Michael Radtke

Fidleg-Entwurf: Schweizer Rechtssystem vor Belastungsprobe

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der Entwurf des Finanzdienstleistungsgesetzes (Fidleg) sorgt für Furore. Es geht dabei um die Umkehrung der Beweislast im Hinblick auf die Bankkundenberatung. Die Banken behaupten, dass mit diesem Gesetz das Schweizer Rechtssystem untergraben werde. Dabei laufen die Exponenten der Banken und der angeschlossenen Verbände regelrecht Sturm gegen die im Fidleg-Entwurf zur Diskussion gestellten Kundenschutzideen. Zwar beteuern sowohl Banker als auch die Verbandsoberen, dass man grundsätzlich eine Verbesserung der Rechte der Anleger befürworte und auch jederzeit unterstützen werde. Allerdings machen sie auch deutlich, dass sie keine gravierenden Missstände auf dem Schweizer Finanzplatz entdecken könnten. Ganz im Gegenteil: Im internationalen Vergleich sei die Zufriedenheit der Kunden äusserst hoch; zudem müsse man allgemein von mündigen Kunden ausgehen.

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Der chinesische Massenmarkt als Premium-Investitionsziel

Schon der blosse Gedanke an China, das Reich der Mitte, das Wunderland der Weltwirtschaft, beschert vielen Managern feuchte Hände. Kein Wunder, schliesslich bietet die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt Moneten, Macht und Magie. Auch wenn inzwischen das Hyperwachstum eher ein Relikt aus vergangenen Tagen ist, die Anziehungskraft neuer Märkte und Möglichkeiten ist nach wie vor nahezu ungebrochen. Hier werden Erfolgsgeschichten geschrieben ...

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Fachkräftemangel: Wieso in die Ferne schweifen

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Das Beispiel könnte Schule machen. Muss es eigentlich sogar, um dem gegenwärtigen und vor allem zukünftigen Fachkräftemangel in der Schweiz zumindest ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen. Bereits seit Jahren reaktiviert der Autozulieferer Feintool schon längst pensionierte ehemalige Mitarbeiter, damit diese Fachkräfte mit ihrem Know-how und Erfahrungsschatz jüngeren und unerfahrenen Kollegen bei der Realisierung neuer Projekte beratend zur Seite stehen. Diese Massnahme von Feintool ist bei Swissmem, dem Dachverband der Metall-, Maschinen- und Elektroindustrie, genau beobachtet und für quasi massentauglich beurteilt worden. Innerhalb einer eigens ausgearbeiteten Fachkräftestrategie, die im September der Schweizer Öffentlichkeit im Rahmen einer entsprechenden Kampagne vorgestellt wurde, hat Verbandspräsident Hans Hess explizit betont, dass das inländische Arbeitskräftepotenzial viel besser genutzt werden müsse. Und – siehe Feintool – dabei sei vor allem das Hauptaugenmerk darauf zu legen, dass ehemalige Mitarbeiter als Berater geworben und ältere Arbeitnehmer länger im betrieblichen Arbeitsprozess gehalten werden.

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Alle haben Stress im Job – nur der Chef nicht ...

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Ende des vergangenen Jahres machten Schlagzeilen von Managersuiziden die Runde. Sie rüttelten auf und haben eine Debatte über den prinzipiellen Stress am Arbeitsplatz entfacht. Jetzt hat eine Studie in diesem Zusammenhang erstaunliche Ergebnisse zutage gefördert. Demnach sind in der Schweiz von insgesamt 4,9 Millionen Arbeitnehmern deutlich mehr als eine Million durch ihren Job übermässig gestresst. Das ist aber wohl nur die Spitze des Eisberges. Laut der Studie haben zusätzlich noch einmal rund zwei Millionen Schweizer Arbeitnehmer während der Arbeitszeit Probleme, da sie mehr oder weniger erschöpft sind. Dies hat auch Auswirkungen auf die eidgenössische Wertschöpfung respektive auf die Schweizer Wirtschaft. Rund 5,6 Milliarden Franken gehen dieser nämlich durch gestresste und erschöpfte Arbeitnehmer durch die Lappen. Jährlich, wohlgemerkt.

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Rekordhoch im 3. Quartal: Schweizer Aussenhandel floriert

Der Aussenhandel läuft wieder auf Hochtouren. Trotz aller Unkenrufe und auch Hiobsbotschaften in der Vergangenheit konnten die Schweizer Exporteure im dritten Quartal ihre Ausfuhren um insgesamt 3,6 % steigern. Insbesondere die Juweliere sorgten dabei für mächtig Furore und verzeichneten ein Exportwachstum von eindrucksvollen 22 %. Aber: Zwei Branchen laufen der Musik hinterher und verzeichnen Rückläufe. Das schmälert die Schweizer Handelsbilanz aber nur unwesentlich. Unterm Strich wiesen die eidgenössischen Unternehmen einen bilanztechnischen Überschuss von 7,7 Milliarden Franken aus. Das ist ein absoluter Rekordwert für die Alpenrepublik; dabei nahmen sowohl die Ausfuhren als auch die Importe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kräftig zu. Die Marke Schweiz mit ihrem Slogan "Swiss Made " scheint jedenfalls beliebt wie nie zuvor zu sein.

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Ertappt: UBS und Credit Suisse im Preisabsprache-Kartell

Vier grosse Bankhäuser werden jetzt richtig zur Kasse gebeten. Wegen illegaler Preisabsprachen wird eine Geldbusse in Höhe von insgesamt über 94 Millionen Euro fällig. Neben der Royal Bank of Scotland und der Grossbank JPMorgan sind auch die Schweizer Finanzinstitute Credit Suisse und UBS von dieser Strafzahlung betroffen. Die Geldbussen gegen die vier Grossbanken sind von der EU-Kommission im Zusammenhang mit der Manipulation des Schweizer Franken Libors respektive mit entsprechenden Preisabsprachen bei Zinsderivaten verhängt worden. Laut Aussage des Vizepräsidenten der EU-Kommission, Joaquin Almunia, haben die vier Banken der Geldbusse bereits zugestimmt. Was allerdings auch nicht weiter verwundert, ansonsten hätten sie mit weiteren kartellrechtlichen Untersuchungen rechnen müssen.

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Ausländische Unternehmen klagen über schwierige Marktbedingungen in der Schweiz

Sie zitterten und sie kämpften um ihre Jobs. Als selbst ein Warnstreik nichts mehr half, zogen sie vor das Regierungsgebäude in Liestal. Auch die kantonale Unterstützung blieb aus. Und jetzt ist es amtlich: Die US-Firma Harlan wird in Itingen BL insgesamt 200 Stellen streichen. Was aus den Schweizer Angestellten jetzt wird, ist noch offen. Klar ist, dass über einen entsprechenden Sozialplan zeitnah verhandelt wird. Seitens der Harlan-Geschäftsführung besteht die Zusage, dass die 200 Schweizer auf der Suche nach neuen Arbeitsplätzen massgeblich unterstützt werden. Ob es aber auch eine Abfindung gibt oder andere finanzielle Ausgleichsleistungen angedacht sind, bleibt vorerst unklar.

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Kann Luxus zu teuer sein?

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Haben die Vermögenden, Reichen und Superreichen keine Lust mehr auf Luxus? Oder ist selbst ihnen der Luxus zu teuer geworden? Der Verdacht liegt jedenfalls nahe, dass der Luxus nicht mehr den Stellenwert früherer Zeiten besitzt. Ansonsten ist es nur schwerlich zu verstehen respektive zu erklären, warum die Wachstumsraten der Luxusgüterbranche – teilweise eminent – schwächeln. Gerade in der Schweiz macht sich dieses Phänomen deutlich bemerkbar. So haben zum Beispiel die eidgenössischen Uhrenexporte stark abgenommen. Dabei scheint es, als ob sich die nachlassende Nachfrage quasi manifestiere. Cartier hat bereits Kurzarbeit eingeführt, und die LVMH-Marke Tag Heuer musste fast 50 Mitarbeitern kündigen. Glaubt man den Experten, ist dies aber nur die Spitze des Eisberges. Viele sind sich nahezu sicher, dass weitere Hersteller explizite Massnahmen ergreifen werden. Weitere Kündigungen oder Kurzarbeit sind also keineswegs auszuschliessen.

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Das System der Schattenbanken

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Vor sieben Jahren rutschte die Welt in die Finanzkrise; die Insolvenz der Investmentbank Lehman Brothers im Jahr 2008 gilt noch heute quasi als Fanal dieser Krise. Umstrukturierungen, Verkäufe und Pleiten etlicher Banken und Finanzdienstleister waren die Folge. Auch wenn die Folgen dieses Bebens rund um die weltweiten Finanzplätze mühsam unter den Teppich gekehrt worden sind und allerorts die Finanzgeschäfte scheinbar unbeeindruckt wieder aufgenommen wurden, sind viele Probleme geblieben.

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Die Anatomie der Finanzkrisen

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Als die Finanzkrise 2007 in den Startlöchern stand, gab nahezu jeder halbwegs renommierte Ökonom seine Meinung über Ursachen, Wirkungsweisen und Folgen ab. Die Äusserungen verwirrten den Laien aber eher, als dass er das Zustandekommen von Krisen dieser Art besser hätte nachvollziehen können. Das lag aber in erster Linie an den getätigten Aussagen, die oftmals in keinster Weise deckungsgleich waren und so im Gesamtkontext immer neue Fragen aufwarfen. Ein halbes Dutzend Jahre später sind die Finanzkrise und ihre Auswirkungen zwar immer noch nicht vollends verarbeitet, vergeben und vergessen, die Forschung hat in diesem Zeitraum aber enorme Fortschritte realisiert und kann auch dem ökonomisch unbedarften Zeitgenossen die Anatomie der Krisen besser als jemals zuvor erläutern. Gerade der Internationale Währungsfonds (IWF) produziert diesbezüglich bereits seit mehreren Jahren aussagekräftige Datenreihen und exzellente Analysen.

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Schweizer Versicherungen mit guter Performance

In der Vergangenheit gerieten gerade Versicherungen immer wieder in die Kritik. Themen wie Beitragserhöhungen, Probleme bei der Abwicklung von Schadensfällen sowie verweigerte oder verzögerte Auszahlungen waren immer wieder Gegenstand öffentlicher Kontroversen. Dieses Image scheint jetzt aber nachhaltig zu bröckeln. Denn: Die reale Wertschöpfung des eidgenössischen Finanzsektors wird aktuell in erster Linie von der Performance der Versicherungen gestützt. Und nicht nur das. Laut einer Studie von BAKBasel, die in der namensgebenden Kulturhauptstadt im Dreiländereck ihren Sitz hat, sorgen die Versicherungen auch in den nächsten beiden Jahren dafür, dass dem Finanzsektor ein langfristiges Wachstumspotenzial von rund 2 % bescheinigt wird. Dies ist insofern bemerkenswert, als die Banken selbst in einem weitaus geringeren Umfang wachsen.

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Die Immobilienwirtschaft ist das helvetische Zugpferd

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Die Uhren- und Luxusgüterindustrie in der Schweiz gilt als ungemein wichtiger Wirtschaftsfaktor; eidgenössische Firmen wie Richemont oder die Swatch Group spielen längst erfolgreich auf internationalem Parkett. Oder die Maschinenindustrie mit ihrem Zugpferd ABB, die Pharmaindustrie mit den renommierten Unternehmen Roche und Novartis und natürlich die Nahrungsmittelindustrie, in der weltweit bekannte Unternehmen wie zum Beispiel Lindt & Sprüngli (Schweizer Schokolade), Nestlé oder Givaudan tätig sind. Aber: Alleine fast 20 % der gesamten Schweizer Wirtschaftsleistung werden von der Immobilienbranche erbracht, wie eine Studie der Bundesämter für Wohnungswesen und Raumentwicklung sowie des Hauseigentümerverbandes eindeutig beweist. Und das, obwohl diese Branche in der Vergangenheit die eine oder andere Krise meistern musste. Kürzlich war noch die Rede von Häusercrash und Immobilienblase. Heute sind die Planung, der Bau, die Bewirtschaftung und letztendlich die Unterhaltung von Gebäuden ein überaus bedeutender Wirtschaftszweig in der Alpenrepublik.

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Schweizer Banken wollen Kundendepots ausmisten: Keine Chance für Penny Stocks

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der Schweizer Finanzsektor arbeitet weiter an seiner Reputation und möchte die frühere Kritik am Bankgeheimnis und der Duldung nicht versteuerter Vermögen auf Schweizer Bankkonten endgültig vergessen machen. Dabei hat sich die Branche zum Beispiel auch explizit auf die Hürden für ausländische Investoren und nachhaltige Geldanlagen fokussiert. Ins Visier der Banker sind nunmehr aber auch niedrigpreisige US-Aktien gerutscht. Die eidgenössischen Banken üben extremen Druck auf entsprechende Kunden aus, wobei neu erworbene Titel erst gar nicht mehr berücksichtigt bzw. eingebucht werden. Allerdings sind die Initiatoren dieser Vorgehensweise wohl die Behörden aus den USA. Offenbar wollen sie den Markt in Bezug auf die oftmals dubiosen Wertschriften gezielt trockenlegen. Was die US-Regulatoren aber genau beanstanden und fordern, liegt noch im Dunkeln verborgen. Vertreter von europäischen Finanzinstituten vermuten, dass sich die Behörden auf die Art von Unternehmen quasi einschiessen, denen am Markt mangelnde oder eine nicht offene Kommunikation vorgeworfen wird.

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Limitiert der Besitzerwechsel bei "La Liberté" die Pressefreiheit?

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Keine Frage, der Kanton Freiburg weist einige spezifische, prägnante Merkmale auf. So zählt der in der Romandie gelegene Kanton zu den mittelgrossen, wobei die Bevölkerungsdichte mit 178 Einwohnern pro Quadratkilometer deutlich unter dem eidgenössischen Durchschnitt liegt. Laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) ist Freiburg einer der Kantone in der Schweiz, die am schnellsten wachsen; in den Jahren 2000 bis 2010 ist die Bevölkerung um 17,6 % gestiegen. Seit Mitte 2014 leben im deutsch- und französischsprachigen Kanton bereits mehr als 300’000 Einwohner. Der Kanton Freiburg bietet als Region zudem mit seinen historischen Städten, moderner Kunst, atemberaubenden Berglandschaften sowie sonnigen Badeseen eine ungemein hohe kulturelle und landschaftliche Vielfalt. Auffällig ist dabei die Unterteilung des Kantons in einen eher ländlichen Süden bzw. Südosten und einen vergleichsweise dicht besiedelten, urbanisierten Norden bzw. Nordwesten.

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Geschäftsideen: Ein Schweizer Spiel erobert die Welt

Innovationen, Kreativität, Präzision, pfiffige Ideen und Luxus. Oftmals werden die Schweiz, ihre Einwohner und auch die eidgenössische Wirtschaft mit Attributen dieser Art international in Zusammenhang gebracht. Und das wohl wirklich zu Recht: Alleine die Erfolgsgeschichte oder besser die Erfolgsidee des Berners Gabriel Palacios ist ein rundum stimmiges Beispiel für die eidgenössische Symbiose eben dieser fünf Attribute. "Swiss Made" eben; die Marke Schweiz ist nun mal nach wie vor beliebt. Eigentlich begann die Erfolgsstory am Gymnasium Hofwil in Münchenbuchsee BE, an dem Palacios bis noch vor drei Jahren als Physiklehrer tätig war. Dort entwickelte er für seine Schüler ein innovatives Abenteuerspiel, das auf einem Mix aus Computerspiel, Wissenschaft und Teambildung basierte. Zutaten, die dem Spiel quasi zu Weltruhm verhalfen.

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Gute Zahlen belegen: Landwirtschaft trotzt dem verregneten Sommer

Allgemein ein eher verregneter Sommer, Rückgang der Kauflust bei Konsumenten, durchwachsene Konjunkturprognosen oder auch abnehmendes Wirtschaftswachstum: Die Landwirtschaft in der Schweiz trotzt allen aufgetretenen oder auch zu erwartenden Problemen und Schwierigkeiten. Im Vergleich zum Vorjahr wird das Einkommen der eidgenössischen Landwirtschaft um schätzungsweise rund 12 % steigen. Dabei fungieren die guten Ernten sowie die höhere Milchproduktion als treibende Kräfte für die Einkommenssteigerung. Insgesamt erscheint es nach expliziten Erhebungen und Berechnungen möglich, dass das Einkommen des Landwirtschaftssektors, das in erster Linie das eingesetzte Kapital und die Arbeit der Bauernfamilien entschädigen soll, auf 3,3 Milliarden Franken anwachsen wird.

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Online-Finanzhandel: Briten wollen den Schweizer Markt erobern

Die Briten wildern seit Anfang Oktober in eidgenössischen Pfründen, im Bereich der Online-Finanzhandels-Dienstleistungen. Mit visionären Zielen und markigen Worten hat die britische Onlinebank IG in Genf eine für die Schweiz konzeptionierte Banking-Plattform eröffnet. Damit geht die britische Onlinebank in direkte Konkurrenz mit verschiedenen Schweizer Finanzdienstleistern, die in diesem Sektor bereits tätig sind. Als grösster Konkurrent gilt hierzulande das Unternehmen Swissquote. Die Briten haben bereits angekündigt, dass sie sich mit ihren Finanzdienstleistungsangeboten zeitnah auf dem Schweizer Markt etablieren möchten. Und nicht nur das. Die IG-Verantwortlichen machten schon im Vorfeld deutlich, dass sie auch nicht vor Zukäufen zurückschrecken würden, da dies innerhalb der eigens vorgegebenen Wachstumsstrategie positive Impulse und Effekte freisetzen würde.

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Espirito-Bank: Ein Konkurs und viele offene Fragen

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Dass die Banken in der Schweiz nach den Kapriolen der jüngeren Vergangenheit mächtig an Kredit eingebüsst haben, ist nicht weiter verwunderlich. Dass der Beruf des Bankers einen Imageschaden hinnehmen musste, liegt ebenfalls auf der Hand. Dass der gesamte Finanzstandort Schweiz mit den wichtigen Finanzplätzen Zürich und Basel Boden gegenüber anderen internationalen Finanzschauplätzen wie zum Beispiel London verloren hat, kann konsequenterweise nur als folgerichtig angesehen werden. Dass aber immer mehr internationale Verstrickungen bekannt werden, an denen massgeblich eidgenössische Banken oder Zweigstellen internationaler Bankhäuser in der Schweiz beteiligt sind, verwundert dann doch. Und frustet zugleich. Schliesslich will die Schweizer Finanzbranche ab 2015 wieder zur Attacke blasen und sich im Bereich der Vermögensverwaltung und -beratung neu aufstellen. Dabei soll der Weltöffentlichkeit quasi dokumentiert werden, dass in der Schweiz innerhalb des Finanzsektors Seriosität, Professionalität und Vertrauen stets Priorität geniessen. Dumm nur, wenn eidgenössische Finanzunternehmen immer wieder als Hauptakteure in kaum zu durchschauenden Finanzaffären ausgemacht werden. Wie zum Beispiel die Schweizer Espirito-Bank, die zum Ende des Jahres 2014 eine durchaus undurchsichtige Rolle in einem Konkursfall, der mit vielen Fragezeichen und noch mehr Unbekannten versehen ist, spielt ...

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