Medizin

Bundesrat stärkt Hausarztmedizin und medizinische Grundversorgung in der Schweiz

Der Bundesrat hat die Prioritäten der Agenda Grundversorgung verabschiedet. Ziel ist es, den langfristigen Zugang zu einer qualitativ hochwertigen medizinischen Grundversorgung in der Schweiz sicherzustellen. Im Mittelpunkt stehen die Förderung des ärztlichen Nachwuchses sowie die Stärkung der hausärztlichen Versorgung durch neue Versorgungsmodelle und eine breitere Aufgabenverteilung. Die Agenda Grundversorgung wurde 2024 lanciert und gemeinsam mit rund 80 Organisationen und Akteuren des Gesundheitswesens weiterentwickelt. Ein Fachbericht definiert insgesamt 18 Massnahmen zur Sicherung der medizinischen Grundversorgung in der Schweiz.

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Mini-Implantat SEED stimuliert Nerven gezielt und soll Schmerzen nachhaltig lindern

Mit der „Stimulating Electrode for Electroceutical Delivery (“SEED”)“ wollen Forscher der NYU Abu Dhabi und der Cleveland Clinic Abu Dhabi chronische Schmerzen und Bewegungsstörungen, die auf Nervenschäden zurückzuführen sind, therapieren. Dazu ist nicht einmal eine OP nötig, heisst es. Das Gerät, das so gross ist wie ein Samenkorn, wird minimalinvasiv mit einer Spritze injiziert. Es steuert die Nervenaktivität ohne Batterien oder Kabel und ermöglicht so eine einfachere und weniger invasive Methode zur Behandlung neurologischer Erkrankungen.

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Insel Gruppe wählt Agostino Mattei neu in den Verwaltungsrat des Universitätsspitals

Die Generalversammlung hat am 12. Juni 2026 Agostino Mattei neu in den Verwaltungsrat der Insel Gruppe gewählt. Er ergänzt das strategische Führungsgremium mit umfassender klinischer Expertise, langjähriger Führungserfahrung sowie einem ausgeprägten Verständnis für Innovation, Digitalisierung und die Weiterentwicklung universitärer Medizin.

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Roche erhält Zulassung für neuen Test zur gezielteren Behandlung von Prostatakrebs

Roche hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung für einen neuen Diagnostiktest erhalten. Der Test hilft dabei, bei Patienten mit Prostatakrebs einen bestimmten biologischen Marker nachzuweisen. Dadurch kann festgestellt werden, ob eine gezielte Behandlung mit dem Medikament TRUQAP® infrage kommt. Der sogenannte VENTANA® PTEN (SP218) RxDx Assay ist der erste zugelassene immunhistochemische Begleittest zur Bestimmung eines PTEN-Verlusts bei Prostata-Adenokarzinomen.

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Nach fünfjähriger Sanierung: Marie-Colinet-Haus stärkt Medizin und Familienversorgung

Die Insel Gruppe hat das vollständig erneuerte Marie-Colinet-Haus heute im Beisein von Regierungsrat Pierre Alain Schnegg feierlich eröffnet. Innerhalb der bestehenden Gebäudehülle ist ein modernes Spital entstanden, das die Versorgung in der Frauenheilkunde, der Neonatologie und der Augenheilkunde nach modernsten Standards ermöglicht. Die Frauenklinik und die Neonatologie der Kinderklinik werden das Gebäude im August 2026 beziehen, die Augenklinik folgt im September 2026.

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Healthcare Holding Schweiz AG übernimmt Compet Medical AG in Schindellegi

Healthcare Holding Schweiz AG, ein führender Serviceanbieter und Distributor von Medizinaltechnik in der Schweiz, erweitert ihr Portfolio durch den Erwerb der Compet Medical AG. Healthcare Holding Schweiz wird von Winterberg Advisory und KKA Partners verwaltet. Healthcare Holding Schweiz AG hat die Compet Medical AG mit Hauptsitz in Schindellegi im Kanton Schwyz erfolgreich erworben. Compet Medical ist seit mehr als 30 Jahren ein spezialisierter Anbieter im Bereich Harm Reduction und versorgt Fachstellen, öffentliche Institutionen, Beratungsstellen und weitere Organisationen mit hochwertigen, benutzerfreundlichen Produkten für die sichere und hygienische Anwendung in niederschwelligen Versorgungsstrukturen.

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Dr. med. Samuel Schmid wird neuer Klinikleiter Orthopädie im Oberwallis

Das Spitalzentrum Oberwallis SZO ernennt Dr. med. Samuel Schmid per 1. Dezember 2026 zum Klinikleiter der Klinik Orthopädie / Traumatologie. Mit seiner ausgewiesenen fachlichen Expertise und langjährigen klinischen Erfahrung übernimmt er die medizinische und strategische Leitung der orthopädischen Versorgung im Oberwallis. Er tritt die Nachfolge von Dr. med. Andreas Ottersbach an, der sich für eine Frühpensionierung entschieden hat.

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Radiologie für Schwerelosigkeit: Neue Partnerschaft zwischen Bern und Berlin

Das Universitätsinstitut für Diagnostische, Interventionelle und Pädiatrische Radiologie des Inselspitals, Universitätsspital Bern und die Universität Bern gehen mit dem Zentrum für Weltraummedizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin eine neue Kooperation ein. Gemeinsam wollen die Partner medizinische Bildgebung für extreme Bedingungen weiterentwickeln – von der Schwerelosigkeit im All bis hin zu abgelegenen Regionen auf der Erde. Gleichzeitig soll die Kooperation den Forschungs- und Medtech-Standort Bern stärken.

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Neuer Chefarzt Radiologie am Spital Muri: Keivan Daneshvar übernimmt Leitung

Die Spitalleitung hat PD Dr. med. Keivan Daneshvar zum neuen Chefarzt Radiologie gewählt. Er tritt seine Funktion am 1. Dezember 2026 an und übernimmt die Nachfolge Dr. med. Dragoljub Pisteljic, der Ende 2026 in den wohlverdienten Ruhestand treten und seine Tätigkeit als Chefarzt Radiologie abgeben wird.

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KI erkennt Schmerzen künftig anhand kleinster Gesichtsbewegungen und Herzsignale

Forscher der Rutgers University messen Schmerzen künftig anhand winziger Gesichtsbewegungen, die selbst geübte Beobachter kaum wahrnehmen können. Eine speziell trainierte Software mit Künstlicher Intelligenz analysiert die Signale innerhalb weniger Sekunden. Das Forschungsteam um Elizabeth Torres und ihre Doktorandin Mona Elsayed verfolgt das Ziel, eine einheitliche Schmerzskala zu entwickeln. Da jeder Mensch eine unterschiedliche Schmerzschwelle besitzt, sollen körpereigene Signale künftig eine objektivere Bewertung ermöglichen.

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Weltweite Zunahme psychischer Erkrankungen belastet Wirtschaft und Gesellschaft

Fast 1,2 Milliarden Menschen leiden weltweit unter einer psychischen Erkrankung. Das sind fast doppelt so viele Betroffene wie noch 1990. Dieser starke Anstieg hat psychische Erkrankungen zur führenden Ursache von Behinderung gemacht, wie eine Studie des Institute for Health Metrics and Evaluation zeigt. Die Untersuchung wurde in Zusammenarbeit mit der University of Queensland durchgeführt. Demnach sind Personen zwischen 15 und 19 Jahren sowie Frauen überdurchschnittlich häufig betroffen.

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Alzheimer-Studie untersucht Schutzfaktoren für Denk- und Gedächtnisleistung

Ein gesundes Gehirn schützt die Denk- und Gedächtnisfähigkeiten vor den frühen Auswirkungen von Alzheimer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Murdoch University in Zusammenarbeit mit AdventHealth. Manche Menschen erhalten jedoch ein hohes Ausmass der geistigen Leistungsfähigkeit aufrecht, obwohl ihre Gehirne bereits frühe Anzeichen einer Erkrankung aufweisen. Daher wollten die Forscher wissen, wie es zu diesem Phänomen kommt. Umfassende Analyse Forschungsleiterin Kelsey Sewell von der Murdoch University und ihr Team haben untersucht, warum manche Gehirne resilienter sind als andere. Zudem haben die Experten analysiert, ob Faktoren wie die Bildung, der sozioökonomische Status und die Gesundheit des Gehirns einen Unterschied machen. Mit diesen Erkenntnissen könnten frühere und gezieltere Strategien zur Minimierung der Auswirkungen der Krankheit auf das Gedächtnis und die Denkfähigkeit entwickelt werden, heisst es.

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Forscher untersuchen wichtige Rolle von Immunzellen bei Krebs und Entzündungen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den Sonderforschungsbereich/Transregio (TRR) 332 „Neutrophile: Entwicklung, Verhalten und Funktion“ in einer zweiten Förderperiode mit rund 13 Millionen Euro. Am TRR 332 sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen massgeblich beteiligt. Die Forschenden untersuchen die bislang unterschätzte Vielfalt und Funktion von Neutrophilen – den häufigsten weissen Blutkörperchen. Lange galten diese Immunzellen als kurzlebig und funktionell einheitlich. Neue Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass Neutrophile zentrale Funktionen bei chronischen Entzündungen, Krebs und der Aufrechterhaltung gesunder Gewebe übernehmen.

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Studie: Häufige Restaurantbesuche erhöhen Risiko für Übergewicht

Der Besuch in Restaurants steht mit einer Gewichtszunahme und Fettleibigkeit in Zusammenhang. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter der Leitung der Universität Göttingen und der Universität Heidelberg. Dafür haben die Wissenschaftler repräsentative Umfragen aus 65 Ländern ausgewertet.

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Alternative zu Alzheimer-Medikamenten: Moderne Hirnstimulation zeigt Wirkung

Es herrscht nach wie vor ein deutliches Ungleichgewicht in der Bekanntheit der verschiedenen modernen Therapiewege bei Alzheimer, Parkinson, aber auch für Depressionen: Während die Hoffnungen auf die neuen Alzheimer-Antikörper wie Lecanemab oder Donanemab zunehmend Ernüchterung auslösen, entwickelt sich seit Jahren parallel ein völlig anderes, längst grosses medizinisches Feld in Neurologie und Psychiatrie – die verschiedenen Methoden der sogenannten nicht-invasiven Hirnstimulation. Doch obwohl längst tausende Studien, internationale Forschungsprogramme und etliche spezialisierte Zentren existieren, die diese Methoden erfolgreich anwenden, wissen Millionen Betroffene bis heute kaum etwas darüber.

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Biolumineszenz gezielt aktiviert: Algen leuchten durch einfache Chemie länger

Forscher der University of Colorado Boulder wollen den „Schalter“ für das biologische Leuchten und den Nährstoff, der es in Betrieb hält, gefunden haben. Als Leuchtmittel nutzen sie bestimmte Algen, die sie mithilfe einfacher chemischer Lösungen zum Leuchten bringen. Die Entdeckung ebnet den Weg für künftige Technologien wie autonome Roboter, die in dunklen Umgebungen operieren können, und lebende Sensoren zur Überwachung der Wasserqualität.

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Zürich stärkt Innovationsstandort mit fünf Schwerpunkten bis 2030 und 23 Mio. Franken

Der Regierungsrat will Innovationen schneller in die Anwendung bringen, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärken und Arbeitsplätze langfristig sichern. Er hat dazu basierend auf bisherige Handlungsfelder eine Strategie mit fünf Schwerpunkten festgelegt und einen Rahmenkredit von 23 Mio. Franken für die erste Umsetzungsphase beantragt. Der Kanton Zürich zählt zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Europas. Seine Innovationskraft beruht auf exzellenten Hochschulen, qualifizierten Fachkräften, einer vielfältigen Unternehmenslandschaft und stabilen politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Gleichzeitig nimmt der internationale Standortwettbewerb zu. Geopolitische Spannungen, Fachkräftemangel, Demografie, steigende Kosten für Forschung und Entwicklung sowie der zunehmende Subventionswettbewerb national und international setzen den Standort Kanton Zürich unter Druck.

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Regierungsrat wählt Verena Nold Rebetez in den Spitalrat des Universitätsspitals Zürich

Der Regierungsrat hat ein neues Mitglied für den Spitalrat des Universitätsspitals Zürich (USZ) gewählt. Mit Verena Nold Rebetez konnte eine Person mit einem ausgewiesenen Leistungsausweis in verschiedenen Führungspositionen auf operativer und strategischer Ebene im Schweizer Gesundheitswesen gefunden werden. Die Wahl steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch den Kantonsrat. Mit Medienmitteilung vom 5. Mai 2026 hat das USZ über die Ergebnisse und den Bericht der vom Spitalrat in Auftrag gegebenen unabhängigen Untersuchungskommission (UK 16–20) informiert. Der Bericht hat offengelegt, dass die Vorkommnisse in der Klinik für Herzchirurgie in den Jahren 2016 bis 2020 wesentlich gravierender waren, als dies in den früheren externen Untersuchungsberichten festgestellt worden ist. Im Vorfeld der Publikation des Berichts haben die drei während des Untersuchungszeitraums 2016 bis 2020 im Spitalrat vertretenen Mitglieder, Regula Lüthi, Franz Hoffet und Franziska Mattes, mitgeteilt, dass sie per sofort zurücktreten, um so den Weg zu bereiten, damit das USZ und insbesondere der Spitalrat als oberstes strategisches Führungsorgan unbelastet in die Zukunft gehen kann. Da der Spitalrat gemäss Gesetz aus mindestens fünf stimmberechtigten Mitgliedern bestehen muss, hat der Regierungsrat bereits jetzt ein neues Spitalratsmitglied gewählt.

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