Die Schweiz am Scheideweg: Transparenz wird gefordert

09.09.2014 |  Von  |  News  | 

Nach wie vor gilt die Schweiz im Ausland als Staat der Geheimniskrämerei. Selbst die Bemühungen, für entsprechend mehr Transparenz zum Beispiel beim umstrittenen Bankgeheimnis zu sorgen, haben das internationale Meinungsbild nicht wesentlich verändert. Das Ausland sehe das Schweizer System diesbezüglich weiterhin äusserst kritisch, mahnte Anfang September Cobus Swardt, der Geschäftsführer von TI (Transparency International), an.

Auch Swardt sieht hier noch kräftig Nachholbedarf. Dabei sollte seiner Meinung nach die Schweiz sogar regelrecht in die Offensive gehen und quasi eine Vorreiterrolle in Sachen Transparenz übernehmen. So könnte ein öffentliches Register initiiert werden, in dem die Namen der wirtschaftlich Berechtigten, Investoren oder sonstigen Geldgeber von Unternehmen aufgelistet werden.

Weiterlesen

Apple ermöglicht bargeldloses Bezahlen durch Partnerschaft mit Kreditkartenfirmen

09.09.2014 |  Von  |  News  | 

Für das nächste iPhone plant Apple offenbar mehr als nur ein simples Hard- und Software-Update: Durch Partnerschaften mit einigen grossen Kreditkartenunternehmen soll endlich das mobile Bezahlen ins Rollen gebracht werden – ein Trend, von dem langfristig auch andere Unternehmen profitieren könnten.

Dabei hatte sich der Konzern aus Cupertino diesem potenziellen Meilenstein zunächst verweigert, indem die Smartphones aus eigenem Hause gar nicht mit der dafür notwendigen NFC-Technik ausgestattet waren. Mit dem iPhone 6 wird sich das aber aller Voraussicht nach ändern – falls Apple nicht wieder zu einer zu offensichtlichen Insellösung unter den Kreditkarten greift.

Weiterlesen

Aluminium als Zugpferd der Konjunktur

09.09.2014 |  Von  |  News  | 

Die Aluminiumbranche in der Schweiz sorgt weiterhin für mächtig Furore. Nachdem sie bereits im vergangenen Jahr in einen starken Aufwärtssog geraten war, konnten die entsprechenden Unternehmen auch im ersten Halbjahr des Jahres 2014 noch einmal entscheidend zulegen. Die Walzwerke erfreuten sich diesbezüglich einer ebenso guten Auslastung wie die Presswerke, deren Auftragseingang um insgesamt 6,8 % auf nunmehr 31’200 Tonnen stieg.

Für den grössten Zuwachs sorgte indes das Transportwesen. Laut Aluminium-Verband Schweiz erzielten alleine die Presswerke eine Steigerung im Export von 9,2 %. Demgegenüber wirkt der Zugang der inländischen Auftragseingänge von 3,1 % nahezu mager. Für die erhöhte Nachfrage zeichnen dabei in erster Linie die Auto- und Flugzeugindustrie sowie die Zugindustrie, die mit ihrer Historie rund um Eisenbahnen ohnehin eine grosse Strahlkraft im In- und Ausland besitzt, verantwortlich. Dies gilt sowohl für die eigentliche Produktion als auch für die Auftragseingänge.

Weiterlesen

Die Schweiz ist keine Steueroase mehr

08.09.2014 |  Von  |  News  | 
Uli Hoeness mit seinem „Spielgeld-Konto“ war nur die Spitze des Eisbergs. Die Schweiz galt in den vergangenen Jahren generell als die bedeutendste Steueroase schlechthin. Diesen eher zweifelhaften Ruf ist die Schweiz jetzt fast los. Denn: Die Behörden vieler Staaten haben inzwischen zu einem umfassenden Feldzug gegen die involvierten Banken sowie gegen die jeweiligen Konteninhaber geblasen. Und das nachweislich mit Erfolg.

Laut Schätzungen in einer Ende August veröffentlichten Studie der Beratungsgesellschaft PwC sollen die Geldhäuser in der Schweiz im Jahr 2013 noch etwa 200 Milliarden Franken von Ausländern, die ihr diesbezügliches Vermögen nicht deklariert hatten, verwaltet haben. Zum Vergleich: Vor 2010 waren es sogar 800 Milliarden Franken, die auf Schweizer Bankkonten vor dem Zugriff der Finanzbehörden quasi geschützt wurden.

Weiterlesen

SNB: Das wirtschaftliche Umfeld für die Schweiz wird schlechter

05.09.2014 |  Von  |  News  |  1 Kommentar
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) sieht das wirtschaftliche Umfeld deutlich pessimistischer als noch in der Jahresmitte. Ihre Wirtschaftsprognosen für die Schweiz wird sie möglicherweise nach unten korrigieren. In einem ausführlichen Interview mit der „NZZ am Sonntag“ sprach SNB-Präsident Thomas Jordan über die Ursachen für diesen Perspektivwechsel.

Jordan war gerade von einer Reise in die USA zurückgekommen. In Jackson Hole im US-Bundestaat Wyoming treffen sich traditionell die wichtigsten internationalen Notenbanker. Auch die Debatten und Analysen des hochkarätig besetzten „Wirtschaftsorakels“ dürften sich in Jordans Ausblick auf die wirtschaftliche Zukunft niederschlagen. Der SNB-Präsident betont, dass sein Haus alles unternehmen werde, um für monetäre Stabilität in der Schweiz zu sorgen. Als problematisch erweisen sich vor allem das Niedrigzinsumfeld, die Dynamik des Immobilien- und Hypothekenmarktes sowie die Deflationsgefahr.

Weiterlesen

Vorsicht: Schweizer Wirtschaft in Bedrängnis

05.09.2014 |  Von  |  News  | 
Der Schweizer Wirtschaft ist im zweiten Quartal des Jahres 2014 sprichwörtlich die Luft ausgegangen; sie stagniert. Jedenfalls weist die aktuelle Schätzung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ein saisonbereinigtes Nullwachstum im Vergleich zum Vorquartal auf. Wenn bei den diesbezüglichen Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) auch die Stellen hinter dem jeweiligen Komma berücksichtigt werden, dann kann sogar von einem leichten Schrumpfen der eidgenössischen Wirtschaft gesprochen werden. Experten mahnen, dass diese Warnzeichen ernst genommen werden sollten.

Zwar sind die Zahlen, die lediglich für ein Quartal ermittelt werden, nicht immer zu 100 % aussagekräftig in Bezug auf die ganzheitliche Wirtschaftslage. Bei Betrachtung der entsprechenden Daten und Zahlen im Kontext der weiterführenden Informationen zur Schweizer Konjunktur können aber zumindest Trends und Entwicklungstendenzen herausgelesen werden. So hebt dann auch Bruno Parnisari, der beim Seco als Leiter des Ressorts Konjunktur fungiert, warnend den Zeigefinger und merkt an, dass der Schweizer Wirtschaft aller Voraussicht nach eine Abkühlung bevorsteht.

Weiterlesen

Gazprom-Schmiergeldaffäre: BA vor Anklageerhebung

05.09.2014 |  Von  |  News  | 
Dass Russland in der Weltöffentlichkeit spätestens seit der Zuspitzung der Ukraine-Krise nicht mehr das beste Image besitzt, liegt auf der Hand. Die offene Kritik vieler Staaten sowie auch die wirtschaftlichen Sanktionen der Europäischen Union und der USA sprechen diesbezüglich Bände. Auch die Schweiz geriet teilweise eminent in die Kritik, da sich die Alpenrepublik bekannterweise nicht vorbehaltlos an den sanktionierenden Massnahmen beteiligen wollte.

Das Thema Russland bleibt aber weiter aktuell. Nicht nur aus globaler Sicht und mit den Belangen der Weltwirtschaft im Hinterkopf. Jetzt ist quasi Lokalkolorit hinzugekommen. So bestätigte die Bundesanwaltschaft (BA), dass nunmehr ein Korruptionsverfahren geführt wird, das in einem engen Zusammenhang mit dem russischen Staatskonzern Gazprom steht. Dabei richtet sich das Verfahren gegen insgesamt zwei russischstämmige Personen sowie gegen einen aktiven und einen inzwischen pensionierten Gazprom-Manager.

Weiterlesen

Droht der Schweiz ein massiver Arbeitskräftemangel?

05.09.2014 |  Von  |  News  | 
Wenn von den Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt die Rede ist, geht es in der öffentlichen Diskussion meist um den befürchteten Mangel an Fach- und Führungskräften. Die Problematik betrifft jedoch den gesamten Arbeitsmarkt. Laut einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) werden in der Schweiz im Jahr 2020 insgesamt 430’000 Arbeitskräfte fehlen, ein Jahrzehnt später werden es knapp 900’000 sein.

Schon heute ist die Schweiz das einzige Land in Europa, das seinen Bedarf an Arbeitskräften nicht aus inländischen Ressourcen decken kann. Tagtäglich pendeln 260’000 Menschen über die Schweizer Grenzen. Hinzu kommen die ausländischen Arbeitskräfte, die sich für einen Wohnsitz in der Schweiz entscheiden. Die BCG-Studie macht nun deutlich, in welchem Masse sich der Mangel an Arbeitskräften in den kommenden 15 Jahren verschärfen wird. Das Staatssekretariat für Wirtschaft erhebt zwar keine eigenen Daten über den Arbeitskräftemangel, hält die Studienergebnisse jedoch für plausibel.

Weiterlesen

Erneut auf dem ersten Platz – kein Land ist konkurrenzfähiger als die Schweiz

05.09.2014 |  Von  |  News  | 

Anfang September 2014 hat das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum, WEF) in Genf seinen Wettbewerbsindex für das Jahr 2014 veröffentlicht. Zum sechsten Mal hintereinander listet die Studie die Volkswirtschaft der Schweiz auf Platz 1. Auf den weiteren Rängen folgen Singapur, die USA, Finnland und Deutschland.

Die Ergebnisse im Detail

Rang 5: Deutschland – Weil die Ökonomen des WEF Bedenken wegen der öffentlichen Einrichtungen und der immer maroder werdenden Infrastruktur haben, verliert Deutschland im Vergleich zum Vorjahr einen Platz. Allerdings wirken sich seine etablierten grossen Unternehmen weiterhin sehr positiv aus. Bergauf geht es nach Ansicht der Experten auch finanziell und makroökonomisch.

Weiterlesen

Rohma soll für fairen Rohstoffhandel in der Schweiz garantieren

04.09.2014 |  Von  |  News  | 
Damit die in der Schweiz ansässigen Rohstofffirmen zukünftig nicht zum Reputationsrisiko für die Alpenrepublik werden, soll nun eine unabhängige Rohstoffmarktaufsicht (Rohma) eingesetzt werden, der sich die entsprechenden Unternehmen dann zwecks einer ganzheitlichen Regulierung unterstellen sollen respektive müssen. Jedenfalls fordert dies die so bezeichnete Erklärung von Bern (EvB), wobei die Ähnlichkeit des vorgestellten Logos und des Namens mit den entsprechenden Attributen der Finanzmarktaufsicht Finma durchaus gewollt ist.

Dies ist aber auch beileibe kein Wunder, denn das Beispiel Finanzmarkt bzw. Finanzmarktaufsicht wird von der EvB quasi als Vorbild angesehen. In einer diesbezüglichen Mitteilung wies die EvB denn auch darauf hin, dass eine entsprechend sektorielle Regulierung in der Schweiz bereits in Hochsicherheitsbereichen erfolgreich praktiziert wird. Auch die geplante Rohma könnte daher einen grundsätzlich wettbewerbsfähigen und verantwortungsbewussten Rohstoffplatz Schweiz auf Dauer garantieren.

Weiterlesen