Ulrich Beck

Die Samwer-Brüder - Erfolgsstory oder Riesenblase? - Teil 1

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Die Einen feiern sie als geniale Unternehmer und als die kommenden Superstars der Online-Szene, die Anderen reden von einer grossen Blase. Oder noch schlimmer: Sie verachten und hassen sie. Die Rede ist von Marc (*1970), Oliver (*1973) und Alexander (*1975) Samwer, drei Brüdern aus Deutschland, und ihrer Firma Rocket Internet, die seit einigen Jahren die Online- und Internetmärkte weltweit aufmischt wie kaum eine andere. Zuletzt haben sie im Oktober 2014 grosse Aufmerksamkeit durch die Börsengänge von Rocket Internet und dem Online-Händler Zalando erregt. Die drei Brüder stammen aus einer angesehenen und wohlhabenden Familie. Der Vater Sigmar-Jürgen Samwer, Rechtsanwalt in der Domstadt Köln, vertrat u.a. den Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll sowie den ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Karl Carstens. Grossvater Adolf Franz Samwer sass im Bundestag und leitete viele Jahre die Deutsche Krankenversicherung. Der Urgrossvater Karl August Friedrich Samwer gründete die Gothaer Versicherung.

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Ölboom in den USA schwächt deren weltpolitische Gegner

Seit dem Sommer 2014 ist der Ölpreis an den internationalen Märkten um fast 25 Prozent gefallen. Auslöser und gleichzeitig Nutzniesser dieser Entwicklung sind die Vereinigten Staaten. Nicht nur, dass die Importe für sie deutlich billiger werden - ihre politischen Gegner wie Russland, Iran und Venezuela geraten mehr und mehr unter Druck, weil sie wichtige Einnahmen abschreiben müssen. Besonders stark betroffen sind Russland und seine Wirtschaft von den schrumpfenden Einkünften. Denn der Staat fährt etwa 40 Prozent seiner Erlöse mit Erdölexporten ein. Für das Jahr 2014 rechnete Moskau mit einem Durchschnittspreis von 104 Dollar pro Fass, Ende Oktober lag dieser aber bei weniger als 84 Dollar. Für Russland ist das nicht nur ein Ausfall in Milliardenhöhe, es erhöht auch massiv den Druck auf die Verantwortlichen, aus der starken Abhängigkeit von Öl-Ausfuhren herauszukommen. Es gibt Stimmen unter russischen Ökonomen, die behaupten, dass es einen Machtwechsel geben könnte, wenn der Ölpreis auf 75 Dollar pro Fass fällt und dort ein paar Jahre verharrt. In den westlichen Industrienationen hegt man die Hoffnung, dass der wirtschaftliche Druck Russland dazu bringt, sich in der Ukraine-Krise zu bewegen.

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Der Online-Händler Amazon plant erstes Ladenlokal in New York

Amazon wagt einen grossen Schritt in seiner 20-jährigen Geschichte: Laut Insider-Berichten will der Online-Händler noch vor Weihnachten 2014 ein Ladengeschäft in der amerikanischen Metropole New York eröffnen. Dies wäre der erste für Kunden begehbare Shop des Konzerns weltweit. Das Konzept sieht vor, dass einerseits Kunden dort ihre online bestellten Artikel abholen oder bei Nichtgefallen zurückgeben können. Andererseits soll ein kleines Lagerhaus eingerichtet werden, von dem aus ein begrenztes Sortiment an Waren noch am gleichen Tag innerhalb von New York ausgeliefert wird. Eine dritte Nutzungsmöglichkeit wäre die Ausstellung und Demonstration von hauseigenen Geräten wie Kindle-Tablets oder die Box Fire TV. Sollte das Modell Erfolg haben, könnte es auch auf andere grosse US-Städte ausgedehnt werden. Details über die Ladengrösse oder den genauen Eröffnungstermin sind noch nicht bekannt, auch nicht, ob das Experment ein dauerhaftes oder nur ein vorübergehendes ist.

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Irland will Steuerschlupfloch schliessen - das Aus für den "Double Irish" kommt

Global agierende Konzerne wie Apple haben viele Jahre lang von einer irischen Steuerspezialität, dem "Double Irish" profitiert. Nun aber will die Regierung dieses Loch schliessen, denn der internationale Druck ist mittlerweile zu hoch geworden. Die Liste ist der Profiteure ist lang: Microsoft, Intel, Facebook, Google und viele andere Unternehmen haben sich eines beliebten und recht einfachen Tricks bedient. Beispiel Google - Google Ireland Limited, die örtliche Niederlassung des Konzerns, reicht den grössten Teil ihres Umsatzes an eine andere Firma als Lizenzgebühren weiter, die Google Ireland Holdings. Diese ist zwar auf der Insel registriert, ihr Steuersitz liegt allerdings in der Abgabenoase Bermuda. Auf diese Weise muss das Unternehmen noch nicht einmal die sowieso schon niedrige irische Körperschaftssteuer in Höhe von 12,5 Prozent bezahlen. In konkreten Zahlen ausgedrückt heisst das: Google hat im Jahr 2013 mit seiner irischen Niederlassung einen Umsatz von 17 Milliarden Euro erwirtschaftet, aber nur 27,7 Millionen Euro an Steuern abgeführt. Es gibt noch ein ähnliches Konstrukt in Zusammenarbeit mit niederländischen Firmen, das "Dutch Sandwich".

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Geheimprotokolle: Die Zypern-Hilfe war innerhalb der EZB heftig umstritten

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Im März 2013 entschied der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB), die Insel Zypern mit einem Hilfspaket zu retten. Weil sich die heimischen Banken völlig verzockt hatten, stand das kleine Land kurz vor der Pleite. Die Mitglieder der Eurogruppe verhandelten damals an einem dramatischen Wochenende Tag und Nacht und gewährten am Schluss Kredite in Höhe von zehn Milliarden Euro. Nach aussen hin wurde Einmütigkeit über die Entscheidung demonstriert. Jetzt allerdings zeigen die vertraulichen Protokolle der Sitzungen, wieviel Streit es bei den Verhandlungen gab - und warum die Gegner der Bankenrettung gute Gründe hatten.

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Computerkonzern IBM stösst seine verlustreiche Chipsparte ab

International Business Machines, wohl besser bekannt als IBM, hat nach Insider-Berichten seine Halbleitersparte abgestossen, muss aber wohl noch über eine Milliarde Dollar draufzahlen. Abnehmer ist der weltweit zweitgrösste Auftragsfertiger Globalfoundries, nach dem auch Intel und die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) aus Taiwan im Gespräch waren, aber nicht zum Zuge kamen. Dass IBM schon seit Monaten versucht, die Produktion seiner Computerchips zu verkaufen, ist bekannt. Der Technologiekonzern fährt in diesem Segment seit Jahren Verluste ein. Andererseits will das Unternehmen weiterhin Prozessoren entwickeln. Noch im Sommer 2014 war die Rede von drei Milliarden Dollar an Investitionen innerhalb der nächsten fünf Jahre. Es ging vor allem darum, veraltete Anlagen zu modernisieren und insgesamt profitabler zu werden.

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Knitterfrei auf Geschäftsreise - eine kleine Typologie der Gepäckstücke

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Das Ziel heisst Hongkong, Paris, London, Mallorca? Ob Sie auf Geschäfts- oder Urlaubsreise gehen: Den ersten Stress können Sie vermeiden, wenn Sie vorab in Ruhe für Ihre Kleidung und andere wichtige Utensilien das richtige Gepäckstück wählen und einige Tipps zum Packen beherzigen. Für die Auswahl ist es auch nicht unwichtig, mit welchem Verkehrsmittel Sie reisen - Flugzeug, Eisenbahn oder Auto schaffen unterschiedliche Voraussetzungen dafür, was machbar ist oder nicht. Koffer packen: Für die einen ist es die reinste Qual, bei den anderen weckt es das Reisefieber. So oder so - es muss sein. Machen Sie es sich möglichst angenehm und beherzigen Sie unsere kleinen Tricks, damit Ihnen nicht schon vor der Reise der Spass verdorben wird.

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Samsung will WLAN ab 2015 massiv beschleunigen

Sie haben es vielleicht schon auf Konferenzen und in Meetings erlebt: Sie wollen während eines Statements per WLAN die eine oder andere Webseite öffnen, aber es dauert und dauert. Wenn es nach dem koreanischen Elektronikhersteller Samsung geht, sind diese Probleme ab 2015 Geschichte. Das Unternehmen hat eine neue Technologie für ein Super-WLAN angekündigt. Mit der nicht gerade einprägsamen Bezeichnung "Standard 802.11ad" will Samsung Datenübertragungsraten von bis zu 4,6 Gigabit pro Sekunde möglich machen. Das entspricht 575 Megabyte. Damit liesse sich ein Film von einem Gigabyte Grösse in drei Sekunden von Gerät zu Gerät übertragen. Zum Vergleich: Der aktuell schnellste Standard 802.11ac schafft im Einkanalmodus Übertragungsraten von maximal 866 Megabit bzw. 108 Megabyte pro Sekunde.

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Der Sanitärtechnik-Konzern Geberit will die finnische Sanitec kaufen

Der Sanitärtechnik-Konzern Geberit mit Hauptsitz in Rapperswil-Jona will den finnischen Konkurrenten Sanitec übernehmen und sich damit strategisch neu ausrichten. Der Kauf wird das Schweizer Unternehmen ungefähr 1,3 Milliarden CHF kosten. Mit 97 Schwedischen Kronen pro Aktie liegt das Angebot von Geberit fast 50 Prozent über der gegenwärtigen Notierung von Sanitec an der Börse. Geberit ist bislang als Europas grösster Produzent von Spülkästen und Rohren für den Sanitärbedarf bekannt. Sanitec dagegen ist auf Badspiegel, Waschbecken und Toiletten spezialisiert. Für die Schweizer bedeutet die grösste Übernahme ihrer Unternehmensgeschichte einen Einstieg in das Geschäft mit Sanitärkeramik und deshalb eine strategische Neuausrichtung.

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Kein Strom aus der Sahara - das Projekt Desertec wird beendet

Keine einzige Wolke am Himmel, stattdessen den ganz Tag Sonnenschein - das sind ideale Voraussetzungen, für die Gewinnung von Solarenergie. Die Idee von Desertec hatte einiges für sich, wollte das Unternehmen doch Strom vor allem in der Sahara und anderen Wüsten erzeugen und von dort nach Europa importieren. Insgesamt sollten ab dem Jahr 2050 etwa 15 Prozent des europäischen Strombedarfs damit gedeckt werden. Nachdem sich in der Vergangenheit schon mehrere grosse Unternehmen zurückgezogen hatten, ist das Projekt aber nach fünf Jahren Mitte Oktober 2014 endgültig gescheitert. Das Desertec-Konsortium bestand zuletzt aus 20 Gesellschaftern, 17 sind jetzt ausgestiegen, darunter die Münchner Rück, die Deutsche Bank und die Schweizer ABB. Übrig bleibt die Beratungs- und Dienstleistungsfirma Desertec Industrial Initiative (DII), der noch folgende Unternehmen angehören: die Energieversorger RWE (Deutschland), Acwa Power (Saudi-Arabien) und SGCC (China).

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Die Farbe des Goldes ist Weiss - zumindest in Bolivien

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Smartphones, Tablets, Elektroautos - ihr Betrieb ist ohne Batterien oder Akkus undenkbar. Diese wiederum sind in ihrer modernen Form undenkbar ohne das chemische Element Lithium. Wer über diesen Rohstoff in grosser Menge verfügt, kann jetzt und in Zukunft viel Geld damit verdienen. In Bolivien liegt das grösste bekannte Vorkommen der Welt offen zu Tage - in der Salzwüste Salar de Uyuni, auf der Hochebene im Südwesten des Landes. Aber bis heute wird es nicht abgebaut. Woran liegt das? 3'500 Meter über dem Meeresspiegel liegt der wunderschöne Salzsee. Es gibt keine Strassen, nur staubige Pisten. Ackerbau ist in dieser Höhe so gut wie unmöglich, die Menschen leben vom Salz und von Touristen, die die grösste Salzfläche der Welt besuchen wollen. In der Nähe von Uyuni gibt es übrigens das erste Hotel weltweit, das komplett aus Salz besteht.

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Der Franzose Jean Tirole bekommt den Wirtschaftsnobelpreis 2014

Eigentlich ist er gar kein "richtiger" Nobelpreis. Die weltweit renommierteste Auszeichnung für Ökonomen heisst "Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften" und wurde nicht von Nobel selbst gestiftet, sondern erst im Jahr 1968 von der Schwedischen Reichsbank. Im Allgemeinen wird aber kein Unterschied zu den übrigen Nobelpreisen gezogen. Die Fachwelt zeigte sich überrascht: Mit dem Franzosen Jean Tirole wurde zum ersten Mal seit 15 Jahren ein Forscher ausgezeichnet, der nicht aus den Vereinigten Staaten stammt. Tirole (61) lehrt an der Universität von Toulouse. Seine Schwerpunkte sind das Banken- und Finanzwesen, die industrielle Organisation und psychologische Aspekte in den Wirtschaftswissenschaften. Der Jury-Chef der Schwedischen Akademie der Wissenschaften, Tore Ellingsen, würdigte Tirole als "einen der grössten lebenden Ökonomen".

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Der Rubel rollt - für Russland allerdings in die falsche Richtung

Die russische Währung steht schon seit längerem unter starkem Druck. Seit dem Beginn der Ukraine-Krise hat er gegenüber dem Dollar etwa 18 Prozent an Wert verloren. Wesentliche Ursachen für den Kursverfall sind die Sanktionen der USA und der europäischen Staaten sowie die damit zusammenhängenden Probleme an Russlands Aktienmärkten. Allein im Oktober 2014 hat die russische Zentralbank mit massiven Interventionen in Höhe von sechs Milliarden Dollar versucht, die Talfahrt am Devisenmarkt abzufedern. Dies räumte die Chefin der Notenbank, Elvira Nabiullina, vor der Duma ein. Für diese Stützungsaktionen mussten die Devisenreserven genutzt werden. Gebracht hat die Aktion wenig. Im Verhältnis zum Euro steht der Rubel auf einem Rekordtief.

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Airbus und Boeing glauben an ein gigantisches Wachstum im Flugzeugbau

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Airbus, der europäische Flugzeugbauer, erwartet in den nächsten 20 Jahren mehr als eine Verdopplung der Maschinenzahl rund um den Globus. Derzeit sind rund 18'500 Flieger bei den Airlines weltweit unterwegs, kleinere Flugzeuge wie Firmen- oder Privatjets nicht mitgerechnet. In den nächsten zwei Jahrzehnten werden alle Hersteller zusammen etwa 31'400 Passagier- und Frachtflugzeuge ausliefern - mit einem Gesamtvolumen von 4,6 Billionen Dollar. Der Boeing-Konkurrent sieht die Entwicklung damit optimistischer als noch im Vorjahr, wo von 2'000 Stück weniger die Rede war. Nach den Schätzungen des zweitgrössten Flugzeugherstellers der Welt werden die Fluggesellschaften im Jahr 2033 etwa 37'500 Jets mit einer Kapazität von mehr als 100 Passagieren in Betrieb haben. Im Passagier-Bereich wird der Verkehr pro Jahr um 4,7 Prozent zunehmen. Bei Boeing ist man sogar noch zuversichtlicher. Der amerikanische Konzern, der seinen Hauptsitz in Chicago hat, stellte im Sommer 2014 die Prognose auf, dass in den nächsten beiden Dekaden 36'770 Maschinen in einem Gesamtwert von 5,2 Billionen Dollar ausgeliefert werden.

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Grossbank JP Morgan wird Opfer eines gigantischen Hackerangriffs

Die amerikanische Grossbank JP Morgan hat Anfang Oktober 2014 mitgeteilt, dass sie Opfer eines gigantischen Hackerangriffs geworden ist. Insgesamt wurden Daten von 83 Millionen Kunden gestohlen, darunter rund 76 Millionen Privathaushalte und 7 Millionen kleinere Unternehmen. Das ungeheure Ausmass der Attacke wird deutlich, wenn sich vor Augen hält, dass es in den Vereinigten Staaten nur etwa 122 Millionen Haushalte gibt. Der Angriff auf die Datensicherheit des Geldhauses erfolgte laut Medienberichten bereits im August 2014. Die Hacker erbeuteten Nutzerdaten wie Namen, Post- und E-Mail-Adressen sowie Telefonnummern. Auch seien interne Daten der Bank in Gefahr gewesen. Allerdings versicherte das Institut, dass Kontonummern, User-IDs, Passwörter, Geburtsdaten und Sozialversicherungsnummern unangetastet geblieben seien. In einer Mitteilung von JP Morgan an die Kunden heisst es, das hinterlegte Geld sei weiterhin sicher. Es gebe bislang keine Anzeichen für betrügerische Handlungen, die im Zusammenhang mit der Cyber-Attacke stünden.

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Swiss kündigt eine neue Strategie an - nicht ohne Risiko

Die Schweizer Airline Swiss hat Anfang Oktober 2014 eine neue Strategie angekündigt, um den Anforderungen der Zukunft gewachsen zu sein. Dazu gehören 22 neue Destinationen in Europa, die mit dem Start des Sommerflugplans 2015 von Zürich aus angeflogen werden sollen, sowie milliardenschwere Investitionen in den Ausbau und die Erneuerung der Flotte. Was auf den ersten Blick als positiv erscheint, ist nicht ganz ohne Risiko, denn das Europa-Geschäft fährt zur Zeit Verluste ein. Mit dem neuen Punkt-zu-Punkt-Traffic verstärkt Swiss den Marsch in Richtung touristischer Flugverkehr und bläst gleichzeitig zum Kampf gegen die Billig-Airline Etihad Regional. Auf drei neuen Strecken steht Swiss in direkter Konkurrenz zu dem arabischen Rivalen: Zürich-Dresden, Zürich-Leipzig sowie Genf-Lugano.

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Das Disneyland Paris steckt in finanziellen Schwierigkeiten

Was würde Dagobert Duck dazu sagen? Würde der alte Geizhals finanziell einspringen, wenn man ihn darum bäte? Die Frage wird wohl unbeantwortet bleiben. Sicher aber ist: Das Disneyland Paris steckt in argen Schwierigkeiten und benötigt dringend eine Geldspritze, um einen drohenden Konkurs abzuwenden. Die Euro Disney SCA hat deshalb Anfang Oktober 2014 eine Rekapitalisierung in Höhe von einer Milliarde Euro angekündigt. Im Jubiläumsjahr 2012 zum 20-jährigen Bestehen konnte Disneyland Paris einen Rekord von 16 Millionen Besuchern verzeichnen. Ein Jahr später waren es nur noch 14,9 Millionen, nach Ablauf des Geschäftsjahres 2014 im September sogar nur 14,2 Millionen Gäste. Allerdings schreibt der Freizeitpark schon seit einigen Jahren rote Zahlen und sitzt auf einem hohen Schuldenberg in Höhe von 1,75 Milliarden Euro.

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Trotz Unruhen in Hongkong - Schweizer Banken befürchten keine Probleme

Die Unruhen und Massendemonstrationen, die seit September 2014 Hongkong in den Schlagzeilen halten, beeinflussen und beeinträchtigen auch das Geschäftsleben der Metropole. Viele Mitarbeiter von Unternehmen können ihre Büros nicht erreichen oder bleiben gleich ganz zu Hause, um von dort aus zu arbeiten. Verschiedene Bankfilialen sind geschlossen. Trotzdem geht niemand davon aus, dass die derzeitige Situation langfristig negative Auswirkungen auf den Hongkonger Finanzdistrikt haben wird. Dies gilt auch für die in Hongkong ansässigen Schweizer Banken, darunter UBS, Credit Suisse, Vontobel und Julius Bär. UBS beispielsweise ist durch die Übernahme des Schweizerischen Bankvereins im Jahr 1998 praktisch seit 1964 in Hongkong vertreten - länger als jedes andere eidgenössische Institut - und wird von vielen Fernost-Kunden längst als asiatische Bank angesehen. Durch das integrierte Geschäftsmodell, sämtliche Dienstleistungen und Produkte in den Bereichen Investment Banking, Asset Management und Private Banking anzubieten, hat sich UBS eine hervorragende Stellung erarbeitet. Nicht umsonst verwaltet UBS in Asien Vermögen in Höhe von 245 Milliarden Dollar.

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