Die Gesellschaft will in den nächsten wenigen Jahren ihre Aktivitäten in den Bereichen „Gasnetz“ und „Gasbeschaffung“ entflechten (Unbundling). Unter der Führung des im Vorjahr neu gewählten Präsidenten André Dosé soll sich Swissgas auf ihre künftige Rolle als Netzgesellschaft von nationaler Bedeutung ausrichten. Dies wurde an der heutigen Generalversammlung in Bern bekannt gegeben.
Forscher der Universität Twente haben einen Weg gefunden, die Gewinnung von Treibstoff durch Solarenergie effizienter zu gestalten. Mithilfe der neuen Methode lassen sich Sonnenstrahlen direkt in Wasserstoff umwandeln. Möglich wird das durch die Verwendung mikroskopisch kleiner Nanodrähte, die weniger als ein Zehntel eines Millimeters lang sind und an ihren Enden mit einem Katalysator bestückt wurden. Dieser erzeugt durch chemische Reaktionen aus Licht Wasserstoff.
Heute stimmt das EU-Parlament über die Zukunft der Energiewende in Europa ab. "Es ist zu hoffen, dass das Parlament dem Vorschlag des Umwelt- und des Industrieausschusses folgt und für ein Erneuerbaren-Ziel von 'mindestens 35 Prozent' bis 2030 stimmt", betont Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft und Giles Dickson, Geschäftsführer des europäischen Windenergie Verbandes WindEurope, ergänzt: "Der Unterschied zwischen 27 Prozent und 35 Prozent sind nicht nur ein paar Prozentpunkte, sondern bedeutet auch, dass 92 Milliarden Euro weniger investiert werden könnten und 132.000 Arbeitsplätze nicht geschaffen werden." Morgen wird das EU-Parlament über die Erneuerbare-Energien-Richtlinie und die Governance-Richtlinie abstimmen. Das sind wesentliche Teile des EU-Winterpakets, das seit über zwei Jahren verhandelt wird und Ende dieses Jahres unter der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft zum Abschluss gebracht werden soll. Schon Ende des letzten Jahres haben sich der Umwelt- (ENVI) und der Industrieausschuss (ITRE) für höhere Erneuerbaren-Ziele bis 2030 ausgesprochen und "mindestens 35%" gefordert. "Auch wenn der EU-Rat die Anhebung des 27-Prozent-Ziels bis jetzt abgelehnt hat, ist zu hoffen, dass das Parlament sich neuerlich für 'mindestens 35 Prozent' ausspricht", bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.
Der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) begrüsst, dass sich der Ständerat zur Schweizer Wasserkraft bekennt (Streichung von Art. 6 Abs. 5 StromVG). Damit orientieren sich die Energietarife für grundversorgte Kunden an den Gestehungskosten einer effizienten Produktion. So werden die Kunden von den Schwankungen des Marktes weitgehend ausgenommen. Zudem werden Widersprüche gegenüber der Marktprämie, wie sie in der Energiestrategie 2050 vorgesehen ist, vermieden.
Die 3800 Unternehmen, die sich mit Expertise der Energie-Agentur der Wirtschaft über den Abschluss von Zielvereinbarungen für Klimaschutz und Energieeffizienz engagieren, haben ihre bis Ende 2020 gesteckten Ziele erreicht. Per Ende 2016 weist die EnAW mit den seit 2013 neu umgesetzten Massnahmen eine CO2-Einsparung von über 400 000 Tonnen pro Jahr aus. Im Vergleich zu 1990 ist das eine CO2--Einsparung von annähernd 30 Prozent. Ausserdem haben die Unternehmen seit 2001 so viele Strom-Sparmassnahmen umgesetzt, dass sie heute rund 2 000 GWh weniger Strom pro Jahr benötigen.
Axpo und Alpiq fordern seit einiger Zeit eine Strommarktreform in Form ihres "Versorgungs- und Klimamarkt-Modells". Dieses würde ausländischen Strom ausbremsen und die CO2-freie Schweizer Produktion stützen, wenn es von der Politik umgesetzt würde. Zahlen der Axpo zeigen nun, wie stark die Branche von einer solchen Marktreform profitieren würde: Die grossen Atom- und Wasserkraftwerke würden 1,2 Rappen mehr an einer Kilowattstunde Strom verdienen, wie aus einer Axpo-Präsentation hervor geht. Gemessen am aktuellen Marktpreis von 3 bis 4 Rappen ist das ein massiver Mehrertrag.
Laut Netzbetreiber Swissgrid gibt es zunehmend Engpässe im Schweizer Stromnetz, weil die Nachbarländer ihre Netze verstärkt zusammenschliessen, ohne dass die Schweiz darauf Einfluss hat. Das sagt Jörg Spicker, Leiter Markt bei Swissgrid, im Gespräch mit der „Handelszeitung“. Grund sei Strom, der ungeplant durch die Schweiz fliesse („Loop Flows“). Das habe Swissgrid bei den Untersuchungen der Netzengpässe vom Winter 2015/2016 herausgefunden. Damals haben sich die Zeiten mit kritischen Überlastungen verzehnfacht, sagt Spicker. Politiker und Experten debattierten über die Gefahren von Blackouts.
Die Kraftwerk Göschenen AG (KWG) plant direkt bei der Wasserfassung im Urnerloch den Bau eines Dotierkraftwerks. Die Baubewilligung wurde in diesen Tagen erteilt. Mit einem sehr geringen Eingriff in die Natur kann so dereinst ökologischer Strom für 110 Haushalte produziert werden. Bei der Wasserfassung Urnerloch – unterhalb von Andermatt – werden die natürlichen Zuflüsse aus dem Urserntal gefasst. Dieses Wasser wird durch einen drei Kilometer langen Druckstollen hinunter in die Kaverne in Göschenen geführt wo die Turbinen zur Stromproduktion angetrieben werden.
Die Strompreise würden nach dem Atomausstieg nicht stark ansteigen. Diese Einschätzung äussern Marktexperten gegenüber der "Handelszeitung". "Bei Annahme der Initiative wäre der Aufpreis überraschend tief", sagt Matthias Raeck von der Engineeringfirma Pöyry. Bis 2040 wäre im Durchschnitt ein Preisaufschlag von rund 60 Rappen pro Megawattstunde wahrscheinlich. Aktuell kostet eine Megawattstunde Strom an der Börse etwa 50 Franken.
Der Schweizer Energieversorger BKW Energie kauft vier Windkraftwerke in Frankreich mit einer installierten Gesamtleistung von 49 MW. Für ein fünftes ist eine Kaufoption vereinbart worden. Mit dem Erwerb will das Unternehmen seine Position als führender Schweizer Versorger im Bereich Windkraft stärken. Es handelt sich bereits um das zweite Windkraft-Engagement von BKW in Frankreich.
Care-Energy AG ist ein deutsches Energieersorgungs-Unternehmen mit Sitz in Hamburg, das Verbrauchern Billigstrom anbietet. Per 31.10.2016 hat das Unternehmen jetzt aktuelle Zahlen zu seiner Geschäftstätigkeit veröffentlicht. Die Zahlen – es handelt sich um die betriebswirtschaftliche Auswertung - wurden vom Wirtschaftsprüfer TAXON untersucht. TAXON kommt zu folgendem Ergebnis.
Der Kantonale Gewerbeverband Zürich ist für ein Referendum zur Energiestrategie 2050. Dies wird vor allem mit grundsätzlichen Erwägungen begründet. Die Strategie bedeute einen entscheidenden Umbau des Schweizer Energiesystems und sei eine der wichtigsten politischen Weichenstellungen der letzten Jahre. Deswegen sollten sich die Stimmbürger - und damit das Zürcher Gewerbe - nach einer eingehenden öffentlichen Diskussion in einer Volksabstimmung auch dazu äussern können. Sollten die nötigen Unterschriften zusammenkommen, werde der Verband eine Parole zur Vorlage ausgeben.
Der Vorstand des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen, VSE, hat, indem er dem Vorschlag seiner Findungskommission folgte, Michael Wider, Head Generation von Alpiq, der ordentlichen Generalversammlung des VSE vom 11. Mai 2017 in Visp als neuen Präsidenten vorgeschlagen. Er soll Nachfolger von Kurt Rohrbach werden, der nach neun Jahren aufgrund der Amtszeitbeschränkung sich nicht mehr zur Wahl stellt. Michael Wider ist Mitglied der Geschäftsleitung von Alpiq, einer führenden Schweizer Stromanbieterin und Energiedienstleisterin mit europäischer Ausrichtung. Seit 2013 ist er als Head Generation verantwortlich für den Geschäftsbereich Energieproduktion.
Bis Anfang 2013 war das Übertragungsnetz des Schweizer Energiekonzerns Alpiq an den Netzbetreiber Swissgrid in einem komplexen Verfahren überführt worden. Im Zusammenhang mit der Überführung hatte die Eidgenössische Elektrizitätskommission (ElCom) auch über die Bewertungsmethode zu befinden, die für die Ermittlung der Anlagenwerte massgeblich war. Am 20. Oktober 2016 ist die anzuwendende Bewertungsmethode jetzt neu definiert worden. Daraus ergibt sich für Alpiq eine höhere Entschädigung, als bisher veranschlagt. Bereits im ersten Quartal wird eine Vorauszahlung aus diesem Anlass in Höhe von ca. 100 Mio. CHF erwartet.
Gedanken über das Potenzial an erneuerbaren Energien werden immer wichtiger, wenn immer öfter von Staatsverträgen zur Verteilung fossiler Energieträger berichtet wird. Aktuelle Berichterstattungen schildern, wie Verträge zwischen Krisenstaaten, welche sich bis vor kurzem noch spinnefeind waren, abgeschlossen werden, um fossile Energien wie z. B. Erdgas in Pipelines über Umwege nach Europa zu bringen. Dies zeigt uns sehr deutlich auf, wie wichtig es ist auf erneuerbare Energieträger zu setzen, um nicht auf fossile Energieträger aus unsicheren Gebieten angewiesen zu sein.
Der brandenburgische Windpark Lieskau III erweitert das deutsche Onshore-Windenergieportfolio der Beteiligungsgesellschaft Terravent AG. Der Windpark liegt etwa 35 Kilometer südwestlich von Cottbus im Landkreis Elbe-Elster. Die Unternehmensgruppe UKA hat ihn entwickelt und auch realisiert. Über ihr Tochterunternehmen UKB (Umweltgerechte Kraftanlagen Betriebsführung) übernimmt UKA im Auftrag von Terravent auch die Betriebsführung des Windparks.
Die Auswahl von Gasversorgern wird grösser. Das ermöglichen seit 1. Oktober 2016 vereinfachte Regeln am liberalisierten liechtensteinischen Gasmarkt. Entwickelt wurden sie von der liechtensteinischen Kommission für Energiemarktaufsicht (EMK) in enger Abstimmung mit dem österreichischen Energieregulator E-Control.
Nach dreijähriger Debatte haben die eidgenössischen Räte am 30. September dem ersten Massnahmenpaket zur Energiestrategie 2050 zugestimmt. Für die Holzenergiebranche ist dieser Entscheid ein starkes Signal dafür, dass der zweitwichtigste erneuerbare Energieträger der Schweiz in Zukunft vor allem am Wärmemarkt eine umso zentralere Rolle einnehmen wird. Nach jahrelangen, zähen Verhandlungen haben National- und Ständerat in der Schlussabstimmung die im September 2013 vom Bundesrat verabschiedete Botschaft zum ersten Massnahmenpaket mit einer klaren Mehrheit angenommen.