Präsentationen im Unternehmen

07.04.2014 |  Von  |  Kommunikation, Organisation
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Innerhalb Ihres Unternehmens wird es mal wieder Zeit für eine Präsentation – also starten Sie schon einmal PowerPoint? Das kann richtig sein, oft führt ein zu rigoroses Vertrauen auf die Anwendung aber auch zu Fehlern.

Wie Sie richtig präsentieren – mit und ohne PowerPoint – zeigt dieser Artikel.



Präsentation im Autopilot

Vorweg sei gesagt, dass PowerPoint für Präsentationen natürlich bestens geeignet ist. Zahlreiche Anwender lassen sich jedoch gerne dazu hinreissen, dem Programm den Grossteil der Arbeit zu übergeben und selbst nur wenig – mit Ausnahme der Erstellung der Präsentation – dazu beizutragen. In den folgenden Abschnitten haben wir einige häufige Fehler aufgelistet, die dazu führen könnten, dass Ihre Zuhörer bereits nach wenigen Minuten abschalten – und das wollen Sie sicherlich nicht.

Bestechen Sie durch Wissen

Wenn Sie Ihren Zuhörern wirklich wichtige Fakten vorzutragen haben, brauchen Sie dazu kein PowerPoint – denn Präsentationen gab es schliesslich schon lange vor diesem Programm. Das heisst natürlich nicht, dass Sie gänzlich auf anschauliche Diagramme oder dergleichen verzichten sollten. Allerdings führt zu viel PowerPoint schnell zum Stillstand auf der Rednerbühne: Sie bewegen vielleicht einen Finger oder den Daumen, um zum nächsten Bild umzuschalten – aber mehr auch nicht.

Nutzen Sie PowerPoint also unterstützend, um Ihre Fakten noch einmal visuell zu präsentieren, aber wenden Sie sich ansonsten direkt und lebhaft an das Publikum. Andernfalls sind Sie nämlich nicht mehr als eine Art Vorleser, welcher die ohnehin sichtbaren Daten noch einmal vorträgt. Und das braucht wirklich niemand.

PowerPoint ist nicht Ihr Teleprompter

Diese Geräte aus Film und Fernsehen zeigen den Moderatoren genau an, was Sie zu sagen haben. Bei zu vielen Wörtern in Ihrer Präsentation kann es passieren, dass Sie sich ebenso auf diese Begriffe verlassen und Ihre eigene Rhetorik komplett aus dem Spiel lassen. Aber: Wörter können Sie auch selbst vortragen, PowerPoint kann das nicht besser als Sie.

Diagramme, Grafiken oder Bilder hingegen können Sie nicht an Ihr Publikum vermitteln. Dafür eignet sich PowerPoint hingegen sehr gut. Besinnen Sie sich also auf die Stärken des Programms und nutzen Sie es, um Ihre eigenen Wörter mit Säulendiagrammen oder ähnlichen Grafiken zu untermauern. Nehmen Sie PowerPoint immer nur als Unterstützer wahr.

Welche grundsätzlichen Fehler gilt es zu vermeiden?

Eröffnen Sie Ihre Präsentation nicht mit einer einzigen Grafik, auf welcher „Herzlich willkommen“ steht und welche Sie danach sofort überspringen. Durch diese Grafik werden keinerlei sinnvolle Informationen an das Publikum übermittelt, ausserdem können Sie Ihre Gäste auch sehr gut selbst begrüssen. Dasselbe gilt für Danksagungen à la „Danke für Ihre Aufmerksamkeit“ am Ende, denn auch das können Sie gerne persönlich in Worte fassen.

Wenn Sie vor einem Publikum sprechen, welches bereits sehr viele Präsentationen gesehen hat, erzeugen Sie damit auch keinerlei Aha-Effekt – denn Ihre Besucher haben diese Floskeln bereits hundertfach gesehen und erlebt. Lassen Sie PowerPoint niemals Arbeit verrichten, welche Sie selbst innerhalb weniger Sekunden in die Hand – oder den Mund – nehmen können.

Informationen statt Effekte

PowerPoint ist ein mächtiges Tool, welches zu Experimenten einlädt. Aber: Verzichten Sie insbesondere vor Fachpublikum auf hereinfliegende Bilder oder Begriffe, Zooms oder generell Animationen in irgendeiner Art und Weise. Sie mögen optisch recht ansprechend aussehen, aber der Satz „Umsatzsteigerung von 25 %“ beispielsweise behält seinen Informationswert immer exakt bei – egal, ob er einfach nur still an Ort und Stelle steht oder seitlich in die Bildmitte „fliegt“. Fachkundige Gäste erwarten Fakten, Zahlen und Informationen und keinen Hollywood-Blockbuster. Verzichten Sie daher fast immer – es kommt, wie gesagt, ein wenig auf das Publikum an – auf Animationen und andere Spielereien, welche die Präsentation nur verzögern.

Laserpointer als Hilfsmittel. (Bild: Robin Lund / shutterstock.com)

Laserpointer als Hilfsmittel. (Bild: Robin Lund / shutterstock.com)

Darf man den Laserpointer als Hilfsmittel benutzen?

Gerade bei Präsentationen, die an Orten gezeigt werden, die für menschliche Hände nicht erreichbar sind, gibt es kaum eine andere Möglichkeit. Allerdings kann die Nutzung eines Laserpointers auch dazu führen, dass Folien verwendet werden, welche einfach überfrachtet sind und zu viele Informationen beinhalten. Der kleine Punkt kann vielleicht auf winzige Grafiken gelenkt werden, aber das heisst nicht, dass diese Miniaturbilder in Ordnung sind. Überlegen Sie also immer, ob Sie für eine Folie tatsächlich einen Laserpointer benötigen, oder ob Sie ihn nur nutzen müssen, weil zu viele Informationen auf zu kleinem Raum dargestellt werden.

Die richtige Position

In kleinen Räumen ist es nicht weiter schwer, eine für alle Gäste angenehme Position zu finden. Anders sieht es in grösseren Räumlichkeiten aus: Bedenken Sie, dass der hellste Punkt in einem Raum automatisch die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich zieht. Falls Ihre Präsentation die hellste Fläche ist, haben Sie selbst schlechte Karten, denn auf Sie wird sich dann kaum jemand konzentrieren.

Allerdings fahren die Besucher keine 100 Kilometer – zum Beispiel -, um Fakten an einer Wand zu lesen, welche Sie auch im Internet nachlesen könnten. Sie kommen, um Sie zu sehen und von Ihnen persönlich hoffentlich neue Erkenntnisse zu gewinnen. Betrachten Sie den Raum also auch abgedunkelt und finden Sie eine Möglichkeit, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen und die Präsentation wie einen Begleiter aussehen zu lassen – wie es eigentlich auch sein sollte.



 

Oberstes Bild: © Tomnamon – shutterstock.com



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