Vorsicht: Schweizer Wirtschaft in Bedrängnis

05.09.2014 |  Von  |  News  | 
Der Schweizer Wirtschaft ist im zweiten Quartal des Jahres 2014 sprichwörtlich die Luft ausgegangen; sie stagniert. Jedenfalls weist die aktuelle Schätzung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ein saisonbereinigtes Nullwachstum im Vergleich zum Vorquartal auf. Wenn bei den diesbezüglichen Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) auch die Stellen hinter dem jeweiligen Komma berücksichtigt werden, dann kann sogar von einem leichten Schrumpfen der eidgenössischen Wirtschaft gesprochen werden. Experten mahnen, dass diese Warnzeichen ernst genommen werden sollten.

Zwar sind die Zahlen, die lediglich für ein Quartal ermittelt werden, nicht immer zu 100 % aussagekräftig in Bezug auf die ganzheitliche Wirtschaftslage. Bei Betrachtung der entsprechenden Daten und Zahlen im Kontext der weiterführenden Informationen zur Schweizer Konjunktur können aber zumindest Trends und Entwicklungstendenzen herausgelesen werden. So hebt dann auch Bruno Parnisari, der beim Seco als Leiter des Ressorts Konjunktur fungiert, warnend den Zeigefinger und merkt an, dass der Schweizer Wirtschaft aller Voraussicht nach eine Abkühlung bevorsteht.

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Gazprom-Schmiergeldaffäre: BA vor Anklageerhebung

05.09.2014 |  Von  |  News  | 
Dass Russland in der Weltöffentlichkeit spätestens seit der Zuspitzung der Ukraine-Krise nicht mehr das beste Image besitzt, liegt auf der Hand. Die offene Kritik vieler Staaten sowie auch die wirtschaftlichen Sanktionen der Europäischen Union und der USA sprechen diesbezüglich Bände. Auch die Schweiz geriet teilweise eminent in die Kritik, da sich die Alpenrepublik bekannterweise nicht vorbehaltlos an den sanktionierenden Massnahmen beteiligen wollte.

Das Thema Russland bleibt aber weiter aktuell. Nicht nur aus globaler Sicht und mit den Belangen der Weltwirtschaft im Hinterkopf. Jetzt ist quasi Lokalkolorit hinzugekommen. So bestätigte die Bundesanwaltschaft (BA), dass nunmehr ein Korruptionsverfahren geführt wird, das in einem engen Zusammenhang mit dem russischen Staatskonzern Gazprom steht. Dabei richtet sich das Verfahren gegen insgesamt zwei russischstämmige Personen sowie gegen einen aktiven und einen inzwischen pensionierten Gazprom-Manager.

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Droht der Schweiz ein massiver Arbeitskräftemangel?

05.09.2014 |  Von  |  News  | 
Wenn von den Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt die Rede ist, geht es in der öffentlichen Diskussion meist um den befürchteten Mangel an Fach- und Führungskräften. Die Problematik betrifft jedoch den gesamten Arbeitsmarkt. Laut einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) werden in der Schweiz im Jahr 2020 insgesamt 430’000 Arbeitskräfte fehlen, ein Jahrzehnt später werden es knapp 900’000 sein.

Schon heute ist die Schweiz das einzige Land in Europa, das seinen Bedarf an Arbeitskräften nicht aus inländischen Ressourcen decken kann. Tagtäglich pendeln 260’000 Menschen über die Schweizer Grenzen. Hinzu kommen die ausländischen Arbeitskräfte, die sich für einen Wohnsitz in der Schweiz entscheiden. Die BCG-Studie macht nun deutlich, in welchem Masse sich der Mangel an Arbeitskräften in den kommenden 15 Jahren verschärfen wird. Das Staatssekretariat für Wirtschaft erhebt zwar keine eigenen Daten über den Arbeitskräftemangel, hält die Studienergebnisse jedoch für plausibel.

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Erneut auf dem ersten Platz – kein Land ist konkurrenzfähiger als die Schweiz

05.09.2014 |  Von  |  News  | 

Anfang September 2014 hat das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum, WEF) in Genf seinen Wettbewerbsindex für das Jahr 2014 veröffentlicht. Zum sechsten Mal hintereinander listet die Studie die Volkswirtschaft der Schweiz auf Platz 1. Auf den weiteren Rängen folgen Singapur, die USA, Finnland und Deutschland.

Die Ergebnisse im Detail

Rang 5: Deutschland – Weil die Ökonomen des WEF Bedenken wegen der öffentlichen Einrichtungen und der immer maroder werdenden Infrastruktur haben, verliert Deutschland im Vergleich zum Vorjahr einen Platz. Allerdings wirken sich seine etablierten grossen Unternehmen weiterhin sehr positiv aus. Bergauf geht es nach Ansicht der Experten auch finanziell und makroökonomisch.

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Rohma soll für fairen Rohstoffhandel in der Schweiz garantieren

04.09.2014 |  Von  |  News  | 
Damit die in der Schweiz ansässigen Rohstofffirmen zukünftig nicht zum Reputationsrisiko für die Alpenrepublik werden, soll nun eine unabhängige Rohstoffmarktaufsicht (Rohma) eingesetzt werden, der sich die entsprechenden Unternehmen dann zwecks einer ganzheitlichen Regulierung unterstellen sollen respektive müssen. Jedenfalls fordert dies die so bezeichnete Erklärung von Bern (EvB), wobei die Ähnlichkeit des vorgestellten Logos und des Namens mit den entsprechenden Attributen der Finanzmarktaufsicht Finma durchaus gewollt ist.

Dies ist aber auch beileibe kein Wunder, denn das Beispiel Finanzmarkt bzw. Finanzmarktaufsicht wird von der EvB quasi als Vorbild angesehen. In einer diesbezüglichen Mitteilung wies die EvB denn auch darauf hin, dass eine entsprechend sektorielle Regulierung in der Schweiz bereits in Hochsicherheitsbereichen erfolgreich praktiziert wird. Auch die geplante Rohma könnte daher einen grundsätzlich wettbewerbsfähigen und verantwortungsbewussten Rohstoffplatz Schweiz auf Dauer garantieren.

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„Whatever it takes“: Wie Mario Draghi die Wende in der Euro-Krise brachte

02.09.2014 |  Von  |  News  | 
Worte können magisch sein – ob auch in der rationalen Welt der Banken, durfte bis zum 26. Juli 2012 allerdings bezweifelt werden. Auf einer Investorenkonferenz in London leitete ein kurzer Satz von EZB-Präsident Mario Draghi die Wende in der Euro-Krise ein. Die Europäische Zentralbank (EZB) werde alles tun – „whatever it takes“ – um die europäische Gemeinschaftswährung zu erhalten. Draghis Befürworter und Kritiker streiten bis heute, ob die Geldpolitik der EZB die Probleme in der Euro-Zone lösen kann.

An den Märkten schlug Draghis Rede seinerzeit ein wie ein Blitz. Der Euro stabilisierte sich, die Zinsen für Staatsanleihen aus den Krisenländern fielen, die Börsenkurse befanden sich plötzlich steil im Aufwind. Die Befürworter des Euro waren begeistert. Beispielsweise bescheinigte der deutsche Volkswirt Holger Schmieding Draghi nicht nur die Magie der Worte, sondern auch, dass er die europäische Währung gegen eine „irrationale Marktpolitik“ vereidigt habe.

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Berufsausbildung: Kontroversen um das Titel-Chaos

02.09.2014 |  Von  |  Bildung, News  | 
Die Debatte um die Bezeichnung von Berufsbildungsabschlüssen in der Schweiz findet kein Ende. International sind Inhalt und Bedeutung der Ausbildungswege oft nicht nachvollziehbar. Viele Experten meinen, dass das Titel-Chaos die Karrierechancen von Absolventen der höheren Berufsbildung bremst und zu einer immer stärkeren Akademisierung führt.

Die bildungspolitische und gesellschaftliche Diskussion darüber ist sieben Jahre alt. Seinerzeit forderte der Schweizerische Verband für Weiterbildung (SVEB), die Abschlusstitel „eidgenössischer Berufsfachausweis“ und „eidgenössisches Diplom“ durch international verständliche Bezeichnungen zu ersetzen. Jetzt hat der Nationalrat eine Motion angenommen, die dazu führen soll, dass ein entsprechender Erlassentwurf erfolgt. Eingebracht wurde sie vom Sozialdemokraten Matthias Aebischer. Sie greift die Forderungen des Gewerbeverbandes, der Mehrheit der Berufsverbände sowie des Arbeitgeberverbandes auf. Eine Lösung scheint trotzdem nicht in Sicht. Im Gegenteil: Durch die Annahme der Motion Aebischer verschärft sich offenbar die Debatte um das Titel-Chaos.

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Schweizer Unternehmen führend in Mikrofinanzierungsfonds

01.09.2014 |  Von  |  News  | 

Über viele Jahre als ein Projekt der Entwicklungshilfe belächelt, hat sich die von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus entwickelte Mikrofinanzierung inzwischen längst zu einem ernst zu nehmenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Ein Indikator hierfür ist nicht zuletzt das Engagement, mit dem sich die Schweizer Finanzbranche an dieser Form des Investments beteiligt.

Die Schweiz hat sich in den letzten Jahren zum Zentrum des Microfinance entwickelt. Schade nur, dass diese Anlageform sich dem privaten Kleinanleger weitestgehend verschliesst – und das, obwohl viele auf der Suche nach einer Möglichkeit sind, Rendite zu machen und dabei gleichzeitig Gutes zu tun.

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Keine US-Steuersünder bei der VP Bank

01.09.2014 |  Von  |  News  | 

Seit Monaten durchleuchten Schweizer Banken nun schon die Konten ihrer Anleger auf der Suche nach Geldern, die eventuell am amerikanischen Fiskus vorbeigeschmuggelt wurden. Grundlage ist das sogenannte USA-Programm, mit dessen Hilfe Schweizer Banken einer Anklage entgehen können, sollten sie unversteuertes Vermögen amerikanischer Bürger verwaltet haben – so sie es denn vollumfänglich melden und hohe Bussen zu zahlen bereit sind.

Viele Schweizer sehen hierin nur noch ein weiteres Indiz dafür, dass das Schweizer Bankgeheimnis ein für alle Mal gefallen ist und die Schweiz als internationaler Finanzstandort weiter an Bedeutung verliert. Nun hat sich mit der VP Bank das erste Finanzinstitut eigenmächtig aus dem Programm gelöst. Die Schweizer Tochter des Liechtensteiner Unternehmens hat verlautbart, dass keiner ihrer Kunden eine für die USA steuerrelevante Vermögensanlage getätigt habe.

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Der Einfluss der gegenwärtigen Krisen auf Investment-Portfolios

01.09.2014 |  Von  |  News  | 

Auch wenn sich zwischendurch in der Ukraine- und der Nahost-Krise immer wieder Hoffnung abzeichnet, sind doch viele Anleger beunruhigt über die Geschwindigkeit, mit der in einer globalisierten Welt ganze Regionen sich destabilisieren und Sanktionen wirken können.

Welche Auswirkungen haben solche relativ plötzlichen und sich schnell ausweitenden Krisen eigentlich auf Investments? Die Frage scheint zynisch angesichts des menschlichen Leids, das in den betroffenen Gegenden herrscht – und ist dennoch berechtigt. Schliesslich werden investierte Gelder global für eine stabile Wirtschaft eingesetzt. Anleger tun also der Weltwirtschaft keinen Gefallen, wenn sie in Krisenzeiten ihre Gelder aus Fonds abziehen und Aktien verkaufen.

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