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Iran-Konflikt: Die Strasse von Hormuz hat ihre Drohkraft eingebüsst

20.05.2019 |  Von  |  Finanzen, News  | 
Iran-Konflikt: Die Strasse von Hormuz hat ihre Drohkraft eingebüsst
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Die USA und der Iran rasseln immer lauter mit ihren Säbeln. Die Iraner drohen mit der Schliessung der Strasse von Hormuz, dem engen Eingang in den Persischen Golf. Die Amerikaner ihrerseits schicken ihre medial stärkste Waffe, einen gigantischen Flugzeugträger, in den Persischen Golf. Vor zwanzig Jahren hätte das die Welt erzittern lassen. Der Ölpreis wäre in den Himmel gestiegen und die Aktienkurse im Boden versunken.

Und heute? Die Politiker zeigen sich besorgt, aber der Ölpreis bewegt sich nicht und die Aktienmärkte interessieren sich mehr dafür, was der US-Präsident über Twitter zu seiner „schönen Mauer“ und zu seinen „profitablen Strafzöllen“ zu sagen hat.

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Die Schweizer haben ein Schuldenproblem

15.04.2019 |  Von  |  Finanzen, News  | 
Die Schweizer haben ein Schuldenproblem
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Der Titel dieses Artikels mag angesichts der Milliardenüberschüsse der Eidgenossenschaft und vieler Kantone erstaunen. Es ist auch richtig, dass die Schweiz mit einer öffentlichen Schuldenquote von 42% des BIP zu den Musterknaben gehört. Wenn man die Schulden der privaten Haushalte betrachtet, sieht das Bild jedoch anders aus.

Die Schweizer Haushalte gehören mit einer durchschnittlichen Schuldenquote von 212% des verfügbaren Einkommens gemäss den Daten der OECD zu den am stärksten verschuldeten Nationen der Welt. Verglichen dazu stehen die Italiener mit einer Quote von 85% und die Griechen mit 105% des verfügbaren Einkommens geradezu mustergültig da. Auch die amerikanischen Haushalte, allgemein der Inbegriff einer auf Pump lebenden Gesellschaft, liegen mit einer Verschuldung von 109% im breiten Mittelfeld.

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Geldpolitik: Die Märkte testen Fed-Präsident Jerome Powell

26.03.2019 |  Von  |  Finanzen, News  | 
Geldpolitik: Die Märkte testen Fed-Präsident Jerome Powell
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Der Fed-Präsident Jerome Powell hat im Januar angekündigt, dass die Fed geduldig die weitere Entwicklung der US-Konjunktur und der Inflation abwartet, bevor sie die Zinsen weiter erhöht. Die Finanzmärkte haben gejubelt und die Rezessionsängste des Dezembers waren vergessen.

Die Aktienmärkte quittierten die Aussicht auf anhaltend billiges Geld mit einem Kurssturm in Richtung der alten historischen Höchststände. Dass die Fed nach zwei Jahren mit regelmässigen Zinserhöhungen eine Pause einlegt, um die Auswirkungen der restriktiveren Geldpolitik zu beobachten, macht Sinn.

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Die Spannungen innerhalb der Eurozone wachsen – Was ist zu tun?

11.03.2019 |  Von  |  Finanzen, Handel, News  | 
Die Spannungen innerhalb der Eurozone wachsen – Was ist zu tun?
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Eine gemeinsame Währung in Europa macht für die Unternehmen im grenzüberschreitenden Handel vieles einfacher. Dass eine gemeinsame Währung für so unterschiedliche Länder und Mentalitäten wie Deutschland und Italien aber auch Risiken birgt, war man sich schon bei der Einführung des Euros bewusst.

Deshalb wollte man mit den Maastricht-Kriterien die Länder zu fiskalischer Disziplin zwingen. Mit der Zeit sollten sich die Länder so wirtschaftlich annähern.

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Zinspolitik der SNB – die Angst vor höheren Zinsen ist unbegründet

04.03.2019 |  Von  |  Finanzen, News  | 
Zinspolitik der SNB – die Angst vor höheren Zinsen ist unbegründet
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Die Nationalbank betont ununterbrochen, dass die negative Zinsdifferenz zum Euro notwendig ist, um eine Aufwertung des Frankens zu verhindern. Deshalb sei eine einseitige Anhebung der Zinsen in der Schweiz ohne einen Zinsschritt der EZB nicht möglich. Die Zinsdifferenz ist aber nur einer von vielen Faktoren, die die Entwicklung von Wechselkursen bestimmen.

Die Erfahrung mit dem Dollar und der Schwedischen Krone zeigt, dass der Effekt von einseitig höheren Zinsen schnell verpufft.

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Wer hat Recht, der risikofreudige Aktien- oder der ängstliche Obligationenmarkt?

25.02.2019 |  Von  |  Finanzen, News  | 
Wer hat Recht, der risikofreudige Aktien- oder der ängstliche Obligationenmarkt?
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Die geschundene Anlegerseele kann sich über die Entwicklung an den Finanzmärkten in den letzten Wochen nicht beklagen. Die meisten Aktienindizes haben mehr als 10% zugelegt.

Die von den Anlegern vor Weihnachten befürchtete Rezession ist wieder in der Schublade der Erinnerungen verschwunden. Das zeigt sich auch an der Freude an High Yield-Obligationen.

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Ende der Zinserhöhungen: Das ist es für die Fed aber noch nicht gewesen

11.02.2019 |  Von  |  Finanzen, News  | 
Ende der Zinserhöhungen: Das ist es für die Fed aber noch nicht gewesen
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Der Finanzmarkt ist sich einig: Der Zinserhöhungszyklus der Fed in den USA ist zu Ende. Spätestens seit der Bemerkung von Fed-Präsident Powell, dass die Fed mit Geduld die wirtschaftliche Lage beurteilen wird, ist die Sache gelaufen. Der nächste Zinsschritt der Fed ist gemäss den Erwartungen eine erste Zinssenkung gegen Ende Jahr. Die Aktienmärkte haben mit einem Jubelschrei und höheren Kursen reagiert.

So einfach präsentiert sich die Welt der Fed aus meiner Sicht aber nicht.

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Ende der Euphorie: Um den Bitcoin ist es ruhig geworden

04.02.2019 |  Von  |  Finanzen, News  | 
Ende der Euphorie: Um den Bitcoin ist es ruhig geworden
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Seit drei Wochen pendelt der Kurs des Bitcoins zwischen 3400 und 3600 US-Dollar. Für eine Anlage, die vor allem mit heftigen Kursausschlägen von sich reden machte, ist das fast ein Tiefschlaf. Letztmals hat der Bitcoin im November Schlagzeilen geliefert, als er mit einem neuerlichen Schwächeanfall innert weniger Tage von 6500 auf unter 4000 US-Dollar gefallen ist.

Weit weg sind die Zeiten vom Herbst 2017, als der Himmel für den Bitcoin keine Grenzen kannte und Kleinanleger uns mit der Frage bestürmten, wo und wie sie ihr Geld auch in Bitcoin anlegen können, um schnell reich zu werden.

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Konflikt zwischen Italien und der EU bedeutet nicht das Ende des Euro

05.11.2018 |  Von  |  Finanzen, News  | 
Konflikt zwischen Italien und der EU bedeutet nicht das Ende des Euro
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Der Budgetstreit zwischen der EU-Kommission und Italien spitzt sich zu. Bis Mitte November muss die italienische Regierung ein revidiertes Budget für 2019 in Brüssel einreichen. Sie wird Korrekturen vornehmen, aber die Vorgaben der EU bei weitem nicht erfüllen.

Der Machtkampf in der Eurozone hat dem Euro bisher aber nur wenig zugesetzt, auch gegenüber dem Franken. Während der Eurokrise zwischen 2010 und 2012 hat der Euro zum Franken noch deutlich an Wert verloren. Der EUR/CHF Wechselkurs sank von 1.50 auf 1.04, bevor die Nationalbank mit der Einführung des Euromindestkurses von 1.20 die Notbremse zog.

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