SEO als Drahtseilakt – mögliche Stolperfallen und wie Sie sie vermeiden

01.02.2014 |  Von  |  Web
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SEO als Drahtseilakt – mögliche Stolperfallen und wie Sie sie vermeiden
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Wenn es um die Recherche im Internet geht, führt kaum noch ein Weg an Google vorbei: knapp 90 Prozent der User aus Deutschland suchen Google auf, wenn sie Input zu den verschiedensten Themen benötigen; in den USA werden fast 70 Prozent aller Anfragen über die führende Suchmaschine getätigt. Auch in grossen Portalen ist Google mittlerweile angekommen: GMX.ch, Web.de und auch Freenet haben die Suchmaschine mittlerweile in ihre Präsenz integriert.

Damit Unternehmen mit ihren Marken und Produkten auch weiterhin in den organischen Suchergebnissen auftauchen und so von den Usern gefunden werden, müssen sie sich zwingend mit den Richtlinien von Google auseinandersetzen und die immer neu auftauchenden Anpassungen der Algorithmen kennen. Wer in der Sichtbarkeit verliert, rutscht nach unten und wird in der Folge auch nicht mehr vom Suchenden wahrgenommen.



Wie nachhaltig der Verlust der SEO Visibility – durch eine fehlende SEO-Strategie oder durch eine offizielle Sanktion durch Google – dem Unternehmenswert schaden kann, musste kürzlich das amerikanische Online-Reiseportal Expedia erfahren. Vor wenigen Wochen brach die SEO Visibility der Hauptdomain expedia.com um drastische 25 Prozent ein. Eine tiefergehende Datenanalyse von Searchmetrics (auch nachzulesen im Searchmetrics Blog) deutet auf eine Abstrafung durch Google hin – aufgrund einer Vielzahl vermeintlicher unnatürlicher Links zur Domain und einigen weiteren wichtigen URLs von expedia.com. In der Folge des Absturzes der Sichtbarkeit in den organischen Suchergebnissen stürzte auch der Aktienkurs des Unternehmens spürbar ab. Diese Entwicklungen wiederum wirken sich nachhaltig negativ auf die Geschäftsbilanz und vor allem auf den Unternehmenswert Expedia aus.

Bild: fotogestoeber - Fotolia.com

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Nicht zuletzt durch diesen aktuellen Fall wächst die Unsicherheit unter Unternehmen, ob die eigene SEO-Strategie wirklich allen Google-Richtlinien entspricht und auf welche Risiken ganz besonders zu achten sind. Marcus Tober, CEO und Unternehmensgründer von Searchmetrics, rät daher Unternehmen, vor allem drei wichtige Fragen im Blick zu behalten:

  • Wissen Sie, welche Auswirkungen eine Abstrafung von Google auf Ihren Umsatz und Gewinn und damit Ihren Unternehmenswert haben könnte?
  • Wissen Sie, ob Ihre SEO-Strategie den Richtlinien von Google entspricht?
  • Wissen Sie, was Ihr SEO-Team in der Vergangenheit getan hat, das Ihr Unternehmen in Zukunft beeinflussen könnte?

Besonders letztere Frage sei enorm wichtig, denn viele SEO-Aktivitäten aus den vergangenen Jahren könnten durch die ständig neu hinzukommenden Überarbeitungen der Google-Algorithmen plötzlich zu einem Problem werden. Als ein potenzielles Beispiel sei die „Natürlichkeit des Linkprofils“ zu werten, auf die Google immer stärker achtet. „Vor einiger Zeit war es in der SEO-Branche sehr verbreitet, in die Footer von Unternehmens-Webseiten viele Keyword-Links einzubauen. Aktuell können solche Massnahmen durchaus kontraproduktiv wirken, da Google bewusst auffällig gestaltete interne Verlinkungen durchaus ins Visier nimmt“, erklärt Marcus Tober. Aber nicht nur das Linkprofil bietet Angriffsfläche, auch in den Bereichen „Content“, „Linkkauf“ und der Technik einer Seite allgemein verbergen sich Spam-Signale an Google.

„Viele Tricks und Kniffe, die sich in der Vergangenheit bewährt haben, führen heute nicht immer zum gewünschten Ziel. Natürlich führt eine einzelne Unauffälligkeit nicht automatisch zu einer Abstrafung durch Google, aber durch das Zusammenspiel einer Vielzahl verschiedener Komponenten wächst die Wahrscheinlichkeit einer Penalty, wenn Unternehmen ihre SEO-Strategie nicht regelmässig monitoren und anpassen.“



 

Oberstes Bild: © style-photography.de – Fotolia.com

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