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Rettungsmassnahmen: Kollateralschäden werden in Kauf genommen

25.05.2020 |  Von  |  Finanzen, News  | 

Eine Lehre aus der Finanzkrise 2008 war, dass Rettungsmassnahmen dann wirken, wenn sie beeindrucken. Beeindrucken tun sie vor allem, wenn sehr viel Geld in die Hand genommen wird. Sowohl die Politiker als auch die Zentralbanken leben in der Corona-Krise diesen Grundsatz bis zum Exzess aus.

Ein staatliches Milliardenpaket, um die die Unternehmen und die Konsumenten über die Rezession zu retten, folgt dem anderen. Dabei werden die Beträge immer grösser, wie der Vorschlag für ein EU-Paket von 500 Milliarden Euro zeigt. Die Zentralbanken pumpen ihrerseits Hunderte von Milliarden in die Kreditmärkte, um das Finanzsystem zu sichern. Der kurzfristige Erfolg ist wichtig. Die langfristigen Konsequenzen werden bewusst in Kauf genommen.

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Wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie: Inflation oder Deflation?

18.05.2020 |  Von  |  Finanzen, News  | 

Unter den vielen Schreckgespenstern, die rund um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie an die Wand gemalt werden, nehmen die Deflation und die Inflation viel Raum ein. Dabei wird je nach Autor das Eine oder das Andere als unvermeidlich dargestellt.

Da sie sich gegenseitig ausschliessen, muss zumindest die eine Hälfte der Autorenschaft daneben liegen.

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Corona-Krise: Die Währungen sind das schwächste Glied in der Kette

06.04.2020 |  Von  |  Finanzen, News  | 

Die Anleger schauen gebannt auf die Aktienindizes. Tagesverluste von 3% und mehr lösen neue Ängste aus. Tagesgewinne von 3% und mehr lassen die Hoffnung aufkeimen, das Schlimmste an den Börsen wäre vorbei.

Unterdessen steigen die Verluste in einem Bereich, der nicht in den Schlagzeilen steht: Die Hochzinswährungen und die Währungen der Schwellenländer haben gegenüber dem Franken seit Mitte Februar deutlich an Wert der verloren.

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Seltsame Entwicklung bei den Zinsen im Schatten der Aktienmärkte

23.03.2020 |  Von  |  Finanzen, News  | 

Die Kreditrisikoprämien bei den Unternehmensanleihen steigen in den Himmel. Das ist nachvollziehbar, da die Gefahr von Zahlungsausfällen bei Schuldnern mit einer schlechten Bonität gestiegen ist. Zudem versiegt die Liquidität in diesem Segment rasch und Zwangsverkäufe, beispielsweise um Rückzüge von Anlagefonds zu decken, treiben die Prämien zusätzlich in die Höhe.

Nur schwer nachvollziehbar ist dagegen die Entwicklung bei den sicheren Staatsanleihen wie den Eidgenossen-Anleihen oder den US- Treasuries. Die Rendite der 10-jährigen Obligation der Eidgenossenschaft ist bis am 9. März auf -0.94% gesunken.

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Können die Zentralbanken die Konjunktur noch stärken?

16.03.2020 |  Von  |  Finanzen, News  | 

Die Fed hat in einer ersten ausserordentlichen Aktion ihren Leitzins um 0.50% gesenkt. Das gleiche hat die Bank of England gemacht. Die EZB will ihr Anleihenkaufprogramm aufstocken und den Banken noch mehr billiges Geld für Kredite zur Verfügung stellen.

Die Bank of Japan kauft über ETF direkt Aktien. Auf all diese Massnahmen haben die Finanzmärkte nur kurz, wenn überhaupt, positiv reagiert. Die Retter in der Not der letzten Jahre scheinen ihren Heldenstatus für die verängstigten Finanzmärkte verloren zu haben. Vielmehr steht die Frage im Raum, ob die Zentralbanken überhaupt noch in der Lage sind, die angeschlagene Konjunktur zu stärken.

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Angst vor Coronavirus – kein Vergleich zur Finanzkrise 2008

09.03.2020 |  Von  |  Finanzen, News  | 

Die Angst vor dem Coronavirus lähmt die Wirtschaft nun auch in Europa und zunehmend in den USA. Die internationale Reisetätigkeit wird eingestellt und Veranstaltungen bleibt man gewollt oder staatlich verordnet fern.

Die Meldungen von Firmen über Umsatzeinbrüche und Produktionsstopps mehren sich. Die Börsen reagieren nervös und die bekannten Untergangspropheten melden sich wieder zu Wort. In diesem Umfeld ist es nicht einfach, einen kühlen Kopf zu bewahren und zunehmend wird eine Wiederholung der Finanzkrise 2008 heraufbeschworen.

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Immobilienfonds sind trotz hohen Agios einen genauen Blick wert

10.02.2020 |  Von  |  Finanzen, News  | 

Die Preise für Schweizer Immobilienfonds haben in den letzten Monaten deutlich zugelegt.

Das Agio, der Aufpreis des Börsenkurses gegenüber der Bewertung der Liegenschaften in den Fonds, ist wieder auf Werte über 30% gestiegen. Das ist viel und bedeutet ein gestiegenes Rückschlagrisiko, wenn sich die Stimmung an den Finanzmärkten ins Negative dreht wie Ende 2018. Dennoch sind Schweizer Immobilienfonds als Ergänzung im Portfolio einen genauen Blick wert.

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