Sind Mini-Smartphones eine sinnvolle Alternative zu grossen Mobiltelefonen?

16.03.2015 |  Von  |  Neue Medien
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Sind Mini-Smartphones eine sinnvolle Alternative zu grossen Mobiltelefonen?
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Smartphones sind in der alltäglichen Kommunikation heute allgegenwärtig. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Geräte immer leistungsfähiger, funktionaler und schneller werden. Zugleich aber auch immer grösser. Was aber tun, wenn man nicht gewillt oder in der Lage ist, ein grosses Mobiltelefon zu nutzen?

Ebenfalls auf aktueller Technik basierende, dafür aber wesentliche kleinere Smartphones sind die Antwort der Technikhersteller, die zunehmend Mini-Varianten anbieten. Ob eine geringere Grösse tatsächlich der einzige Unterschied zwischen Normal- und Kompaktausgabe ist oder noch weitere Einsparungen vorgenommen wurden, haben wir für Sie herausgefunden.

Schwierigkeiten bei „normalen“ Smartphones

Hinsichtlich der Funktionalität von derzeit erhältlichen High-End-Handys können eine Reihe von Problemen auftreten, wie zum Beispiel:

  • Bildschirmsteuerung:
    Inhalte am oberen Rand sind bei grossen Smartphones, die meist mit dem Daumen einer Hand bedient werden, ab einer Displaydiagonale von fünf Zoll kaum erreichbar – es sei denn, man nimmt auch die zweite Hand zur Hilfe. Wird diese für einen Moment für eine andere Tätigkeit benötigt, folgt ein kurzes Durcheinander, bis eine angenehme Haltung eingenommen werden kann.
  • Platzbedarf:
    Das iPhone 6 Plus in die Hosentausche zu verfrachten, ist für grosse Menschen mit eben solchen Hosentaschen kein Problem. Da der Platz in der Hosentasche hier aber begrenzt ist, bieten für kleine Personen und Frauen lediglich Alternativen wie die allgegenwärtige Handtasche oder ein anderer Aufbewahrungsort die Möglichkeit, das riesige Mobiltelefon sicher zu verstauen – umständlich.
  • Zweckdienlichkeit:
    Möglicherweise ist ein grosses Smartphone für Sie persönlich eigentlich unnötig – auch wenn es sie zum Glück gibt. Aktuelle Technik, die für Sie selbst von grosser Bedeutung ist, gehört oft nur zur Ausstattung platzraubender grosser Handys. Sind Sie tatsächlich wohl oder übel gezwungen, sich ein Gerät anzuschaffen, das eine Displaydiagonale von fünf Zoll oder mehr aufweist?

„Nein!“ ist ohne Zweifel die richtige Antwort. Mini-Smartphones erfreuen sich deshalb so grosser Beliebtheit, weil die Hersteller genau diese Probleme erkannt haben. Worauf Sie sich – abgesehen von den kleineren Abmessungen – noch vorbereiten müssen, zeigen wir Ihnen.


Das Smartphone in der Jackentasche. (Bild: © kozirsky - shutterstock.com)

Das Smartphone in der Jackentasche. (Bild: © kozirsky – shutterstock.com)


„Kleiner“ heisst nicht gleich „besser“!

Dass sich Normal- und Mini-Variante ein und desselben Smartphones von ihrer technischen Ausstattung her nicht unterscheiden, ist die Erwartung vieler Kunden. Unser Test macht anhand zweier Beispiele deutlich, dass Sie selbst bei aktuellen Smartphones nicht darauf bauen sollten:

  • Sony Xperia Z3 und Xperia Z3 Compact:
    4,6 statt 5,2 Zoll beträgt die Grösse der Mini-Variante. Das auf die Luxus-Version Sony Xperia Z2 folgende Smartphone wurde vom japanischen Hersteller noch hinsichtlich zahlreicher weiterer Eigenschaften verändert: Neben der Minderung des Arbeitsspeichers von drei auf zwei Gigabyte wurde die Auflösung auf 720p statt 1080p beschränkt. Die verringerte Akkulaufzeit ist auf die um 500 mAh reduzierte Grösse des Akkus zurückzuführen. Bezüglich des Preises unterscheiden sich beide Varianten derzeit um 100 Franken.
  • HTC One mini 2 und One (M8):
    Die kleinere Ausgabe des in Taiwan produzierten Smartphones misst statt 5,0 nur 4,5 Zoll. Neben dem ebenfalls um 1 Gigabyte reduzierten Arbeitsspeicher wurde auch hier die Display-Auflösung von 1080p auf 720p herabgesetzt. Zwar wurden beim Akku erneut Abstriche gemacht, die Kamera jedoch kommt mit einer erheblich besseren Qualität daher. Der auffälligste Unterschied wird aber bei der Prozessorleistung ersichtlich: Diese wurde von 2,3 Gigahertz auf nur 1,2 Gigahertz reduziert.
    Die Tatsache, dass Sie nicht davon ausgehen können, bei der Mini-Variante ein gleichwertiges Gerät zu erhalten, das lediglich in geringerer Grösse hergestellt wurde, haben unsere Beispiele deutlich gemacht. Obwohl einige technische Spezifikationen auch deutlich besser ausfallen können, sind in der Regel Qualitätsverluste bei der Ausstattung zu erwarten. Ersichtlich wird dies in den von den Herstellern beigelegten Datenblättern, welche die meisten Kunden jedoch in den seltensten Fällen zur Hand nehmen.
    Wozu dann überhaupt die Mini-Variante?
    Ob der Arbeitsspeicher grösser oder kleiner bzw. der Prozessor schneller oder langsamer ist, wird wohl von der Mehrheit der Smartphone-Nutzer nicht einmal bemerkt. Online-Vergleichsportale für Technikliebhaber analysieren zwar beispielsweise kleinere Ausgaben des iPhone 6 Plus, ein Produkt des aktuell wertvollsten Unternehmens der Welt, aber im alltäglichen Gebrauch sind für die Nutzer die Unterschiede in der technischen Ausstattung weniger wichtig als gedacht. Wenn Sie zum Beispiel den folgenden Punkten zustimmen würden, können Sie getrost zur kleineren (und preiswerteren) Variante greifen:
  • Abrufen von E-Mails und Surfen im Netz:
    Ein Geschwindigkeitsunterschied wird Ihnen kaum auffallen, wenn Sie Ihr Smartphone vordergründig für diese Zwecke nutzen. Auch die Handhabung des kleinen Displays ist wesentlich angenehmer für die Finger.
  • Social-Media-Apps wie WhatsApp etc.:
    Ein Computer im Hosentaschenformat ist unnötig, wenn Sie die Verbindung zu Freunden aufrechterhalten wollen. Für diese Zwecke sind die Mini-Varianten gängiger Smartphones absolut ausreichend.


Lediglich für den Fall, dass Sie Spiele auf Ihrem Smartphone anwenden wollen, sind leistungsstarke – und damit meist grössere – Geräte die bessere Lösung. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie einem kleineren und günstigeren Mini-Smartphone den Vorzug geben.

 

Oberstes Bild: © Monkey Business Images – shutterstock.com


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