Auf frischer Tat ertappt – Woran Lügner zu erkennen sind

24.01.2014 |  Von  |  Allgemein, Kommunikation
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Auf frischer Tat ertappt – Woran Lügner zu erkennen sind
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Wer im Berufsleben weiterkommen will, muss sich regelmässig von seiner besten Seite zeigen. Ehrlich währt dabei leider nicht immer am längsten. Ob Mitarbeiter, Geschäftspartner oder Vorgesetzte lügen, lässt sich jedoch relativ leicht feststellen – sofern Ihnen bekannt ist, wodurch sich die Betreffenden am häufigsten selbst verraten.

Gelegentlich die Unwahrheit zu sagen ist eine soziale Notwendigkeit, ohne die zwischenmenschliche Kontakte erheblich erschwert und teilweise sogar unmöglich gemacht werden. Sozialwissenschaftler und Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen sich mehrmals am Tag gegenseitig belügen. Während es sich dabei auf privater Ebene meist um weitgehend folgenlose Höflichkeitsfloskeln wie den freundlich erwiderten Morgengruss im Treppenhaus oder knappe Antworten auf das persönliche Wohlbefinden handelt, haben Lügen im Job ungleich weitreichendere Konsequenzen:



Sie stellen nicht nur das interne Vertrauensverhältnis in Frage, sondern gefährden unter Umständen auch den Ruf, die Marktposition oder den Umsatz eines ganzen Unternehmens. Umso wichtiger ist es daher, Lügen so früh wie möglich zu erkennen und die Urheber ihrer Untaten zu überführen. Wie oder wodurch Schwindler sich zu erkennen geben und was hinter den oft unwillkürlichen Anzeichen steckt, erfahren Sie hier:

– Immer der Nase nach

Eins der wohl populärsten Symbole für Lug und Betrug ist ein unnatürlich verlängertes Riechorgan. Das bis heute beliebte Darstellungsmittel für unwahr sprechende Leute geht auf den italienischen Autor Carlo Coldini zurück: Seinem hölzernen Helden Pinocchio waren Lügen umgehend an einer hervorschnellenden Nasenspitze anzusehen.

Doch obgleich sich die menschliche Nase beim Lügen nicht wirklich verändert, überführt sie ihren Träger tatsächlich – und zwar, indem er sie beim Sprechen berührt. Diese unwillkürliche Geste ist die reifer gewordene Abwandlung des Mundzuhaltens, die bei kleinen Kindern verbreitet ist. So, wie diese das eben Gesagte zurückhalten und die Lüge damit am liebsten ungeschehen machen wollen, fassen Erwachsene sich beim Schwindeln überdurchschnittlich häufig an die Nase.



– Mangelndes Stehvermögen

Auch die viel zitierten kurzen Beine der Lüge stellen ein Erkennungsmerkmal dar. Anders als ursprünglich gemeint bezieht es sich allerdings auf die echten Extremitäten. So lassen unruhiges Treten von einem Fuss auf den anderen oder ständige Gewichtsverlagerungen darauf schliessen, dass das Gegenüber keinen festen Standpunkt hat – und zwar sowohl im eigentlichen wie im übertragenen Sinne. Personen, die während ihrer Aussage häufig das Standbein wechseln, haben meist keine feste Meinung oder ändern diese bei nächster Gelegenheit wieder.

– Kleine, aber feine Gesten



Überhaupt verraten Menschen durch ihre Körperhaltung und ihre Bewegungen so einiges: Ein weiteres Signal dafür, dass das Gegenüber nicht unbedingt meint, was es sagt, sind wegwerfende Gesten. Neben dem allseits bekannten lässigen Abwinken hervorgebrachter Einwände kann es sich dabei auch um das Entfernen einer imaginären Fussel oder das Ablegen eines bis dato festgehaltenen Gegenstandes handeln. Zeigt der Gesprächspartner also plötzlich übertriebene Anzeichen von Reinlichkeit oder den Wunsch die Hände frei zu bekommen, könnte das ein Hinweis auf soeben hervorgebrachte Unwahrheiten sein.

– Auf einen kurzen Augenblick

Auch die Mimik eines Menschen sendet deutliche Signale. Hierbei geben vor allem die Augen Hinweise darauf, ob eine Person lügt: Fehlender Blickkontakt, unruhiges Umhersehen oder auffallend häufiges Zwinkern können Anzeichen einer bewussten Falschaussage sein. Damit bestätigen Lügner die alte und romantische Annahme, die Augen seien das Fenster zur Seele und gestatteten somit einen Blick in das Innenleben. Im Falle einer Lüge soll dieses möglichst unerkannt bleiben und wird demnach vor den (Ein-) Blicken des Gegenübers verborgen.

– Vom „Ich“ zum „Wir“



Ebensolchen Alarm sollte das familiär wirkende „Wir“ aus dem Mund von Vorständen, Vorsitzenden oder Firmenleitern auslösen. Gehen hochrangige Angestellte dazu über, ihre Ausführungen im Namen sämtlicher Mitarbeiter zu machen, entsprechen ihre Aussagen vermutlich nicht ganz der Wahrheit. Als Grund dafür geben Wissenschaftler eine ebenso einleuchtende wie menschlich wirkende Erklärung ab:

Je höher der Posten ist, den eine Person innerhalb eines Unternehmens bekleidet, desto grösser ist auch ihre Verantwortung – und umso grösser ist ihr Wunsch, diese Verantwortung beim Vermelden schlechter Nachrichten abgeben zu wollen. Das verallgemeinernde „Wir“ wirkt in diesem Falle wie ein Schutzschild, hinter welchem die eigene Person vor Angriffen geschützt werden soll. Positive Meldungen, die nicht geschönt werden müssen, erfolgen hingegen meist aus der „Ich“-Perspektive.

– Umfängliches Wissen

In die gleiche Kategorie wie das verbale Einbeziehen der gesamten Belegschaft fallen Behauptungen wie „allgemein bekannt“, „jedem zugänglich“ oder „alle wissen“. Sie suggerieren dem Gesprächspartner einen vollkommen offenen und transparenten Umgang mit Sachverhalten oder Zahlenwerten, so dass sich konkrete Nachfragen zu erübrigen scheinen. In Wirklichkeit täuschen solche allgemeinen Formulierungen jedoch nur darüber hinweg, dass die damit verbundenen Aussagen nicht korrekt sind.

– Extreme Wortwahl

Ein weiterer Trick, unangenehm klingende Mitteilungen aufzuwerten, ist deren Ausschmückung mit emotionalen Attributen. Die hierfür verwendeten Begriffe richten sich an das Mitgefühl, die Vorstellungskraft und die Begeisterungsfähigkeit des Zuhörers. Dabei erreichen sie oft den Status der Superlative und machen die vorgelegten Ergebnisse besonders „stark“, das Wachstum der Firma nahezu „unglaublich“ oder eine aussichtslose Neuerung extrem „mutig“. In den meisten Fällen soll der Einsatz solch kraftstrotzender Worte jedoch nur vom Kern der Aussage ablenken und die eigentlichen Mankos darin überblenden.



 

Oberstes Bild: Die Wahrheit hinter der Lüge – wie erkennt man sie? (Bild: Stauke – Fotolia.com)



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Über Christiane Dietering

Christiane Dietering hat eine handwerkliche, zwei kaufmännische und eine Autoren-Ausbildung absolviert. Sie arbeitet als freie Texterin, Rezensentin und Journalistin in den Themenbereichen Kunst und Kultur. Ihre Hauptauftraggeber sind Veranstalter von Musikaufführungen, Lesebühnen und Erotik-Events.


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