Inbound-Marketing – Vorteile und Möglichkeiten

26.06.2014 |  Von  |  Marketing
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Inbound-Marketing – Vorteile und Möglichkeiten
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Marktschreierische Werbung war gestern, heute setzt man auf Inbound-Marketing, wenn bestehende Kundenbeziehungen gepflegt und Neukunden gewonnen werden sollen. Denn die Strategie, als Unternehmen dort in Erscheinung zu treten, wo die Zielgruppe nach Produkten aus der Palette des eigenen Unternehmens sucht, ist nachweislich effektiver als das breit gestreute Versenden von Werbebotschaften.

Um Inbound-Marketing ist in jüngster Zeit ein regelrechter Hype entstanden, es hat die Werbeauftritte vieler Firmen grundlegend verändert. Statt permanent in allen Medien zu verkünden, dass das eigene Produkt das beste sei, hat man sein Ohr nun am Kunden, lernt seine Bedürfnisse und Wünsche kennen. Die Vorteile dieser Strategie sprechen für sich. Wenn ein Unternehmer mit seinem Angebot dort präsent ist, wo Interessenten nach Produkten aus der Angebotspalette seines Unternehmens suchen, entspricht dies dem klassischen Aufeinandertreffen von Angebot und Nachfrage, es entsteht also ein Markt. Ohne Barrieren überwinden oder Bedürfnisse erst wecken zu müssen, können auf diese Weise mit minimalen Streuverlusten neue Kunden gewonnen werden. Die damit einhergehende interaktive Kommunikation mit der Zielgruppe über Social-Media-Kanäle kann überdies zum Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen genutzt werden.



Ein zentraler Vorteil von Inbound-Marketing sind die geringen Kosten. So das Unternehmen über ein ausreichendes Customer Insight verfügt, also detaillierte Kenntnis darüber besitzt, wo die anvisierte Zielgruppe online anzutreffen ist und wie sie sich verhält, entstehen durch Inbound-Marketing kaum zusätzliche Kosten. Denn eine suchmaschinenoptimierte Webpräsenz ist im hart umkämpften Online-Business ohnehin eine Grundvoraussetzung, die Kosten dafür in der Regel im Budget fix eingeplant. Daher ist der finanzielle Aufwand für Inbound-Marketing im Vergleich zu konventionellem Outbound-Marketing, wo Reichweiten teuer erkauft werden müssen, deutlich geringer.

Content-Marketing: Auf den Mehrwert kommt es an

Hat der Nutzer das Gefühl, für seine Aufmerksamkeit und Klickbereitschaft belohnt worden zu sein, wird er die Website in positiver Erinnerung behalten. Einen erkennbaren Mehrwert zu bieten ist daher für den Erfolg sehr wichtig. Jener kann darin bestehen, dass die Fragen des Nutzers beantwortet wurden, oder auch darin, dass dieser etwas erfahren hat, was er so noch nicht wusste. Aber auch Content, der dem Zeitvertreib dient, wie etwa Spiele oder Rätselaufgaben, erfreut sich grosser Beliebtheit.

Im Rahmen des Content-Marketing, welches einen Teilbereich des Inbound-Marketing darstellt, werden aktuelle und hochwertige Inhalte, die einen konkreten Mehrwert beinhalten, online zur Verfügung gestellt. Der Content sollte dabei einen Bezug zum Unternehmen selbst oder zu einem bestimmten Produktbereich aufweisen. Der Inhalt kann auf der Landingpage des Unternehmens zum Download bereitgestellt oder als interessantes Video mit hoher Bildqualität angeboten werden. Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, den Nutzer das latent vorhandene Verkaufsinteresse nicht merken zu lassen. Die Inhalte sollten also nicht werblich gestaltet sein, sondern objektiven Informationswert bieten.



Durch die ausgeprägte Viralität sozialer Netzwerke steigen die Reichweiten bei der Verbreitung hochwertigen Contents exponentiell an, was nicht nur zu einer Erhöhung der Conversions führt, sondern sich auch vorteilhaft auf das Image des Unternehmens auswirkt. Darüber hinaus wird das zielgruppenspezifische Branding der angebotenen Produktmarken signifikant erhöht. Langfristig kann auf diese Weise ein Image als Experte für den jeweiligen Produktbereich aufgebaut und so die Reputation des Unternehmens weiter gestärkt werden.



Der Erfolg von Content-Marketing lässt sich nicht direkt in Umsatzzahlen ausdrücken, massgeblich sind vielmehr positive Social Signals (Likes, Shares, Comments) in sozialen Netzwerken. Diese Signale sollten kontinuierlich ausgewertet werden. Vor allem das Feedback der anvisierten Zielgruppe ist von entscheidender Bedeutung.

Inbound-Marketing - Ohne SEO geht gar nichts. (Bild: StevanZZ / Shutterstock.com)

Inbound-Marketing – Ohne SEO geht gar nichts. (Bild: StevanZZ / Shutterstock.com)

Ohne SEO geht gar nichts



Von Kunden und kaufbereiten Interessenten im Netz gefunden zu werden, wäre ja theoretisch ziemlich einfach. Alles, was man dazu braucht, ist ein gutes Ranking bei Suchmaschinen. Da die Mehrzahl der Interessenten vor einer Kaufentscheidung im Internet nach geeigneten Angeboten sucht, wäre eine Platzierung des eigenen Angebots auf der ersten Seite in den Ergebnislisten von Google & Co. schon fast die halbe Miete. Dazu ist es allerdings erforderlich, die eigene Webpräsenz an die rigiden Kriterien anzupassen, anhand derer Suchmaschinen hochwertige Websites von Spam unterscheiden.

Ohne Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimizing/SEO) geht also nichts. Wirksame SEO-Massnahmen erfordern allerdings neben einschlägigem Fachwissen auch einige Erfahrung, da es hier oft auf Feinheiten ankommt. Durch optimale Termgewichtung, den Aufbau qualifizierter Backlinks, die suchmaschinenfreundliche Verwendung von Grafiken, Videos und Bildern und nicht zuletzt durch eine übersichtliche Navigation werden die Suchalgorithmen von Google & Co. davon überzeugt, dass die Webpräsenz in Bezug auf formellen Aufbau sowie Aktualität, Qualität und Relevanz der Inhalte jenen Anforderungen entspricht, die an einen erstklassigen und professionellen Webauftritt gestellt werden. Fortlaufende Wartung und Aktualisierung der Seite vorausgesetzt, kann auf diese Weise ein dauerhaft hohes Ranking bei Suchmaschinen erzielt werden.

Was sollte beim Einsatz von Inbound-Marketing beachtet werden?

Effektives Inbound-Marketing sollte stets im Rahmen einer strategischen Online-Marketingkampagne Verwendung finden und mit den anderen Marketing-Aktivitäten des Unternehmens koordiniert sein. Durch die entstehenden Synergieeffekte wird der Wirkungsgrad der Kampagne optimiert, Streuverluste können gering gehalten werden. Von grosser Bedeutung ist auch eine kontinuierliche Messung und Auswertung der erzielten Resultate sowie die ständige Ausrichtung auf das Verhalten der Zielgruppe. Die aus einem derartigen Monitoring gewonnenen Erkenntnisse verbessern nicht nur Marketing und Produktentwicklung, sondern ermöglichen auch im Zuge von Folgekampagnen ein reibungsloses Retargeting und Remarketing.



 

Oberstes Bild: © Maksim Kabakou – Shutterstock.com


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