Handel

Credit Suisse-Übernahme: FDP begrüsst das rasche Handeln

Die UBS hat heute die Credit Suisse (CS) übernommen. Angesichts der dramatischen Entwicklungen der letzten Tagen war dieser Entscheid notwendig, um grossen Schaden für den Schweizer Finanz- und Wirtschaftsstandort abzuwenden. Was mit der CS passiert ist, ist eine Schande für die Schweiz. Die Schweiz und ihr Finanzplatz leben vom Vertrauen der Akteure. Dieses gilt es wiederherzustellen. Das Management der CS hat seit der Finanzkrise von 2008 seine Hausaufgaben nicht gemacht und steht in der Verantwortung.

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Gelassenheit weicht der Angst

Fed-Präsident Powell und seine Kolleginnen und Kollegen sprechen schon lange von der Notwendigkeit weiterer Zinserhöhungen. So richtig ernst nahmen die Finanzmärkte sie jedoch nicht. Sollen sie doch die Zinsen im ersten Quartal noch etwas erhöhen, aber dann geht es ab dem Sommer mit raschen Zinssenkungen weiter, so die Marktmeinung. Die SNB sagt bei jeder sich bietenden Gelegenheit, dass die Inflation in der Schweiz zu hoch sei und die Gefahr von Zweirundeneffekten gross ist. Dennoch gingen fast alle Analysten davon aus, dass bei einem Leitzins von 1.25% oder dann spätestens bei 1.50% mit Zinserhöhungen der SNB Schluss ist.

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Kõu Mobility Group kauft Ampler Bikes

Ampler und die Kõu Mobility Group gaben heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt, dass die beiden in Estland ansässigen Unternehmen ihre Kräfte bündeln werden, um ihre Position in der Mikromobilitäts-Branche zu stärken und das emissionsfreie Pendeln weiterhin für alle zugänglich zu machen. Die beiden Unternehmen haben einen Investitions- und Aktientauschvertrag unterzeichnet, der die Kõu Mobility Group zum neuen Hauptanteilseigner von Ampler macht. Ampler wird neben Comodule, Äike und Tuul zu einem der Geschäftsbereiche der Gruppe und wird sich weiterhin auf die Entwicklung, Produktion und den Verkauf von leichten Elektrofahrrädern konzentrieren.

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Coop weist starkes Umsatzwachstum im Jahr 2022 und stabilen Gewinn aus

Coop wuchs im abgelaufenen Jahr kräftig und erzielte einen Umsatz von CHF 34,2 Milliarden. Dies entspricht einer Zunahme von 7,3 %. Kostensteigerungen von rund CHF 250 Millionen wurden zu Lasten des Gewinns selbst getragen und nicht an die Kundinnen und Kunden weitergegeben. Der Gewinn lag mit CHF 562 Millionen leicht über dem Vorjahr und wird vollumfänglich in das Unternehmen reinvestiert. Sowohl die Sparte Detailhandel als auch Grosshandel / Produktion legten im Umsatz klar zu. Der Detailhandel wuchs um CHF 304 Millionen auf CHF 19,9 Milliarden, der Bereich Grosshandel / Produktion um über CHF 2 Milliarden auf CHF 15,7 Milliarden.

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Die Richtung stimmt, das Tempo nicht

Die Stimmung an den Aktienmärkten könnte fast nicht besser sein. Die Fed und die EZB erhöhen den Leitzins, die Aktien feiern jedoch vage Andeu- tungen von Jerome Powell und Christine Lagarde, dass ein Ende der Zinserhöhungen absehbar sein könnte. Der Swiss Performance Index hat in diesem Jahr 6% zugelegt, seit dem Tief im letzten September sind es 12%. Er liegt damit noch 13% unter dem Allzeithöchst zu Beginn des letzten Jahres. Der deutsche DAX ist seit Anfang Jahr gar 11% und seit dem September satte 27% gestiegen. Mit einer Lücke von 6% hat er das historische Höchst in Griffweite. Der technologielastige Nasdaq ist schon 15% im Plus, liegt damit aber immer noch 26% unter seinem Höchststand.

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Migros stärkt mit einer Beteiligung an Revendo die Kreislaufwirtschaft

Sparrow Ventures, der Venture Builder und Wachstumskapitalgeber der Migros-Gruppe, beteiligt sich am Schweizer Start-up Revendo. Innerhalb eines Jahrzehnts ist es dem Jungunternehmen gelungen, ein florierendes Business hochzuziehen und sich hierzulande als Nummer eins für gebrauchte elektronische Geräte zu positionieren. Ein Onlineshop, zehn eigene Stores sowie 140 Angestellte lautet die Erfolgsbilanz. Die Migros glaubt an das Potenzial von nachhaltig zirkulären Geschäftsmodellen und setzt mit dem Kauf von Anteilen an Revendo ein Zeichen für die Kreislaufwirtschaft. Revendo zielt mit dem sogenannten Upcycling-Konzept darauf ab, die Lebensdauer von Computern und Smartphones zu verlängern und damit Elektromüll und Ressourcenverschwendung zu reduzieren. Das Basler Jungunternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, gebrauchte Elektrogeräte von Privatpersonen und Firmen zu kaufen und diese für die weitere Nutzung aufzubereiten. Bei Bedarf werden sie mit Ersatzteilen ausgestattet oder repariert, bevor sie wieder in den Verkauf gelangen. Alle Daten werden davor vollständig und professionell gelöscht.

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Keine vorzeitige Entwarnung bei der Inflation

Die Finanzmärkte bejubeln jede Inflationszahl, die tiefer ausfällt als diejenige des Vormonats, auch wenn sie auf einem Niveau ist, das noch vor zwei Jahren als Katastrophe und Enteignung des Sparers beklagt worden wäre. Das gilt für die 6.5% in den USA und erst recht für die 8.6% in Deutschland, etwas weniger für die 2.8% in der Schweiz. Die Kapitalmärkte reagieren mit sinkenden Renditen, als sei die Inflation in den Schrank der Geschichte verbannt worden. Die Renditen für 10-jährige Staatsanleihen von 1.2% in der Schweiz oder von angesichts der hohen Inflation mickrigen 2.2% in Deutschland sprechen Bände. So schnell wird die Inflation aber nicht auf das erträgliche und von den Zentralbanken angestrebte Niveau zurückfallen. Die Zusammensetzung der Preissteigerungen hat sich in den letzten Monaten verändert. 2021 und zu Beginn des letzten Jahres wurde der Anstieg der Inflation fast ausschliesslich durch höhere Energiepreise und durch industrielle Produkte wie denjenigen aus dem Baumarkt getrieben. Seither hat deren Einfluss abge- nommen und wurde durch höhere Preise im Dienstleistungssektor, beispiels- weise Restaurants, ersetzt. Bei Dienstleistungen spielen die Löhne eine entschei- dende Rolle. Eine rasche Abnahme des Lohndruckes ist angesichts der immer noch angespannten Arbeitsmärkte aber nicht zu erwarten.

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Brack.ch-Mutterkonzern Competec legt 2022 weiter zu

Inflation, Krieg, erschütterte Lieferketten: Competec gelingt es auch im Ausnahmejahr 2022, weiter zu wachsen. Die Handelsgruppe, zu der der Grosshändler Alltron und der Online-Fachhändler BRACK.CH gehören, erzielt 4,1 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr. 2022 hat Competec einen konsolidierten Gruppenumsatz von 1,17 Milliarden Franken erzielt. Gegenüber dem Vorjahresumsatz bedeutet das ein Wachstum von knapp 50 Millionen Franken. Damit wächst die Handelsgruppe etwas langsamer als in den Jahren vor Corona. "Wir sind in einem anspruchsvollen Markt und einem herausfordernden Jahr weiter gewachsen. Wir konnten unsere Marktposition dank grossem Engagement aller Mitarbeitenden vielerorts stärken", erklärt Martin Lorenz, CEO der Competec-Gruppe. Das Umsatzwachstum über die gesamte Firmengruppe macht 4,1 Prozent aus. Zulegen konnte Competec am meisten im strategischen Wachstumsfeld Geschäftskunden, teilweise durch die Akquisition des Geschäftsbedarf-Anbieters Schoch Vögtli. Die Konsumstimmung, die gegenüber den beiden ausserordentlichen Pandemie-Jahren etwas schlechter ausgefallen ist, hat dem Umsatzwachstum im Privatkundensegment gleich in zweifacher Hinsicht Grenzen gesetzt: Einerseits bei Competecs Endverbraucherkanälen wie BRACK.CH, andererseits indirekt – über denjenigen Teil der Alltron- und Jamei-Handelspartner, die ihrerseits wiederum Konsument/innen beliefern.

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Die Aktienmärkte sind auf der Suche nach positiven Argumenten

Trotz einem guten Start ins neue Jahr sind die Aktienmärkte anfällig auf rasche Stimmungswechsel. Das ist nicht weiter verwunderlich. Zuerst müssen die psychologischen Schläge des letzten Jahres verarbeitet werden. Gleichzeitig harren noch einige Risiken und Probleme ihrer Lösung und die Sorge vor dem Unbekannten der Zukunft ist nach wie vor gross. Dennoch ist die Ausgangslage für ein positives Aktienjahr 2023 nicht schlecht. Damit es zu einer nachhaltigen Trendwende zum Besseren kommt, müssen aus meiner Sicht mehrere Faktoren stimmen. Am wichtigsten ist die Entwicklung bei der Inflation. Diese wird sich hartnäckig auf einem hohen Niveau halten. Entscheidend wird jedoch sein, dass der Trend nach unten zeigt. Das betrifft vor allem die Kerninflation ohne die Energie- und Nahrungsmittelpreise. Diese wird in den vom Dienstleistungssektor geprägten Volkswirtschaften der Industrieländer zum grossen Teil von den Löhnen geprägt. Sinkende Inflationsraten, auch wenn sie nur langsam sinken, geben den Zentral- banken die nötige Handlungsfreiheit, ihren Zinserhöhungszyklus zu beenden.

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Die Post verteilte 22 Millionen Pakete zwischen Black Friday und Weihnachten

Die Zeit zwischen Black Friday und Weihnachten ist jeweils die Paket-Hochsaison des Jahres. Die Mitarbeitenden der Post leisten einen regelrechten Kraftakt, die Sortiermaschinen laufen fast ununterbrochen. Auch dieses Jahr verarbeitete die Post seit Ende November fast täglich eine Million Pakete: Rund 22 Millionen Pakete haben die Pöstlerinnen und Pöstler in der Vorweihnachtszeit zugestellt. Das sind rund 6 Prozent weniger als in derselben Periode im Vorjahr. Die Gründe für den Rückgang sind etwa die gedrückte Konsumentenstimmung oder die aufgehobenen Corona- Massnahmen. In derselben Zeit verarbeiteten die Sortieranlagen täglich knapp 14 Millionen Briefe. Seit dem 24. Dezember läuft ausserdem zum 26. Mal die Aktion „2 x Weihnachten“ zugunsten armutsbetroffener Menschen im In- und Ausland.

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Krieg und strauchelnder Kryptomarkt bremsen Start-up-Branche aus

Krieg gegen die Ukraine, steigende Preise, Katerstimmung am Kryptomarkt: Die Bündelung an Krisen trifft auch die Schweizer Start-up-Branche. So wurden im zu Ende gehenden Jahr rund 1.44 Prozent weniger Unternehmen neu in das Schweizer Handelsregister eingetragen als im Vorjahr. Die rückläufige Entwicklung zeigt sich über alle Regionen hinweg, wobei sich der Kanton Zürich mit einem leichten Plus von 2.82 Prozent vergleichsweise gut gehalten hat. Das geht aus den Erhebungen der Online-Plattform STARTUPS.CH hervor. Für 2023 ist angesichts des unsicheren Umfelds weiterhin mit einer verhaltenen Entwicklung zu rechnen. An die Redaktionen: Bei Angabe der Quelle STARTUPS.CH bitte auf die korrekte Schreibweise achten und das „S“ am Ende nicht vergessen, danke.

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Umfrage: Höhere Preise und Krieg trüben Stimmung

Es ist Adventszeit und viele Innenstädte erstrahlen im Weihnachtslicht. Allerdings ist für einen Grossteil der Schweizer Bevölkerung aktuell weniger mehr. So sind 76 Prozent der Meinung, dass Shops weniger Weihnachtslichter leuchten lassen sollten oder dies weniger lang. Und wie gross ist die Freude auf die Festtage angesichts der zahlreichen Krisen? Es sind vor allem Geldsorgen und der Krieg gegen die Ukraine, die die Stimmung drücken. Das sagen 34 respektive 28 Prozent. Geshoppt wird gleichwohl und zwar vor allem in der Schweiz, wie die neue, repräsentative Umfrage von Marketagent.com Schweiz ergeben hat.

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Die Woche der Zinswahrheit

Schlag auf Schlag folgen sich am Mittwoch und am Donnerstag die geldpolitischen Entscheide der Fed, der SNB, der Bank of England und zum Abschluss der EZB. Von allen wird ein weiterer Zinsschritt nach oben erwartet. Da hört die Einigkeit aber auch schon auf. Bei der Frage, wie stark die Zinsen noch angehoben und welche Signale für die Zukunft ausgesandt werden, gehen die Einschätzungen weit auseinander. Von deutlich höheren Zinsen bis hin zu vor der Tür stehenden Zinssenkungen ist alles vertreten. Die Ausgangslage der verschiedenen Zentralbanken ist unterschiedlich. Die Fed hat in diesem Jahr den Leitzins in mehreren im historischen Vergleich grossen Schritten von jeweils 0.75% bereits um 4% erhöht. Im letzten Zinserhöhungszyklus hatte sie für eine Erhöhung von 2.25% drei Jahre gebraucht. Die Zinsen in den USA befinden sich nun über dem konjunkturneutralen Wert und wirken damit bremsend auf die Wirtschaft. Eine Abnahme des Tempos und ein absehbarer Stopp zusätzlicher Erhöhungen im nächsten Frühjahr macht daher Sinn.

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Im Handelsregister Schweiz kommt der spätherbstliche Aufschwung

Das vierte Quartal begann im Oktober etwas schleppend. Nun bringt der November deutlich positive Zahlen und zeichnet wieder das Bild einer sehr aktiven Schweizer Wirtschaft. Sowohl die Firmenneugründungen als auch die Mutationen sind gestiegen und der Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass wir uns auf einem stabilen hohen Niveau befinden. Die Auswirkungen der Inflation sind nur leicht zu spüren.

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Die Schoggi-Erlebnisboutique La Fabrik wird eröffnet

Was macht die Schokolade von Villars seit 1901 so einzigartig? Wie hat sich der Geschmack über die Jahrzehnte verändert und wie hat sich die Marke mit der berühmten Kuh angepasst? Welche handwerklichen Methoden und Produkte werden zur Herstellung dieser echten Schweizer Schokolade verwendet? Seit dieser Woche gibt La Fabrik in Freiburg, die neue Erlebnisboutique von Villars, im Herzen seines neuen Begegnungs- und Entdeckungszentrums Antwort auf diese Fragen. Ausserdem können Besucher/innen Schoko-Köpfli frisch ab Produktion verzehren oder ihre Schokolade mit persönlichen Botschaften versehen. Bereits 1904 wurde Villars Maître Chocolatier zum offiziellen Lieferanten der gekrönten Häupter Europas und im Laufe der Jahre entwickelte sich die Marke mit Kühnheit und Kreativität weiter, insbesondere durch die Kreation von Likörschokoladen in Tafelform. Es handelt sich hierbei um ein einzigartiges Verfahren, bei dem ein flüssiges Herz in eine dünne Schokoladenhülle eingeschlossen wird – seit 1935 ein Markenzeichen von Villars.

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Das revidierte Aktienrecht

Nach jahrzehntelangen Vorarbeiten hat das Parlament im Juni 2020 die Aktienrechtsrevision beschlossen. Aus der einst in Aussicht gestellten „grossen“ Aktienrechtsreform ist wenig übrig, jedenfalls sind die Kernprinzipien weitgehend erhalten geblieben. Neben der Überführung der Abzocker-Initiative in den Gesetzestext wurden Angleichungen an das seit 2015 geltende neue Rechnungslegungsrecht vorgenommen, die Generalversammlung modernisiert, sodass die Nutzung digitaler Technologien erlaubt ist und generell mehr Flexibilität bei der Organisation möglich ist. Zudem erfuhren die Aktionärs– und Minderheitsrechte eine Stärkung und beim Sanierungsrecht wurde insbesondere die Liquidität neben den bisherigen bilanziellen Bezugsgrössen ins Zentrum gestellt. Wir möchten hier näher auf die wichtigsten Neuerungen für nicht kotierte Unternehmen eingehen:

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Fabienne Diez wird neue Centerleiterin der Shopping Arena

Oben spielt der FC St. Gallen unten kauft die Ostschweiz ein. Seit 15 Jahren ist dies eine äusserst erfolgreiche Kombination. Nun gibt „Cheftrainer“ Marc Schäfer, der am 30. Juni 2023 in Pension gehen wird, seine Aufgabe als Leiter der Shopping Arena ab. Am 1. April 2023 wird die bisherige Shopping Arena Marketingleiterin Fabienne Diez seine Nachfolge antreten. Mit dieser Wincasa internen Nachfolgelösung wird das Shopping-Arena-Team die Erfolgsgeschichte weiterschreiben. „Ich freue mich ungemein über die neue Herausforderung und da ich 15 Jahre lang zusammen mit Marc Schäfer am Erfolg der Shopping Arena arbeiten durfte, fühle ich mich auf die Aufgabe auch sehr gut vorbereitet.“ umschreibt Fabienne Diez ihre Gemütslage. Die Situation in der Fabienne Diez die Leitung übernehmen wird ist in der Tat ausgezeichnet. Dank hoher Besucher- und Umsatzzahlen ist die Shopping Arena nach wie vor sehr begehrt und eine lange Liste von Interessenten garantiert, dass der Mietermix auch in Zukunft sehr attraktiv bleiben wird.

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Was wollen uns die Zinsen sagen?

Seit Mitte Oktober ist die Rendite der 10-jährigen Anleihe der Eidgenossenschaft von 1.50% auf 1.00% gefallen. Bei den 10-jährigen Swapzinsen, welche die Obligationen von Unternehmen mit einer sehr guten Bonität repräsentieren, war das Sinken des Satzes von 2.35% auf 1.50% noch ausgeprägter. Der Zinsrückgang beschränkt sich nicht auf die Schweiz. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe ist auf 3.50% gefallen. Das ist bereits 0.60% tiefer als der aktuelle Leitzins der US-Zentralbank Fed, obschon dieser in zwei Wochen mit grosser Wahrscheinlichkeit um weitere 0.50% angehoben wird. Der deutsche Finanzminister muss für 10- jährige Gelder mit 1.80% weniger bezahlen als die 2.00%, welche die EZB den Banken für ihre kurzfristige Refinanzierung verlangt. Ist das nur Wunschdenken, dass die Zentralbanken rasch wieder zu einer expansiven Geldpolitik übergehen werden oder sieht der Kapitalmarkt etwas, das unseren Augen bisher verschlossen blieb? Die Inflationsraten sind von ihren Höchstständen etwas gefallen, sowohl in der Schweiz, in den USA als zuletzt auch in Deutschland und der Eurozone. Der Rückgang hat viel mit dem oft zitierten Basiseffekt und mit den gesunkenen Energiepreisen zu tun. Die Kernrate, welche den grundlegenden Inflationsdruck besser abbildet, tendiert dagegen überall auf einem zu hohen Niveau seitwärts.

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