Online Marketing Trends 2014 – und was sagt IBM dazu?

26.12.2013 |  Von  |  News
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Online Marketing Trends 2014 – und was sagt IBM dazu?
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Am 11. Dezember stellten wir Ihnen vor, welche Online Marketing Trends das amerikanische Wirtschaftsunternehmen Forbes für das Jahr 2014 erwartet. Ein weiterer Riese der Unternehmenswelt hat sich zu diesem Thema geäussert, den wir gerne ergänzend zu Wort kommen lassen möchten.

Das IT- und Beratungsunternehmen IBM hat ebenfalls eine Prognose zu Online Marketing Trends 2014 gewagt, aus der wir zwei Punkte hier aufgegriffen und näher erläutert haben.



„Omni-Channel wird Pflicht“

Als Einzelhändler sollte man auf verschiedene Vertriebskanäle setzen. Vor vielen Jahren war es für ein Versandhaus üblich und auch allgemein akzeptiert, dass der Kundenkontakt durch das Zusenden eines Produktkatalogs gepflegt wurde. Bevor das Internet die Welt veränderte, waren Produktinformationen und Vergleichsmöglichkeiten für Kunden nicht in Sekundenschnelle verfügbar und ein simpler Produktkatalog wurde schon als angenehmer Service von Seiten des Unternehmens empfunden. Insgesamt kaufte man als Kunde meist bei einigen wenigen Stammgeschäften und richtete sich deutlich stärker nach deren Angeboten – man kaufte das, was es dort gab.

Unternehmen müssen sich heute präsentieren und am Kunden orientieren

Diese Zeiten gehören weitestgehend der Vergangenheit an. Als Kunde kann man heute aus einem internetweiten Sortiment wählen und auch interkontinentale Distanzen stellen für den Versand kein wirkliches Hindernis dar. Wenn Anbieter A es nicht hat, kauft man es bei Anbieter B. Einzelhändler sind viel mehr darauf angewiesen, sich zum einen nach den Wünschen ihrer Kunden zu richten und zum anderen sich selbst zu präsentieren, um aus der Anbieterflut herauszustechen.

Ein vielversprechendes Konzept ist die enge Verbindung zwischen online- und offline-Angebot. In einem Whitepaper von 2013 hat IBM die Ergebnisse einer Kundenbefragung veröffentlicht, in der Onlineshops und stationäre Händler miteinander verglichen werden. Die Ergebnisse zeigen, dass beide Kaufformen ihre Stärken haben: Der Onlinekauf ist meist günstiger und geht schneller vonstatten, während das Produkt nach dem Kauf beim stationären Händler sofort verfügbar ist und vor dem Kauf begutachtet werden kann (Haptik).



Verbindung von online- und offline-Angebot

Es erscheint daher nur sinnvoll, beide Verkaufskanäle miteinander zu verbinden, anstatt sie gegeneinander auszuspielen. Schon jetzt informieren sich zahlreiche Kunden zuerst online über ein Produkt – vermutlich auch, weil man im Internet objektivere Ratschläge als vom Verkäufer erwartet – bevor sie es im Ladengeschäft kaufen oder begutachten ein Produkt im Ladengeschäft, bevor sie es im Onlineshop kaufen.

„Die Kunden werden im Informations- und Einkaufsprozess die Website als natürliche Erweiterung des stationären Geschäfts sehen“, zitiert onlinemarketing.de Daniel Schawalder von IBM Switzerland. Insgesamt sieht Schawalder für 2014 im Einzelhandel die Notwendigkeit, alle Vertriebskanäle (beispielsweise stationärer, Online-, Versand- und Kataloghandel) auszuschöpfen und in gleicher Weise zu pflegen. Ein Kunde soll nach Möglichkeit über alle Kanäle alle relevanten Informationen erhalten und auch Käufe tätigen können. Diese Vertriebsausrichtung wird auch „Omni-Channel“ genannt. Für das Jahr 2014 lautet Daniel Schawalders Einschätzung: „Omni-Channel wird Pflicht.“

Mobile Endgeräte bieten einen neuen Markt mit neuen Möglichkeiten. © WoGi - Fotolia.com

Mobile Endgeräte bieten einen neuen Markt mit neuen Möglichkeiten. © WoGi – Fotolia.com




Marktpotential der mobilen Endgeräte

Mobile Endgeräte erobern den Markt im Sturm. Laut der Statista GmbH wurden in den Jahren 2011 bis 2013 ungefähr 7,7 Millionen Tablets allein in Deutschland verkauft und die Zahl der Smartphonenutzer liegt im Jahr 2013 bei ca. 37 Millionen.

Der Mobile Markt hat weit mehr Potential, als lediglich den Onlineshop mobil verfügbar zu machen. Responsive Design, also die Optimierung bzw. Neugestaltung des Website-Layouts, um auf mobilen Endgeräten gut lesbar zu sein, ist nur der erste Schritt. Es macht die eigene Website auf einem weiteren Kanal verfügbar, aber der mobile Markt bietet nicht nur einen weiteren Kanal für Altbekanntes, sondern auch völlig neue Möglichkeiten.

Mehr als ein weiterer Kanal für Altbekanntes

Mit mobilen Endgeräten sind viele Nutzer heute „always-on“. Wenn man Ihnen nützliche Apps anbietet, die gerade diese einzigartige Möglichkeit des always-on ausnutzen, kann man ein hervorragendes Alleinstellungsmerkmal (USP) erzeugen. Der US-amerikanische Spielzeughersteller Toys „R“ Us hat in diesem Jahr Apps getestet, die dem Nutzer automatisch Nachrichten auf das Smartphone schickt (Push-Nachricht), die ihn über die neuesten Rabattaktionen in den Geschäften informiert, die in seiner Nähe liegen. Auch die Deutsche Bahn hat die Push-Nachricht für sich entdeckt und bietet seinen Kunden via App einen Verspätungs-Alarm für seine gewählten Zugverbindungen an.

Daniel Schawalder bringt es mit folgenden Worten auf den Punkt: „Statt nur Inhalte für den mobilen Kanal zu optimieren, müssen sich die Unternehmen Gedanken über den Nutzungskontext, neue Geschäftsmodelle und angepasste Prozesse machen.”



 

Oberstes Bild: © Butch – Fotolia.com


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