Finanzmarkt-Risiken: für die europäischen Banken nach wie vor akut

04.07.2014 |  Von  |  News
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Finanzmarkt-Risiken: für die europäischen Banken nach wie vor akut
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Viele Medienberichte des vergangenen Jahres erweckten bei ihrem Publikum den Eindruck, die Finanzkrise sei endgültig vorbei – Experten waren sich hier von jeher nicht besonders sicher. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich warnt in ihrem Jahresbericht nun vor neuen Krisenszenarien: Die Situation der europäischen Banken sei weiterhin fragil. Aktionen konservativer Grossanleger könnten zu neuen Turbulenzen führen.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat ihren Sitz in Basel und ist eine globale Plattform für den internationalen Austausch der Notenbanker. Seinerzeit gehörte sie zu den wenigen Institutionen, die den Ausbruch der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise vorhergesehen hatten. Ihr Jahresbericht gilt in Expertenkreisen als eine wichtige Analyse der Weltwirtschaft, der internationalen Finanzpolitik sowie der Trends der Märkte. Wenn die BIZ der europäischen Bankenlandschaft Schwächen attestiert, ist dies also ein wichtiger Risiko-Indikator.



Bilanzcheck der EZB fördert Bankenkonsolidierung

Der BIZ-Bericht kommt zu dem Schluss, dass die Konsolidierung der Branche nach der Krise zwar recht gut gediehen sei – vor allem in Europa bleibe die Lage jedoch angespannt. Hier bestehe weiterhin grosser Handlungsbedarf, um die Geschäftsmodelle der Banken langfristig abzusichern. Beispielsweise sei die hohe Verschuldung vieler Banken weiterhin ein Risiko. Aktuell macht die BIZ allerdings auch positive Signale aus: Auch im Zusammenhang mit dem Bilanzcheck der Europäischen Zentralbank (EZB) – dem sogenannten „Stresstest“ für Banken – machen die Institute in der Euro-Zone nun offensichtlich Ernst damit, ihre Bilanzen aufzuräumen und interne Risiken zu minimieren.

Schwächen in der Euro-Zone – durch Schuldenkrise und teils schlechte Konjunktur

Ausserhalb der Euro-Zone haben laut BIZ-Bericht die Gewinne der Banken wieder deutlich angezogen – nicht nur die USA, sondern auch die Schweiz bekommen hier ebenso wie bei anderen Performance-Indikatoren gute Noten. In den Euro-Staaten seien die Erträge angesichts der Schuldenkrise und der in vielen Ländern schlechten Konjunktur limitiert geblieben. Weltweit haben die Institute seit der Krise ihre Risikopuffer verstärkt und ihren Bestand an riskanten Anlagemodellen eingeschränkt.



Letzteres sehen die BIZ-Experten allerdings nicht nur positiv: In vielen Fällen handelt es sich dabei um Rechengrössen, da die Banker sich nun auf optimistischere Risikomodelle berufen. Die BIZ als „Bank der Zentralbanken“ forderte hier – nicht zum ersten Mal – mehr Transparenz, um das Vertrauen in die Stabilität der Branche zu stärken.

Niedrige Zinsen führen zu neuen Risiken durch bestimmte Investoren

Der neue Chefökonom der BIZ, Hyun Song Shin, sieht in den Anlageaktivitäten von Grossinvestoren wie Pensionskassen oder Vermögensverwaltern ein neues Risiko. An den Finanzmärkten agieren sie normalerweise konservativ und risikobewusst, um das Vermögen ihrer Klienten zu schützen – die weltweit niedrigen Zinsen sowie zum Teil der Druck, garantierte Erträge zu erzielen, veranlassen sie jedoch zu immer riskanteren Transaktionen.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters äusserte Shin, dass diese Praxis in absehbarer Zukunft durchaus zu einem „schmerzhaften und sehr zerstörerischen Umschwung“ führen könnte. Der südkoreanische Ökonomieprofessor betrachtet vor allem die geringen Notierungsschwankungen an den Weltmärkten als ein Warnsignal – aus seiner Sicht eine trügerische Ruhe, die verdeckt, dass bei einzelnen Investoren bereits jetzt immense Risiken bestehen.



 

Oberstes Bild: © AshDesign – Shutterstock.com



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