Janine El-Saghir

Flexible und mobile Arbeit in der Schweiz

[vc_row][vc_column][vc_column_text]In den Managementwissenschaften gilt flexibles und mobiles Arbeiten als Nonplusultra. Unternehmen, die entsprechende Möglichkeiten dafür bieten, sind besonders für junge Arbeitnehmer attraktiv. Wir geben einen Überblick darüber, wie es aktuell um die Arbeitsflexibilität in der Schweiz bestellt ist. Die Forderung nach Flexibilität, Mobilität und einer ausgeglichenen Work-Life-Balance hat Konjunktur – spätestens seit die Generation Y im Arbeitsleben angekommen ist und auch dort die Bedingungen und Werte fordert, mit denen sie aufgewachsen ist. In den Unternehmen treffen ihre Wünsche allerdings nicht auf breiter Front auf Gegenliebe. Trotzdem positionieren sich Schweizer Arbeitgeber in puncto Flexibilität im internationalen Vergleich recht gut.

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Schweizer Finanzbranche mit geringerem Personalbedarf

Der Finanzplatz Schweiz hat einen hohen internationalen Stellenwert. In vielen Bereichen gehört er zu den Weltmarktführern. Ebenso wichtig ist der Schweizer Finanzsektor als Arbeitgeber. Die derzeit eher verhaltene Konjunktur macht jedoch auch vor den Finanzdienstleistern nicht halt. Der Personalbedarf der Branche schwächt sich ab. Der Wertschöpfungsanteil der Schweizer Banken und Versicherungen an der Gesamtwirtschaft beläuft sich auf etwa 11 %. Rund 5,5 % aller Schweizer Arbeitnehmer sind im Finanzsektor beschäftigt. Im internationalen Vergleich bemerkenswert war, wie gut die Branche und ihre Mitarbeiter die letzte Krise überstanden haben. Die aktuellen Beschäftigungszahlen legen jedoch nahe, dass das Wettbewerbsumfeld in Europa auch auf den Finanzplatz Schweiz nicht ohne Einfluss bleibt.

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Macht in Unternehmen – relevant, jedoch von der Forschung ignoriert

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Machtgebrauch und -missbrauch spielen auch im Alltag von Unternehmen eine Rolle, in der ökonomischen Theorie wird dieser Fakt jedoch bisher weitgehend ignoriert. Der Unternehmensberater, Publizist und Volkswirtschaftsprofessor Torsten Oltmanns plädiert dafür, die Machtstrukturen in den Unternehmen transparent zu machen. Im Laufe seiner Karriere hat Oltmanns die offenen oder verdeckten Machtverhältnisse in vielen Organisationen miterlebt und analysiert. Dafür, sie zu erkennen und dafür zu sorgen, dass sie unternehmerische Prozesse nicht blockieren, sieht er das Management sowie die Personalabteilungen in der Pflicht. In einem Gastbeitrag für das Online-Portal "humanresourcesmanager.de" erläutert der Experte seine Sicht auf den Umgang mit Macht in Unternehmen.

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Führungskräfte: Die Feinde in der Chefetage

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Führung und die Rolle von Führungspersönlichkeiten waren in der öffentlichen Debatte lange positiv besetzt. Manager galten als "Macher", ihre Führungsqualitäten standen ausser Zweifel. Die letzte grosse Krise hat an diesem Image allerdings einiges geändert. In der öffentlichen Debatte spielt heute auch das Thema "feindliche Führung" eine Rolle. Nach dem Crash der New Yorker Investmentbank Lehman Brothers standen zunächst die Qualitäten der Top-Manager auf dem Prüfstand. Viele der früheren Stars fielen tief, einige von ihnen beschäftigen mit ihren Fehlleistungen noch heute die Gerichte. Inzwischen hinterfragen Managementexperten jedoch auch das Führungsverhalten auf den mittleren Ebenen der Unternehmenshierarchien.

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Recruiting: Das digitale Zeitalter erfordert neue Strategien

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Erfolgreiches Recruiting scheint den Unternehmen so schwer wie nie zuvor zu fallen. Viele Firmen klagen darüber, dass sie kaum noch geeignete Bewerber fänden, und fürchten, dass sie angesichts des Fachkräftemangels bald auf der Verliererseite stehen. Oft verfolgen sie jedoch auch falsche Recruiting-Strategien. Mit der Generation Y kommen anspruchsvolle Bewerber auf den Arbeitsmarkt. Oft können sie zwischen verschiedenen Arbeitgebern wählen. Den neuen Wettbewerb um die besten Köpfe und Talente gewinnen jene Unternehmen, deren Recruiting sich an der Lebensrealität und den Werten der potenziellen Mitarbeiter orientiert.

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B2B-Geschäft: Verkäufer in der Krise

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Verkauf im B2B-Bereich ist ein sensibles Thema: Verkäufer treffen auf qualitäts- und preisbewusste Kunden, die genau wissen, was sie wollen. Eine aktuelle Studie legt nahe, dass die Professionalität von B2B-Verkäufern immer mehr zu wünschen übrig lässt. Die Ergebnisse der Untersuchung sind kürzlich im "Harvard Business Manager" erschienen. Die beiden Studienautoren – Phil Kreindler und Gopal RajGuru – sind erfahrene Consultants. Ihr Beratungsunternehmen Infoteam in der Kantonshauptstadt Zug hat sich seit dem Beginn der 1990er-Jahre auf die Verkaufsoptimierung im B2B-Bereich spezialisiert. Für ihre Untersuchung haben sie 300 Einkäufer befragt, die pro Jahr für mindestens 75’000 Euro Produkte oder Dienstleistungen erwerben. 45 % von ihnen waren unzufrieden mit den Leistungen der Verkäufer. In einer früheren Studie aus dem Jahr 2004 sahen nur 18 % der Befragten den Service der Verkäufer kritisch.

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Generation Y – angepasst, bieder und wenig kreativ?

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der Generation Y werden viele Eigenschaften zugeschrieben. Ihre Vertreter gelten als anspruchsvoll und nonkonform, sollen mehr Leichtigkeit in die Unternehmen bringen und auf lange Sicht die Arbeitswelt grundlegend verändern. Ein aktuelles Buch räumt jetzt mit diesem Mythos auf – die Frage ist jedoch, ob diese Kritik berechtigt ist. Die Bonner Politikwissenschaftlerin und Journalistin Christiane Florin bescheinigt den Millenials in ihrem kürzlich erschienenen Buch "Warum unsere Studenten so angepasst sind" Pragmatismus, Biederkeit und mangelnde Kreativität. Die Autorin formuliert darin eine Fundamentalkritik an den Studenten. Welche Rolle die Hochschulen, der Bologna-Prozess und die Erwartungen potenzieller Arbeitgeber dabei spielen, verliert sie völlig aus dem Blick.

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Baseler Chemiekonzern Clariant: Grosse Zukunft in den USA?

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der Chef des Schweizer Chemiekonzerns Clariant, Hariolf Kottmann, sieht für sein Unternehmen in den USA eine grosse Zukunft. Der Grund dafür sind der Schiefergasboom und die daraus resultierenden günstigen Energiepreise in den Vereinigten Staaten. Ein Wegzug aus Basel kommt für das Unternehmen trotzdem nicht in Frage. Kottmanns Wortmeldung ist jedoch exemplarisch für ein Dilemma, vor dem in Europa nicht nur Schweizer Firmen stehen. Gegenüber dem "Tagesanzeiger" sprach der Clariant-CEO von "Goldgräberstimmung" in den USA, auch Asien sei für die chemische Industrie ein "heisses Pflaster". Er sei überzeugt, dass die chemische Industrie sich in Nordamerika wieder in viel grösserem Masse etablieren werde als bisher. Die aktuellen Energiepreise in Europa hemmen dagegen grössere Investitionen.

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WEF-Ranking: Erneut Bestnote für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz

[vc_row][vc_column][vc_column_text]In den Rankings zur Wettbewerbsfähigkeit der verschiedenen Staaten erhält die Schweiz traditionell sehr gute Noten. Die aktuellste Bewertung stammt vom World Economic Forum (WEF): Die Schweiz führt dieses Ranking nun seit sechs Jahren in Folge an. Die Organisation warnt jedoch davor, dass sich dies durch den Fachkräftemangel künftig ändern könnte. Wie bereits in den vergangenen Jahren profitierte die Schweiz in der WEF-Bewertung von ihrer Innovationsfähigkeit, der Transparenz ihrer Institutionen sowie der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen privatem und öffentlichem Sektor. Der Wettbewerbsbericht des WEF bescheinigt den Eidgenossen ausserdem eine gut ausgebaute Wirtschaft, ein exzellentes Bildungssystem und einen effizienten Arbeitsmarkt als weitere ökonomische Erfolgsfaktoren.

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General Electric und Alstom: Perspektivisch drei Joint Ventures

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Das Tauziehen um das französische Unternehmen Alstom hat Monate gedauert. Gewonnen hat den Bieterwettstreit schliesslich der US-amerikanische Konzern General Electric (GE), der die Energiesparte von Alstom übernimmt – die Amerikaner haben sich gegen eine Allianz aus Siemens und Mitsubishi durchgesetzt. Den Ausschlag hat am Ende wohl gegeben, dass der französische Staat sich durch die GE-Option eine wichtige Rolle bei Alstom sichern konnte. In den nächsten 20 Monaten kann er 20 % der Alstom-Anteile erwerben. Bis dahin leiht ihm der bisherige Alstom-Grossaktionär Bouygues sein 20-%-Aktien-Paket und sichert Paris damit sein Stimmrecht sowie einen Sitz im Alstom-Verwaltungsrat.

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Schweizer Führungskräfte: Zu wenige Talente und zu viel Zeitdruck sind grösste Sorgen

Schweizer Kader sehen Zeit- und Innovationsdruck sowie den schwindenden Talentpool als die grössten Herausforderungen in ihrer Arbeit. Laut einer aktuellen Umfrage nimmt vor allem der politische Diskurs auf ihre Probleme zu wenig Rücksicht. Ihre Konsequenz daraus: Für die Durchsetzung ihrer Interessen bräuchten auch Führungskräfte eine Lobby. Die Studie wurde von der Kalaidos Fachhochschule Zürich und der Schweizer Kader Organisation (SKO) durchgeführt. Befragt wurden dafür 1300 Führungskräfte und Personal-Experten in Schweizer Unternehmen. Sie ist damit die grösste einschlägige Untersuchung in der Schweiz und gleichzeitig der Auftakt für ein "Leadership-Barometer", das die Arbeit von Führungskräften regelmässig empirisch untersucht sowie praktische Lösungen für aktuelle und langfristige Herausforderungen aufzeigt.

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Erhält das Bankgeheimnis qua Volksinitiative demnächst Verfassungsrang?

Durch die Einführung des Automatischen Informationsaustausches (AIA) zwischen den diversen nationalen Steuerbehörden und den Banken ab 2017 steht das Schweizer Bankgeheimnis faktisch vor dem Ende. Die SVP will diesen Status nicht auf sich beruhen lassen, sondern dem Bankgeheimnis durch eine Volksinitiative Verfassungsrang verleihen. Selbst die Finanzbranche sieht diese Pläne kritisch. Nach der Zuwanderungsinitiative nun das Bankgeheimnis – für populistische Initiativen hat die SVP ein Faible. Der SVP-Nationalrat und Banker Thomas Matter reicht demnächst 100’000 Stimmen ein, die das Zustandekommen seiner Initiative "Ja zum Schutz der Privatsphäre" garantieren werden. Bei einem positiven Abstimmungsergebnis müsste das Bankgeheimnis in der Bundesverfassung verankert werden. Der Nachfolger von SVP-Nationalrat Christoph Blocher kann damit einen ersten politischen Erfolg für sich verbuchen. Bis zum Einreichen der Unterschriftenbögen in Bern hat Matter formal bis zum 6. Dezember 2014 Zeit, die Übergabe der Unterschriften soll jedoch schon in wenigen Wochen erfolgen.

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EZB: Weitere Zinssenkung in der Euro-Zone

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Leitzins völlig überraschend weiter abgesenkt. Noch am Morgen vor der Ratssitzung erwarteten die meisten Ökonomen keine Veränderungen der Zinsen. Die Leitzinssenkung soll von grossangelegten Wertpapierkäufen begleitet werden, um die Wirtschaft in der Euro-Zone anzukurbeln. Der EZB-Leitzins erreicht damit das Rekordtief von 0,05 Prozent, nachdem er seit Juni 2014 bei 0,15 Prozent gelegen hatte. Die europäischen Währungshüter reagieren mit der Zinssenkung auf die Gefahr einer Deflationsspirale. Die niedrigen Zinsen sollen billiges Geld in die europäische Wirtschaft pumpen, die Konjunktur verbessern und hierdurch auch einen Preisanstieg bewirken. Den Einlagenzins, zu dem die Banken bei der EZB kurzfristig Gelder parken können, senkte die EZB von -0,1 auf -0,2 Prozent.

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OECD: Keine Entwarnung für die Arbeitsmärkte

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihren "Employment Outlook 2014" – die jährliche Untersuchung der Beschäftigungssituation in ihren 34 Mitgliedsländern – präsentiert. In den fünf Kapiteln des Berichts geht es vor allem um die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise für die Arbeitsmärkte. In vielen Ländern sind weder die aktuelle Beschäftigungssituation noch die Prognosen für die Zukunft positiv. In den OECD-Ländern waren demnach im Juni 2014 bei einer Arbeitslosenquote von 7,3 % 45 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter ohne Arbeitsplatz – fast zwölf Millionen mehr als im letzten Vorkrisenjahr. Mit grösseren Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt rechnet die OECD offensichtlich nicht – die prognostizierte Arbeitslosenquote 2015 liegt bei 7,1 %.

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Fachkräftemangel im technischen Bereich: Die Probleme fangen in der Schule an

In der öffentlichen Debatte in der Schweiz beansprucht der drohende Fachkräftemangel immer grösseren Raum. Nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Politik ist alarmiert. Aus der Perspektive der IT- und Technik-Branche beginnen die Probleme bereits im Bildungswesen: Die Schulen vermitteln oft nicht genügend Wissen für eine IT- oder Ingenieurskarriere. Die Softwarefirma Ergon Informatik mit dem Standort Zürich zählt im IT-Bereich zu den einheimischen Stars. 2012 wurde sie mit dem "Swiss Arbeitgeber Award" als bester Arbeitgeber in der Branche ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt das Unternehmen auch einen Preis als bester Lehr- und Ausbildungsbetrieb für IT-Fachkräfte. Ergon Informatik müsste also eigentlich für Fachkräfte und Auszubildende besonders interessant sein und keinerlei Probleme haben, talentierte Mitarbeiter anzuziehen. Die Realität sieht jedoch anders aus: Das mittelständische Unternehmen hat, ebenso wie viele andere technikorientierte Firmen auch, Schwierigkeiten, qualifizierte Arbeitskräfte zu finden.

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Fachkräftemangel: Frauen sollen die Lösung bringen

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Seit dem Votum zur Masseneinwanderung befürchten viele Unternehmen noch grössere Schwierigkeiten bei der Mitarbeitersuche. Aus dem Wirtschaftsministerium kommen jetzt konkrete Pläne, das zu ändern. Die Realisierung eines Massnahmenkatalogs im Hinblick auf Steuerreformen, mehr qualifizierte Teilzeitjobs sowie Ganztagesbetreuung für Kinder soll dafür sorgen, dass mehr Frauen in die Firmen kommen. Dass es der Schweizer Wirtschaft an Fach- und Führungskräften mangelt, ist an sich nichts Neues. Die Fachkräfteinitiative des Bundes und der Kantone gibt es bereits seit dem vergangenen Jahr. Ihre Zielstellung besteht darin, angesichts der demografischen Entwicklung in Europa das Schweizer Potenzial an Fachkräften so optimal wie möglich auszuschöpfen.

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SNB: Das wirtschaftliche Umfeld für die Schweiz wird schlechter

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Die Schweizerische Nationalbank (SNB) sieht das wirtschaftliche Umfeld deutlich pessimistischer als noch in der Jahresmitte. Ihre Wirtschaftsprognosen für die Schweiz wird sie möglicherweise nach unten korrigieren. In einem ausführlichen Interview mit der "NZZ am Sonntag" sprach SNB-Präsident Thomas Jordan über die Ursachen für diesen Perspektivwechsel. Jordan war gerade von einer Reise in die USA zurückgekommen. In Jackson Hole im US-Bundestaat Wyoming treffen sich traditionell die wichtigsten internationalen Notenbanker. Auch die Debatten und Analysen des hochkarätig besetzten "Wirtschaftsorakels" dürften sich in Jordans Ausblick auf die wirtschaftliche Zukunft niederschlagen. Der SNB-Präsident betont, dass sein Haus alles unternehmen werde, um für monetäre Stabilität in der Schweiz zu sorgen. Als problematisch erweisen sich vor allem das Niedrigzinsumfeld, die Dynamik des Immobilien- und Hypothekenmarktes sowie die Deflationsgefahr.

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Droht der Schweiz ein massiver Arbeitskräftemangel?

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Wenn von den Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt die Rede ist, geht es in der öffentlichen Diskussion meist um den befürchteten Mangel an Fach- und Führungskräften. Die Problematik betrifft jedoch den gesamten Arbeitsmarkt. Laut einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) werden in der Schweiz im Jahr 2020 insgesamt 430’000 Arbeitskräfte fehlen, ein Jahrzehnt später werden es knapp 900’000 sein. Schon heute ist die Schweiz das einzige Land in Europa, das seinen Bedarf an Arbeitskräften nicht aus inländischen Ressourcen decken kann. Tagtäglich pendeln 260’000 Menschen über die Schweizer Grenzen. Hinzu kommen die ausländischen Arbeitskräfte, die sich für einen Wohnsitz in der Schweiz entscheiden. Die BCG-Studie macht nun deutlich, in welchem Masse sich der Mangel an Arbeitskräften in den kommenden 15 Jahren verschärfen wird. Das Staatssekretariat für Wirtschaft erhebt zwar keine eigenen Daten über den Arbeitskräftemangel, hält die Studienergebnisse jedoch für plausibel.

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