So verbinden Sie Emotionalität und Rationalität bei der Entscheidungsfindung

26.04.2014 |  Von  |  Allgemein, Selbstmanagement
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So verbinden Sie Emotionalität und Rationalität bei der Entscheidungsfindung
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Entscheidungen zu treffen gehört für einen Unternehmer zu seinem Arbeitsfeld wie der Kaffee am Morgen. Viele dieser Anordnungen sind kaum der Rede wert, aber einige Entscheidungen können eben doch eine ungeahnte Reichweite entwickeln.

Wir helfen Ihnen dabei, Fehlentscheidungen von den richtigen Entschlüssen zu trennen und so dauerhaft erfolgreich zu werden.



Schwaches Vertrauen in die Vorstände

Weltweit sind fast 25 % der Arbeitnehmer der Ansicht, dass das Management in den oberen Etagen häufig oder gar immer die falschen Entscheidungen treffe – wobei in diese Aussage wohl auch Frust über den Arbeitgeber einfliesst. 50 % der Entscheidungsträger hingegen geben zu, dass viele Beschlüsse auch aus dem Bauch heraus oder nach einem nur kurzen Gespräch gefällt werden. Eigentlich ist das schon sehr paradox: In der sterilen Wirtschaftswelt, in welcher Zahlen, Fakten und klar messbare Daten eine Rolle spielen, setzen Manager plötzlich auf ein solch hohes Level an Emotionalität?

Die Zahlen belegen, dass es hier einen grossen Nachholbedarf für die Führungskräfte weltweit gibt. Gleichzeitig dürfen Sie daraus nicht den Schluss ziehen, dass eine reine Rationalität immer zu den besten Entscheidungen führt: Wirklich erfolgreiche Konzernlenker setzen sowohl auf einen kühlen Verstand als auch eine Prise Intuition und Erfahrung, um zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Entschlüsse zu fassen. Ausserdem führt ein zu langes Abwägen von Vor- und Nachteilen dazu, dass nie eine Entscheidung getroffen werden kann. Hin und wieder brauchen Unternehmen daher Führungskräfte, welche auch mal mit der Faust auf den Tisch hauen können.

Wie lerne ich das richtige Entscheiden?



Widmen wir uns zunächst den Anhängern der rationalen Methode: Um ein wenig hilfreiche Emotionalität in Ihre Entscheidungen einfliessen zu lassen, können bereits einige einfache Fragen helfen. Sobald Sie vor einer problematischen Situation stehen, stellen Sie einige Handlungsmöglichkeiten auf. Vielleicht fallen Ihnen drei bis vier Möglichkeiten ein, um zu einem bestimmten Problem eine Lösung zu finden.



Prüfen Sie nun, welche Gefühle sich entwickeln, wenn Sie diese Lösungswege hypothetisch beschreiten: Weckt die Einstellung eines neuen Mitarbeiters vielleicht das berühmte „ungute Bauchgefühl“? Dann sollten Sie diese Erkenntnis auch in Ihre Entscheidung einfliessen lassen, obwohl seine Qualitäten auf dem Papier eigentlich eindeutig für den Mitarbeiter sprechen.

Umgekehrt deutet eine positive Gemütslage darauf hin, dass Sie diesen Weg zur Problemlösung genauer untersuchen sollten. Unterbewusst reagieren Sie damit auf Ereignisse aus der Vergangenheit: Wenn Sie schon häufiger vor einem vergleichbaren Problem gestanden und dieses auf eine bestimmte Art und Weise gelöst haben, werden Sie beim Gedanken an die gleiche Problemlösung positive Emotionen in sich wecken. Auch wenn Sie es nicht genau erklären können: Sie sind sich sicher, dass dieser Weg das Problem löst.

Hilfreich kann auch ein Blick aus der Sicht der Mitarbeiter sein: Sie planen spontan einen Tag der offenen Tür, obwohl gerade eine sehr stressige Zeit herrscht? Offensichtlich ist das eine schlechte Idee, welche Sie mit einer Änderung des Blickwinkels gar nicht erst gehabt hätten.

Die Verbindung zweier Welten



Den vorangegangenen Absatz dürfen Sie aber auch nicht fehlinterpretieren: Bedenken Sie, dass Sie Emotionalität und Rationalität im Einklang halten müssen. Das Ziel ist sicherlich nicht das Ausblenden jeglicher Vernunft. Stattdessen sollten Sie im Idealfall sowohl emotional als auch rational zur selben Entscheidung kommen – denn dann können Sie sich fast sicher sein, auf das richtige Pferd gesetzt zu haben. Gleichzeitig können Sie einige Informationen daraus ableiten, wenn die beiden Welten nicht miteinander vereint werden können.

Oft bedeutet eine Diskrepanz zwischen den beiden Entscheidungsfindungen nämlich, dass Sie ganz einfach etwas übersehen haben. Möglicherweise haben Sie nicht alle Kleinigkeiten bedacht. Sie müssen dann herausfinden, warum sich Ihr Kopf und Bauch nicht vertragen. Sobald Sie dieses Ziel erreicht haben, werden Sie merken, dass all Ihre Entscheidungen früher oder später von einem deutlich positiven Gefühl begleitet werden. Das hilft Ihnen unter anderem dann, wenn Sie ein Zauderer sind, der auch für simple Entschlüsse normalerweise viel zu viel Zeit benötigt.

Wie verknüpfen Sie Emotionen und Vernunft bei der Entscheidungsfindung? (Bild: Zoran Zeremski / Shutterstock.com)

Wie verknüpfen Sie Emotionen und Vernunft bei der Entscheidungsfindung? (Bild: Zoran Zeremski / Shutterstock.com)

Zeit für Entscheidungen

Grundsätzlich wollen wir Sie mit diesem Artikel aber auch nicht auf die Seite der Emotionalität locken. Im Gegenteil: Je weitreichender eine Entscheidung ausfällt und je wichtiger sie für das Unternehmen sein wird, desto rationaler sollten Sie alle Argumente abwägen. Lassen Sie sich ruhig Zeit bei der Entscheidungsfindung und stellen Sie nicht über Nacht 20 neue Angestellte ein, nur weil Ihr Bauch sagt: „Ach, das wird schon klappen.“ Je komplexer eine Situation ist und je mehr Variablen integriert sind, desto schwieriger wird es, dieses Problem von unserer Intuition lösen zu lassen.

Mathematisch könnte man es so ausdrücken, dass 70 % der Entscheidungen vom Kopf gefällt werden sollten, während 30 % von Gefühlen übernommen werden. Als rein rational handelnder Chef werden Sie merken, dass Sie davon sofort profitieren – und als sehr emotional gesteuerte Führungskraft werden Sie zu demselben Ergebnis kommen. Finden Sie also die richtige Mischung und sorgen Sie dauerhaft für eine vereinfachte und effizientere Entscheidungsfindung, ohne sich in einer Zettelwirtschaft hinter Ihrem Schreibtisch zu verstecken.



 

Oberstes Bild: Wie lerne ich das richtige Entscheiden? (Bild: Kamil Macniak / Shutterstock.com)



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