramatisch und einzigartig. Das BIP in der Schweiz ist zwischen April und Juni um 9.3% gesunken. In den anderen Industrieländern sehen die Zahlen ähnlich oder sogar noch schlechter aus. Nach der Öffnung der Wirtschaft, insbesondere der Öffnung der Läden, hat die wirtschaftliche Erholung eingesetzt.
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Der technologielastige NASDAQ-Aktienindex hat am letzten Donnerstag 5% an Wert eingebüsst, was für entsprechende Schlagzeilen und Befürchtungen um einen erneuten Einbruch der Aktienmärkte gesorgt hat. An diesem Tag wurde in den NASDAQ-Aktien ein Wert von 850 Mrd. US-Dollar „vernichtet“.
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Die Weltwirtschaft befindet sich in der stärksten Rezession seit fast einhundert Jahren. Das Coronavirus ist alles andere als unter Kontrolle. Millionen haben schon oder werden noch ihre Stelle verlieren. Am Aktienmarkt ist davon wenig zu spüren. Das gilt insbesondere für die Technologieaktien, die von neuem Höchststand zu neuem Höchststand eilen.
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Der eine oder andere wird beim Lesen des Titels ein Stirnrunzeln nicht verkneifen können. Die Zinsen sind doch der Preis des Geldes und damit ein zentrales Element im finanziellen Handeln. Ein Gespräch über finanzielle Transaktionen ist ohne das Thema Zins undenkbar, gerade im aktuellen Tiefzinsumfeld. Legt man Geld an, beklagt man den fehlenden Ertrag. Nimmt man Kredite auf, freut man sich über die tiefen Zinskosten. Dennoch haben die Zinsen als zentrales Steuerungselement an Bedeutung verloren.
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Der US-Dollar ist in den letzten zehn Tagen fast ungebremst, wie auf einer Rutschbahn, zum Franken von 0.94 auf unter 0.91 gefallen. Im letzten Dezember lag der Kurs noch bei einem Franken. Gegenüber dem Euro hat er ebenfalls deutlich an Wert verloren.
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