Dr. Thomas Stucki

Steht den Aktien ein neues goldenes Jahrzehnt bevor?

Zwischen 2010 und 2019 stieg der Swiss Performance Index um 128% oder durchschnittlich 8% pro Jahr. Dabei wurde die erste Erholung der Kurse nach dem Taucher in der Finanzkrise noch nicht berücksichtigt. Verschiedentlich gab es deutliche Kursrückschläge wie im Sommer 2011, im Frühjahr 2016 oder im vierten Quartal 2018. Dennoch war es eine der längsten Boomphasen der Börsengeschichte. Unterstützt wurde sie durch eine wirtschaftliche Wachstumsperiode, die länger dauerte als in früheren Zyklen.

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Zeit der Zinsen ist vorbei – heute heisst die Devise: Mehr Geld

Der Reigen der geldpolitischen Entscheide der Zentralbanken ist vorbei und eine der früheren Hauptrollen an diesen Veranstaltungen wurde auf die hinteren Zuschauerreihen verbannt: Der Leitzins. Pro Forma wurde von den Zentralbank-Chefs erwähnt, dass die Leitzinsen unverändert belassen werden. Während die Fed im Ausblick zumindest sagte, dass sie den Zins lange tief halten werde, sucht man in der geldpolitischen Lagebeurteilung der Nationalbank einen Zinsausblick vergebens. Es wird nicht einmal mehr angemerkt, dass die SNB bei Bedarf den Leitzins weiter senken kann.

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Tiefe Zinsen schmerzen mehr als volatile Aktienmärkte

Die Coronavirus-Pandemie setzt die Anleger einem Wechselbad der Gefühle aus. Der Absturz im März strapazierte die Nerven und liess den einen oder anderen daran zweifeln, ob seine Aktienquote nicht doch zu hoch angesetzt ist. Die Erholung der Aktienkurse war Balsam für die Anlegerseele, bevor die Angst einkehrte, man könnte das nächste Kursrally verpassen. Der Einbruch der Kurse nach den düsteren Aussichten von Fed-Präsident Powell für die Wirtschaft brachte die Erkenntnis an die Aktienmärkte zurück, dass die Krise noch nicht vorbei ist.

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Rettungsmassnahmen: Kollateralschäden werden in Kauf genommen

Eine Lehre aus der Finanzkrise 2008 war, dass Rettungsmassnahmen dann wirken, wenn sie beeindrucken. Beeindrucken tun sie vor allem, wenn sehr viel Geld in die Hand genommen wird. Sowohl die Politiker als auch die Zentralbanken leben in der Corona-Krise diesen Grundsatz bis zum Exzess aus. Ein staatliches Milliardenpaket, um die die Unternehmen und die Konsumenten über die Rezession zu retten, folgt dem anderen. Dabei werden die Beträge immer grösser, wie der Vorschlag für ein EU-Paket von 500 Milliarden Euro zeigt. Die Zentralbanken pumpen ihrerseits Hunderte von Milliarden in die Kreditmärkte, um das Finanzsystem zu sichern. Der kurzfristige Erfolg ist wichtig. Die langfristigen Konsequenzen werden bewusst in Kauf genommen.

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Corona-Krise: Die Währungen sind das schwächste Glied in der Kette

Die Anleger schauen gebannt auf die Aktienindizes. Tagesverluste von 3% und mehr lösen neue Ängste aus. Tagesgewinne von 3% und mehr lassen die Hoffnung aufkeimen, das Schlimmste an den Börsen wäre vorbei. Unterdessen steigen die Verluste in einem Bereich, der nicht in den Schlagzeilen steht: Die Hochzinswährungen und die Währungen der Schwellenländer haben gegenüber dem Franken seit Mitte Februar deutlich an Wert der verloren.

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Seltsame Entwicklung bei den Zinsen im Schatten der Aktienmärkte

Die Kreditrisikoprämien bei den Unternehmensanleihen steigen in den Himmel. Das ist nachvollziehbar, da die Gefahr von Zahlungsausfällen bei Schuldnern mit einer schlechten Bonität gestiegen ist. Zudem versiegt die Liquidität in diesem Segment rasch und Zwangsverkäufe, beispielsweise um Rückzüge von Anlagefonds zu decken, treiben die Prämien zusätzlich in die Höhe. Nur schwer nachvollziehbar ist dagegen die Entwicklung bei den sicheren Staatsanleihen wie den Eidgenossen-Anleihen oder den US- Treasuries. Die Rendite der 10-jährigen Obligation der Eidgenossenschaft ist bis am 9. März auf -0.94% gesunken.

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Können die Zentralbanken die Konjunktur noch stärken?

Die Fed hat in einer ersten ausserordentlichen Aktion ihren Leitzins um 0.50% gesenkt. Das gleiche hat die Bank of England gemacht. Die EZB will ihr Anleihenkaufprogramm aufstocken und den Banken noch mehr billiges Geld für Kredite zur Verfügung stellen. Die Bank of Japan kauft über ETF direkt Aktien. Auf all diese Massnahmen haben die Finanzmärkte nur kurz, wenn überhaupt, positiv reagiert. Die Retter in der Not der letzten Jahre scheinen ihren Heldenstatus für die verängstigten Finanzmärkte verloren zu haben. Vielmehr steht die Frage im Raum, ob die Zentralbanken überhaupt noch in der Lage sind, die angeschlagene Konjunktur zu stärken.

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Angst vor Coronavirus - kein Vergleich zur Finanzkrise 2008

Die Angst vor dem Coronavirus lähmt die Wirtschaft nun auch in Europa und zunehmend in den USA. Die internationale Reisetätigkeit wird eingestellt und Veranstaltungen bleibt man gewollt oder staatlich verordnet fern. Die Meldungen von Firmen über Umsatzeinbrüche und Produktionsstopps mehren sich. Die Börsen reagieren nervös und die bekannten Untergangspropheten melden sich wieder zu Wort. In diesem Umfeld ist es nicht einfach, einen kühlen Kopf zu bewahren und zunehmend wird eine Wiederholung der Finanzkrise 2008 heraufbeschworen.

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Immobilienfonds sind trotz hohen Agios einen genauen Blick wert

Die Preise für Schweizer Immobilienfonds haben in den letzten Monaten deutlich zugelegt. Das Agio, der Aufpreis des Börsenkurses gegenüber der Bewertung der Liegenschaften in den Fonds, ist wieder auf Werte über 30% gestiegen. Das ist viel und bedeutet ein gestiegenes Rückschlagrisiko, wenn sich die Stimmung an den Finanzmärkten ins Negative dreht wie Ende 2018. Dennoch sind Schweizer Immobilienfonds als Ergänzung im Portfolio einen genauen Blick wert.

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Welchen Einfluss hat das Coronavirus auf die Märkte?

Die Liveticker melden stündlich neue Fälle von Erkrankungen durch das Coronavirus. Immer zahlreicher werden die Länder, die auch Ansteckungen melden. Bilder von abgeriegelten und faktisch stillgelegten Millionenstädten in China machen die Runde. Die Schätzungen des wirtschaftlichen Schadens gehen in die Milliarden. Dass auch die Anleger verunsichert sind, überrascht da nicht. Neu ist eine solche Situation aber nicht. In der jüngeren Vergangenheit gab es immer wieder Ausbrüche von ansteckenden Krankheiten.

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Wie teuer ist der Franken wirklich?

Der Franken hat in den letzten Wochen sowohl gegenüber dem Dollar als auch gegenüber dem Euro zugelegt. Diese Bewegung hat sich noch verstärkt, nachdem die USA die Schweiz wieder auf die Liste der möglichen Währungsmanipulatoren aufgenommen hat. Die Erwartung, dass die SNB nun nicht mehr in der bisher gewohnten oder je nach Standpunkt gefürchteten Art im Devisenmarkt intervenieren kann, hat zu einer kleinen Spekulationswelle für den Franken geführt. Die kurzfristige Aufwertung des Frankens ist aber übertrieben. Zudem gehe ich davon aus, dass die SNB bei Bedarf weiterhin punktuell gegen den Franken intervenieren wird. Dennoch stellt sich die Frage, wie teuer der Franken wirklich ist.

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Warum man Anlagen in Erdöl meiden sollte

Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran hat den Erdölpreis sofort ansteigen lassen. Für ein Fass Öl der europäischen Sorte Brent muss kurzfristig mehr als 71 Dollar bezahlt werden, fast 10% mehr als noch Anfang Jahr. Nachdem sich die Lage beruhigt hat, ist der Preis wieder auf das alte Niveau gesunken. Eine ähnliche Achterbahn mit noch grösseren Ausschlägen legte der Erdölpreis im letzten September nach der Zerstörung der saudischen Öl-Raffinerien hin. Insgesamt zeigt der Trend beim Erdölpreis seit dem letzten Sommer jedoch nach oben. Ist also der Zeitpunkt gekommen, um als Anleger in Öl zu investieren?

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Die Börse hat geliefert - die Unternehmen müssen mit höheren Gewinnen nachziehen

Rezessionen waren bis zur Finanzkrise 2008 ein normaler Bestandteil des Wirtschaftszyklus. Auf eine starke Konjunktur reagierten die Zentralbanken mit Zinserhöhungen, was früher oder später zu einer Abschwächung des BIP-Wachstums bis hin zu einer Schrumpfung der Wirtschaftstätigkeit geführt hat. In der Folge wurden die Strukturen der Wirtschaft bereinigt und der Boden für neue Innovationen gelegt. Die Zentralbanken haben diese mit tieferen Zinsen unterstützt.

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Eine Rezession können wir uns immer weniger leisten

Rezessionen waren bis zur Finanzkrise 2008 ein normaler Bestandteil des Wirtschaftszyklus. Auf eine starke Konjunktur reagierten die Zentralbanken mit Zinserhöhungen, was früher oder später zu einer Abschwächung des BIP-Wachstums bis hin zu einer Schrumpfung der Wirtschaftstätigkeit geführt hat. In der Folge wurden die Strukturen der Wirtschaft bereinigt und der Boden für neue Innovationen gelegt. Die Zentralbanken haben diese mit tieferen Zinsen unterstützt.

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