Pflege

Berufe im Spital: Wer neben Ärzteschaft und Pflege Patienten betreut

Ein Spital funktioniert nur, weil zahlreiche Berufsgruppen gleichzeitig ineinandergreifen. Ärzte stellen Diagnosen und treffen medizinische Entscheidungen, Pflegefachpersonen begleiten Patienten durch einen grossen Teil des Aufenthalts. Daneben arbeiten Radiologiefachpersonen, Laborfachleute, Therapeuten, Apotheker, Fachpersonen Operationstechnik, Sozialberatung, Ernährungsberatung, Patiententransport und viele weitere Spezialisten daran, dass Untersuchung, Behandlung und Rückkehr in den Alltag überhaupt möglich werden. Viele dieser Berufe bleiben für Patienten nur während einzelner Termine sichtbar. Eine Blutprobe verschwindet im Labor, ein Medikament kommt scheinbar selbstverständlich auf die Station und eine CT-Untersuchung dauert vielleicht nur wenige Minuten. Hinter jedem dieser Schritte stehen jedoch ausgebildete Fachpersonen mit klaren Verantwortungsbereichen. Gerade moderne Spitalmedizin ist deshalb weniger die Leistung einzelner Berufsgruppen als das Ergebnis interprofessioneller Zusammenarbeit.

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Erste Hilfe auffrischen: Die wichtigsten Massnahmen bei typischen Notfällen

Ein medizinischer Notfall lässt wenig Zeit für lange Überlegungen. Entscheidend sind ein sicherer Überblick, der frühe Notruf und wenige Massnahmen, die korrekt ausgeführt werden. Bereits das Freihalten der Atemwege, Druck auf eine stark blutende Wunde oder eine sofort begonnene Herzdruckmassage kann die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken. Erste Hilfe beginnt mit dem Eigenschutz und folgt einer klaren Reihenfolge: Gefahren erkennen, Bewusstsein und Atmung prüfen, Hilfe alarmieren und die dringendste Störung behandeln. Praktische Kurse bleiben unersetzlich, weil Handgriffe unter Anleitung geübt werden müssen. Eine verständliche Auffrischung hilft jedoch, vorhandenes Wissen zu ordnen und gefährliche Irrtümer zu vermeiden.

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Dezibelangaben auf Geräten: Wie laut Maschinen tatsächlich sind

Eine Zahl wie 85, 96 oder 105 dB auf einem Gerät wirkt eindeutig. Trotzdem lässt sich daraus nicht immer direkt ablesen, wie laut die Maschine am Ohr einer Person ist. Auf Typenschildern und in technischen Daten stehen unterschiedliche akustische Kennwerte. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Schallleistungspegel und Schalldruckpegel. Wie hoch die tatsächliche Belastung ausfällt, hängt zudem von Abstand, Betriebszustand, Einsatzdauer und Umgebung ab. Eine Maschine kann im Freien deutlich weniger laut am Ohr ankommen als in einer kleinen Werkstatt mit harten Wänden. Wer Geräte vergleicht oder über Gehörschutz entscheidet, muss deshalb die Buchstaben neben der Dezibelzahl ebenso beachten wie den Zahlenwert.

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Gesunde Füsse: Schuhe, Belastung und Pflege bei langem Stehen

Wer im Verkauf, in der Pflege, in der Gastronomie, im Coiffeursalon oder in der Produktion arbeitet, verbringt oft viele Stunden auf den Beinen. Beschwerden entstehen dabei selten durch einen einzigen Faktor. Meist treffen langes unbewegtes Stehen, harte Böden, unpassende Schuhe, Zeitdruck und fehlende Erholungsphasen zusammen. Gesunde Füsse brauchen deshalb mehr als weiche Sohlen. Entscheidend sind Schuhe, die zur Fussform und zur beruflichen Gefährdung passen, ein Arbeitsplatz mit Haltungswechseln sowie eine einfache, regelmässige Pflege. Schmerzen, anhaltende Schwellungen, Gefühlsstörungen und Hautverletzungen sind keine normale Begleiterscheinung eines langen Arbeitstags und sollten gezielt abgeklärt werden.

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Thurmed greift nach Spital Wetzikon – Option auf 51-Prozent-Mehrheit

Beim finanziell angeschlagenen Spital Wetzikon zeichnet sich eine weitreichende Lösung ab. Die Thurgauer Spitalgruppe thurmed hat sich die Option gesichert, bis Ende 2027 eine Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent an der GZO AG zu übernehmen. Die Eigentümergemeinden und der Verwaltungsrat des Spitals haben dem Beteiligungsangebot zugestimmt. Bevor der Einstieg möglich wird, müssen allerdings noch die Gläubiger dem Nachlassvertrag zustimmen. Damit könnte das Spital Wetzikon künftig mehrheitlich von einer Spitalgruppe aus dem Kanton Thurgau kontrolliert werden. Vollzogen ist die Übernahme jedoch noch nicht. Zunächst stehen weitere finanzielle und betriebliche Prüfungen an.

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Entspannung für müde Augen: Wohltuende Pausen bei langer Bildschirmarbeit

Stunden am Computer können sich am Ende eines Arbeitstags deutlich bemerkbar machen: Die Augen fühlen sich trocken oder müde an, das Sehen wirkt zeitweise unscharf und manchmal kommen Kopfschmerzen hinzu. Solche Beschwerden werden häufig unter dem Begriff digitale Augenbelastung zusammengefasst. Ein wesentlicher Faktor ist die intensive Naharbeit. Beim konzentrierten Blick auf einen Bildschirm wird zudem weniger geblinzelt. Regelmässige Blickwechsel, kurze Pausen und ein sinnvoll eingerichteter Arbeitsplatz können die Augen entlasten, ohne den Arbeitsablauf grundlegend zu verändern. Entscheidend sind dabei keine komplizierten Augenübungen. Schon der wiederholte Blick in die Ferne unterbricht die dauernde Fokussierung auf den nahen Bildschirm. Bewusstes Blinzeln unterstützt die Verteilung des Tränenfilms. Auch Bildschirmabstand, Schriftgrösse, Beleuchtung und trockene Raumluft beeinflussen den Komfort. Wer Beschwerden trotz solcher Anpassungen regelmässig oder länger anhaltend bemerkt, sollte sie jedoch nicht einfach der Bildschirmarbeit zuschreiben: Sehfehler, trockene Augen und andere Ursachen können ähnliche Symptome hervorrufen.

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Zwischen Gesundheitsberuf und Handwerk: Urner Jugendliche starten ins Berufsleben

Im Sommer 2026 schlossen in Uri 379 Jugendliche die obligatorische Schulzeit ab. Rund 92 Prozent von ihnen – und damit leicht mehr als im Vorjahr – glückte der direkte Übergang in die Sekundarstufe II. Die Mehrheit der Jugendlichen gab an, bei der Lehrstellensuche beziehungsweise der Suche nach einer Anschlusslösung keinen oder nur geringen Druck verspürt zu haben. 379 Schülerinnen und Schüler zählen zum diesjährigen Abschlussjahrgang. Rund 92 Prozent von ihnen haben bereits eine direkte Anschlusslösung in der Sekundarstufe II gefunden; im Zentralschweizer Vergleich ist das ein Spitzenwert. Das zeigt die diesjährige Schulenderhebung der Abteilung Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung des Kantons Uri. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die sich für eine weiterführende allgemeinbildende Schule wie das Gymnasium oder die Fachmittelschule entschieden, liegt bei 22,7 Prozent – und damit im Bereich des langjährigen Durchschnitts. Nur vier Schülerinnen und Schüler hatten zum Stichtag noch keine Anschlusslösung gefunden.

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Bundesrat stärkt Hausarztmedizin und medizinische Grundversorgung in der Schweiz

Der Bundesrat hat die Prioritäten der Agenda Grundversorgung verabschiedet. Ziel ist es, den langfristigen Zugang zu einer qualitativ hochwertigen medizinischen Grundversorgung in der Schweiz sicherzustellen. Im Mittelpunkt stehen die Förderung des ärztlichen Nachwuchses sowie die Stärkung der hausärztlichen Versorgung durch neue Versorgungsmodelle und eine breitere Aufgabenverteilung. Die Agenda Grundversorgung wurde 2024 lanciert und gemeinsam mit rund 80 Organisationen und Akteuren des Gesundheitswesens weiterentwickelt. Ein Fachbericht definiert insgesamt 18 Massnahmen zur Sicherung der medizinischen Grundversorgung in der Schweiz.

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Roboter-Kaninchen Mia soll Einsamkeit lindern und Senioren emotional unterstützen

Das Roboter-Kaninchen „Mia“ soll die Betreuer in Seniorenheimen unterstützen und wird derzeit in Tagesstätten der Stadtverwaltung Madrid getestet, um Ältere mit kognitivem Verfall individuell und emotional zu stimulieren. Experten der Universidad Carlos III de Madrid (UC3M) haben dem kleinen künstlichen Wesen die Fähigkeit gegeben, auf natürliche und personalisierte Weise mit Menschen zu interagieren.

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Mini-Implantat SEED stimuliert Nerven gezielt und soll Schmerzen nachhaltig lindern

Mit der „Stimulating Electrode for Electroceutical Delivery (“SEED”)“ wollen Forscher der NYU Abu Dhabi und der Cleveland Clinic Abu Dhabi chronische Schmerzen und Bewegungsstörungen, die auf Nervenschäden zurückzuführen sind, therapieren. Dazu ist nicht einmal eine OP nötig, heisst es. Das Gerät, das so gross ist wie ein Samenkorn, wird minimalinvasiv mit einer Spritze injiziert. Es steuert die Nervenaktivität ohne Batterien oder Kabel und ermöglicht so eine einfachere und weniger invasive Methode zur Behandlung neurologischer Erkrankungen.

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Neues Polymermaterial könnte schwere Röntgenschürzen künftig überflüssig machen

Ein leichtes und flexibles Polymermaterial könnte künftig die schweren Röntgenschürzen ersetzen, die heute in Spitälern und medizinischen Einrichtungen zum Schutz vor Strahlung eingesetzt werden. Nach Angaben der University of Waterloo bietet das neu entwickelte Material einen vergleichbaren Schutz vor Röntgenstrahlung, reduziert das Gewicht der Schutzkleidung jedoch um nahezu 90 Prozent. Damit könnte die Belastung für medizinisches Fachpersonal deutlich sinken, da viele Beschäftigte aufgrund der schweren Schutzkleidung regelmässig über Rücken- und Nackenschmerzen klagen.

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Roche erhält Zulassung für neuen Test zur gezielteren Behandlung von Prostatakrebs

Roche hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung für einen neuen Diagnostiktest erhalten. Der Test hilft dabei, bei Patienten mit Prostatakrebs einen bestimmten biologischen Marker nachzuweisen. Dadurch kann festgestellt werden, ob eine gezielte Behandlung mit dem Medikament TRUQAP® infrage kommt. Der sogenannte VENTANA® PTEN (SP218) RxDx Assay ist der erste zugelassene immunhistochemische Begleittest zur Bestimmung eines PTEN-Verlusts bei Prostata-Adenokarzinomen.

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Nach fünfjähriger Sanierung: Marie-Colinet-Haus stärkt Medizin und Familienversorgung

Die Insel Gruppe hat das vollständig erneuerte Marie-Colinet-Haus heute im Beisein von Regierungsrat Pierre Alain Schnegg feierlich eröffnet. Innerhalb der bestehenden Gebäudehülle ist ein modernes Spital entstanden, das die Versorgung in der Frauenheilkunde, der Neonatologie und der Augenheilkunde nach modernsten Standards ermöglicht. Die Frauenklinik und die Neonatologie der Kinderklinik werden das Gebäude im August 2026 beziehen, die Augenklinik folgt im September 2026.

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Neuer Chefarzt Radiologie am Spital Muri: Keivan Daneshvar übernimmt Leitung

Die Spitalleitung hat PD Dr. med. Keivan Daneshvar zum neuen Chefarzt Radiologie gewählt. Er tritt seine Funktion am 1. Dezember 2026 an und übernimmt die Nachfolge Dr. med. Dragoljub Pisteljic, der Ende 2026 in den wohlverdienten Ruhestand treten und seine Tätigkeit als Chefarzt Radiologie abgeben wird.

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KI erkennt Schmerzen künftig anhand kleinster Gesichtsbewegungen und Herzsignale

Forscher der Rutgers University messen Schmerzen künftig anhand winziger Gesichtsbewegungen, die selbst geübte Beobachter kaum wahrnehmen können. Eine speziell trainierte Software mit Künstlicher Intelligenz analysiert die Signale innerhalb weniger Sekunden. Das Forschungsteam um Elizabeth Torres und ihre Doktorandin Mona Elsayed verfolgt das Ziel, eine einheitliche Schmerzskala zu entwickeln. Da jeder Mensch eine unterschiedliche Schmerzschwelle besitzt, sollen körpereigene Signale künftig eine objektivere Bewertung ermöglichen.

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Alzheimer-Studie untersucht Schutzfaktoren für Denk- und Gedächtnisleistung

Ein gesundes Gehirn schützt die Denk- und Gedächtnisfähigkeiten vor den frühen Auswirkungen von Alzheimer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Murdoch University in Zusammenarbeit mit AdventHealth. Manche Menschen erhalten jedoch ein hohes Ausmass der geistigen Leistungsfähigkeit aufrecht, obwohl ihre Gehirne bereits frühe Anzeichen einer Erkrankung aufweisen. Daher wollten die Forscher wissen, wie es zu diesem Phänomen kommt. Umfassende Analyse Forschungsleiterin Kelsey Sewell von der Murdoch University und ihr Team haben untersucht, warum manche Gehirne resilienter sind als andere. Zudem haben die Experten analysiert, ob Faktoren wie die Bildung, der sozioökonomische Status und die Gesundheit des Gehirns einen Unterschied machen. Mit diesen Erkenntnissen könnten frühere und gezieltere Strategien zur Minimierung der Auswirkungen der Krankheit auf das Gedächtnis und die Denkfähigkeit entwickelt werden, heisst es.

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Alternative zu Alzheimer-Medikamenten: Moderne Hirnstimulation zeigt Wirkung

Es herrscht nach wie vor ein deutliches Ungleichgewicht in der Bekanntheit der verschiedenen modernen Therapiewege bei Alzheimer, Parkinson, aber auch für Depressionen: Während die Hoffnungen auf die neuen Alzheimer-Antikörper wie Lecanemab oder Donanemab zunehmend Ernüchterung auslösen, entwickelt sich seit Jahren parallel ein völlig anderes, längst grosses medizinisches Feld in Neurologie und Psychiatrie – die verschiedenen Methoden der sogenannten nicht-invasiven Hirnstimulation. Doch obwohl längst tausende Studien, internationale Forschungsprogramme und etliche spezialisierte Zentren existieren, die diese Methoden erfolgreich anwenden, wissen Millionen Betroffene bis heute kaum etwas darüber.

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Exoskelett mit Hirnsteuerung gibt Gelähmten neue Hoffnung auf Mobilität

Mit einem von Gehirnströmen gesteuerten Exoskelett und einer sensorischen Rückmeldung der tatsächlich ausgeführten Bewegungen wollen Experten des California Institute of Technology und der Keck School of Medicine sowie der University of California Irvine Menschen mit Rückenmarksverletzungen oder anderen Krankheiten wieder gehen lassen. Als Testperson diente eine gelähmte 50-Jährige. Sie benötigte zehn Übungseinheiten, um mit dem Exoskelett sicher gehen zu können.

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