Das Bewerbungsessen meistern: Mit diesen Tipps wird der Business Lunch zum Erfolg

07.07.2019 |  Von  |  Personalleitung
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Das Bewerbungsessen meistern: Mit diesen Tipps wird der Business Lunch zum Erfolg
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Vor allem bei grossen Konzernen, Unternehmen, die eine gehobene Kultur pflegen oder auch an Universitäten werden Bewerber zu einem Bewerbungsessen eingeladen. In der Regel handelt es sich um einen Business Lunch. Wie so viele Trends kommt auch dieser aus den USA, dort ist die Bewerberauswahl für besondere Positionen oder Plätze an namhaften Universitäten ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren.

Ein gemeinsames Essen gehört auf jeden Fall dazu und das hat mehrere Gründe. Der zukünftige Arbeitgeber kann sich mehrere Bewerber gleichzeitig ansehen und ganz andere Fähigkeiten prüfen, als in einem schriftlichen Einstellungstest. Bei einem Essen wird darauf geachtet wie gut die Manieren und das Benehmen sind und wie es mit dem Sozialverhalten des Bewerbers aussieht. Dabei gibt es wie so oft viele kleine versteckte Hürden, an denen man besser nicht stolpern sollte.

Das richtige Outfit

Auch wenn es ein Restaurantbesuch ist, es bleibt ein Bewerbungsgespräch. Deshalb ist es sinnvoll sich entsprechend zu kleiden. Das Restaurant wird in der Regel in der Einladung bekannt gegeben, so ist ein Blick auf die Internetseite möglich, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Trotzdem sollte das Outfit nicht der Location, sondern dem Anlass entsprechen. Kostüm oder Jackett lassen sich auch im Café oder Bistro tragen und an einem seriösen Business-Outfit ist im Zweifelsfall auch im zwei Sterne-Restaurant nichts falsch.



Die Bewerbung um eine Stelle steht im Vordergrund, nicht das Event an sich. Authentisch aber stilvoll zu bleiben ist dabei die eigentliche Aufgabe.

Das Mobiltelefon

Eine der schlimmsten Strafen für viele Bewerber: Das Mobiltelefon bleibt in der Tasche.

In Zeiten, in denen sich alles um das Smartphone dreht, ist das für viele der schwerste Teil. Das Mobiltelefon muss während des Essens auf lautlos gestellt werden und sollte die Tasche am besten gar nicht verlassen. Anrufe und Nachrichten müssen bis nach dem Essen warten und auf gar keinen Fall darf das Smartphone auf den Tisch.

Das richtige Gericht

Bei der Auswahl des Essens gibt es drei Regeln: Es darf nicht kleckern, es darf keine Aufmerksamkeit erfordern und man darf hinterher nicht unangenehm riechen.

Suppen, Spagetti, grossblättrige Salate, Hamburger und Spare Ribs sind tabu. Alle Gerichte, die Potenzial haben sich oder den Tischnachbarn zu verkleckern sollten gemieden werden. Ebenso Speisen, die die Hände verschmutzen, wie zum Beispiel Burger oder Hähnchenschlegel.

Ein Essen, das Aufmerksamkeit erfordert, wie Muscheln, Krustentiere oder Bandnudeln, sollte ebenfalls von der Karte gestrichen werden. Die Konzentration muss während des gesamten Aufenthaltes auf der Kommunikation und dem Bewerbungsgespräch liegen können.

Es ist nicht nur wichtig ein Essen zu wählen, das nicht ablenkt und kein Chaos versucht, man sollte auch auf die Zutaten achten. Im Anschluss finden eventuell noch weitere Gespräche statt, daher empfiehlt es sich extreme Knoblauch- oder Zwiebelgerichte auf den Feierabend oder das Wochenende zu verschieben.

Vorsicht bei Alkohol

Beim Thema Alkohol ist etwas Vorsicht geboten. Wenn der Arbeitgeber zuerst Bier oder Wein bestellt, ist es in Ordnung auch ein Glas zu bestellen. Allerdings bitte nur in entsprechendem Mass. Wer fahren muss, bestellt am besten keinen Alkohol, oder maximal ein Bier. Auch wer nicht fahren muss, ist gut beraten, sich mit einem alkoholischen Getränk zu begnügen. Zu jedem Gang ein alkoholisches Getränk, im Anschluss einen teuren Cocktail oder drei Bier zum Hauptgang sind ein absolutes No-Go.

Ein Bewerberessen ist ein Test und man gilt keineswegs als Spassbremse, wenn man nicht oder wenig trinkt. Verantwortungsgefühl und Disziplin sind in diesem Fall die entscheidenderen Qualifikationen. Nichtsdestotrotz ist Alkohol grundsätzlich erlaubt bei einem Business Lunch und kann passend zu dem Essen und der Situation sein.

Das A und O – gute Tischmanieren

Es geht nicht darum den Knigge Leitfaden im Detail zu kennen, aber die wichtigsten Tischmanieren müssen einfach sitzen. Die Ellbogen kommen nicht auf den Tisch, eben sowenig das Smartphone. Schmatzen, Rülpsen, Schlürfen sind absolut tabu.

Es wird auf keinen Fall mit offenem Mund gekaut und nicht mit vollem Mund gesprochen.

Auch zum Schlingen oder Stopfen besteht kein Anlass. Es wird nicht beim Nachbarn probiert und auf keinen Fall wird mit der eigenen Gabel oder dem Löffel etwas aus einer Schüssel für mehrere genommen, zum Beispiel Beilagen oder Gemüse.

Höflichkeit und Konversation

Bei einem Bewerberessen wird das Sozialverhalten die ganze Zeit beobachtet und bewertet. Deswegen ist es wichtig zu allen höflich zu sein, egal ob Bedienung, Mitbewerber oder die Gäste am Nebentisch. Freundlichkeit, Höflichkeit und Anstand können am Ende bei der Bewerberauswahl entscheidend sein. Selbst wenn es Anlass zu Ärger oder Kritik gibt, souverän und höflich ignorieren und auf keinen Fall einen Streit herausfordern.


Freundliches und höfliches Auftreten allen Anwesenden gegenüber ist Pflicht beim Business Lunch. (Bild: Pressmaster – shutterstock.com)


Die Tischgespräche wird der Arbeitgeber vorgeben, auf aktuelle Themen in Politik, Wirtschaft und Sport vorbereitet zu sein ist auf jeden Fall hilfreich. Selbst wenn die Stimmung sehr vertraut erscheint, bitte nicht aus dem Nähkästchen plaudern. Lästern über den letzten Arbeitgeber, den Ex-Partner oder die anderen Gäste zählt als schlechtes Benehmen und führt schnell zu Disqualifikation.

Die Tischkonversation sollte intelligent, weltoffen und interessiert sein. Nicht zu zurückhaltend, aber es verlangt auch niemand nach einem Marktschreier oder einem Pausenclown. Zum guten Ton gehört es, sich bei der Verabschiedung höflich und persönlich für die Einladung bei dem Arbeitgeber zu bedanken.

 

Titelbild: Rawpixel.com – shutterstock.com


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