Longtail–Keywords: Die „Rattenschwanz-Wörter“ als Marktnische entdecken

03.02.2014 |  Von  |  Marketing, Web, Werbung
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Longtail–Keywords: Die „Rattenschwanz-Wörter“ als Marktnische entdecken
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Im Mittelpunkt aller SEO-Massnahmen stehen grundsätzlich die „grossen“ Keywords mit hohem Suchvolumen. Meist sind diese kurz. So genannte Longtail-Keywords sind viel länger und werden deshalb auch weniger gesucht.

Gerade deshalb können sie für E-Commerce-Betreiber eine wahre Goldgrube darstellen.



Wer es klug anstellt, kann sich hier nämlich eine Nische erobern und damit einen klaren Marktvorteil gegenüber Konkurrenten.

Was sind Longtail-Keywords?

In der Regel handelt es sich bei Longtails, um Mehrwort-Kombinationen, z.B.  „bestes smartphone 4 zoll display“. Der englische Begriff „Longtail-Keywords“ ist auch im Deutschen üblich, als Alternative dient manchmal der sprichwörtliche „Rattenschwanz“.  Longtails zeichnen sich auch durch ein geringes Suchvolumen aus.

Warum Longtail – Keywords interessant sind

„Kleinvieh macht auch Mist.“ Dieses alte Bauernsprichwort greift bei Longtail-Suchwörtern perfekt. Die Idee dahinter ist, die eigene Website auf viele Begriffe mit geringen Suchvolumina zu optimieren, anstatt auf wenige Keywords mit hohen Suchvolumina. Die Vorteile davon – bei richtiger Umsetzung – sind:

  • Höhere Sichtbarkeit. Longtail-Keywords erzeugen kürzere Trefferlisten  und SEO-Massnahmen erzielen schneller Ergebnisse .
  • Höhere Qualität der Besucher. Wer nach einem Longtail sucht, weiss was er will.
  • Geringere Kosten pro Klick bei Google Adwords. Die weniger gesuchten Begriffe sind meist auch günstiger.

Longtail-Keywords werden immer spannender

Google ist seit langem dabei, die Websuche immer semantischer, d.h. sprachähnlicher zu gestalten. Ergebnis dieser stetigen Optimierung ist, dass inzwischen ganze Fragen oder Sätze eingegeben werden können und zu brauchbaren Ergebnissen führen. Diese Nutzbarkeit von Google hat sich mittlerweile herumgesprochen.



Eine klassische Frage könnte lauten: „Wie wird das Wetter in Zermatt?“ Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht:

Ganz gute Aussichten für Skifahrer, doch viel wichtiger ist, dass Google die Antwort auf die Frage kompakt zusammengefasst noch vor den eigentlichen Suchergebnisse präsentiert.

Auch die Sprachsuche-Funktion ist neu – dazu braucht man nur ein funktionierendes Mikrofon am PC und schon kann es losgehen. Es versteht sich von selbst, dass auch dieses Feature die Eingabe von Sätzen bedeutend erleichtert. Auf Smartphones ist die Spracheingabe schon gang und gäbe, auch wenn hier noch weitere Verbesserungen zu erwarten (und zu erhoffen) sind.

Klares Fazit: Longtail-Keywords werden eine immer grössere Rolle spielen. Online-Händler können hier also durch entsprechende Optimierung eine sehr gute Sichtbarkeit in den Suchergebnissen erzielen.

So finden Sie Longtail-Keywords

Die erste Quelle für Longtail-Keywords ist ganz einfach Google Suggest. Geben Sie einfach das erste Wort ein, das die gewünschte Suchphrase enthalten soll, und schon bietet Ihnen Google die meistgewählten Fortsetzungen:



Passende Tools nutzen diese und weitere Algorithmen und bieten auf einen Klick lange Listen, die zumindest zur Inspiration dienen können.

Die Begriffe müssen zu den Inhalten passen

Es nützt nichts, auf das Begriffspaar „Smartphone Rangliste“ zu optimieren, wenn man auf der eigenen Seite gar keine derartige Liste führt. Mindestens ein passender Artikel zum Thema sollte auf der Website zu finden sein und der Werbelink sollte auch genau auf diese Unterseite zeigen. Ansonsten stellt Google mangelnde Relevanz fest und bestraft dies mit schlechteren Platzierungen in der Trefferliste. Darüber hinaus wären auch die Besucher enttäuscht, wenn sie nach ihrem Klick nicht den erwarteten Inhalt vorfinden.

Die Suche nach guten Longtail-Keywords ist deshalb durchaus eine erste Stoffsammlung für wertvolle Inhalte, der Einstieg ins Content-Marketing und ein Versuch, den eigenen Kunden interessante Mehrwerte zu bieten.

Die Keyword-Effizienz beachten

Betrachtet man nur die Suchvolumina, kann dies zu falschen Schlüssen über die Auffindbarkeit eines Keywords im Netz führen. Das ist dann der Fall, wenn ein Suchwort zwar seltener gesucht wird, aber bei Suche hohe Trefferzahlen erzeugt. Hier wird es schwierig, sich aus der Masse der Treffer heraus in die oberen Regionen vorzuarbeiten.

Der Keyword-Efficiency-Index ermöglicht es, Keywords eine Effizienz zuzuordnen, indem das Suchvolumen ins Verhältnis zur Trefferzahl gesetzt wird.

Je höher der Keyword-Efficiency-Index, desto weniger Konkurrenz auf der Trefferliste. In diesem Beispiel ist die Chance, mit dem Keyword „Handy Vergleich“ gefunden zu werden, wesentlich höher, als mit dem Keyword „Handy“. Das Suchvolumen je Keyword kann man sich im Google Adwords Tool „Keyword Planer “ anzeigen lassen; die Anzahl der Suchtreffer zeigt Google bekanntlich gleich oben über der Trefferliste.



 

Oberstes Bild: © beermedia – Fotolia.com


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