Apple-Quartalsbericht: Weniger Umsatz als erwartet

05.08.2014 |  Von  |  News

Geschätzte Lesezeit: 4 minutes

Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Jetzt bewerten!

Seit dem Launch des ersten iPhones ist die Erfolgsgeschichte von Apple ungebrochen. Ob der Trend nach dem Tod des Firmengründers und CEO Steve Jobs langfristig weiterhin nach oben zeigt, war in den letzten Jahren in den Medien und bei den Analysten immer wieder Thema.

Grund zur Besorgnis gibt es bei dem Technologiekonzern aus dem kalifornischen Cupertino bis auf Weiteres nicht. Trotz seiner nach wie vor ausgezeichneten Performance zeigen sich schleichende Veränderungen. Nach der Präsentation der Ergebnisse des zweiten Quartals 2014 waren zumindest einige Experten tendenziell ernüchtert. Zwar ist der Umsatz des Konzerns auch im abgelaufenen Quartal gestiegen – die Zuwächse waren jedoch etwas geringer als erwartet.



Das iPad bremst Apples Umsatzwachstum derzeit etwas aus

Im zweiten Quartal ist der Konzernumsatz um rund sechs % auf 37,4 Milliarden US-Dollar gewachsen, die Prognosen lagen bei rund 38 Milliarden Dollar. Auf dem Markt konnte das Unternehmen vor allem mit dem iPhone punkten. Dessen Absätze verbesserten sich um rund 13 % und beliefen sich weltweit auf 35,2 Millionen Exemplare. Die Nachfrage nach einem iPhone fokussierte sich im laufenden Quartal stark auf Schwellenländer wie China, Russland, Brasilien und Indien. Apple-CEO Tim Cook liess wissen, dass die iPhone-Absätze allein in China um 48 % gestiegen wären. Bedenkenswert ist an dieser Stelle auch, dass viele iPhone-Fans den Kauf ihrer Geräte auf den Herbst verschieben: Im September stellt Apple traditionell die neue Generation seines Smartphones vor. Ausserdem hat Apple im zweiten Quartal 13,3 Millionen iPads abgesetzt und blieb auch hier hinter den Erwartungen etwas zurück – die Konkurrenz durch Android-Tablets, darunter auch deutlich günstigere Modelle, wirkt sich in diesem Marktsegment offensichtlich immer stärker aus.

Keine spektakulären Neuentwicklungen in der Pipeline?

Zu Lebzeiten von Steve Jobs überraschte Apple den Markt und seine Investoren regelmässig mit Erfindungen, die zum Teil die ganze Branche revolutionierten. Seit dem Launch des ersten iPad vor vier Jahren schien die Zeit solcher spektakulären Neuentwicklungen vorerst jedoch vorbei zu sein.



Mit Spannung wird daher erwartet, welche neuen Apple-Produkte voraussichtlich im Herbst erscheinen werden. Spekuliert wird unter anderem über die iWatch sowie ein neues iPhone mit grösserem Display, mit dem der Konzern sich gegenüber dem globalen Konkurrenten Samsung wieder offensiver positionieren will. Nach einem von Apple wie üblich nicht bestätigten Bericht des Wall Street Journals ist die Produktion von 70 bis 80 Millionen Stück der neuen iPhones bereits beauftragt worden. Für das iPhone 5s und das günstigere iPhone 5c rechnen Beobachter mit einem Gehäuse-Upgrade.





"Bahnbrechende" Kooperation mit IBM für Business-Kunden. (Bild: JuliusKielaitis / Shutterstock.com)

„Bahnbrechende“ Kooperation mit IBM für Business-Kunden. (Bild: JuliusKielaitis / Shutterstock.com)

„Bahnbrechende“ Kooperation mit IBM für Business-Kunden

Spannend war eine bereits valide Meldung, die in den letzten Tagen ebenfalls die Runde machte: In Zukunft kooperiert Apple mit dem Computerriesen IBM, um seine Geräte für Geschäftskunden attraktiver als bisher zu machen. Im Blick haben die neuen Partner Branchen wie den Einzelhandel, Banken, Telekommunikation, Reise und Verkehr sowie das Gesundheitswesen, für die jeweils bestimmte Apps entwickelt werden sollen. Der Marktstart der Anwendungen ist für den kommenden Herbst geplant. Von CEO Tim Cooks wurde der Start der Kooperation in einem internen Memo als „bahnbrechend“ bezeichnet.



 

Oberstes Bild: © pio3 – Shutterstock.com


Ihr Kommentar zu:

Apple-Quartalsbericht: Weniger Umsatz als erwartet

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die belmedia AG behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.