Nigerisches Unternehmen knüpft Social-Media-Aktivitäten an Bonität

27.11.2017 |  Von  |  Finanzen, News, Web
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Nigerisches Unternehmen knüpft Social-Media-Aktivitäten an Bonität
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Die südafrikanische Geschäftsbank Barclays Africa Group testet in Zusammenarbeit mit dem nigerischen Start-up Social Lender, wie gut sich die Kreditwürdigkeit von Klienten über deren Accounts in sozialen Netzwerken errechnen lässt.

Dabei ist vor allem relevant, mit wem die User befreundet sind. Die Methode hat laut Branchenexperten vielversprechendes Potenzial.

Freunde sollen Sicherheit vermitteln

„Dem Darlehensgeber soll es möglich sein, die Kreditwürdigkeit festzustellen, indem er sich etwa die Freundesliste in sozialen Netzwerken ansieht. Wenn du beispielsweise mit Barack Obama befreundet bist, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass du den Kredit zurückzahlen kannst“, erklärt Nvalaye Kourouma von Barclays Africa. Kourouma zufolge ist es künftig sehr wahrscheinlich, dass auch Grossbanken Social Media in die Kunden-Recherche einbeziehen.

„Social Lender ist eines der Start-ups, denen wir helfen. Wir sind in der Testphase und es muss sich zeigen, ob die Idee auch auf 1.000 Klienten angewandt werden kann“, so Kourouma. Es sei wichtig herauszufinden, ob die Möglichkeit besteht, zahlreiche Klienten gleichzeitig und vor allem zuverlässig zu analysieren. Anfragen für Darlehen seien keine Einzelfälle und müssten deshalb auch in grosser Zahl bearbeitet werden können. Neben Facebook könnte auch der Kurznachrichtendienst Twitter in das Recherche-Spektrum von Kreditgebern fallen. Um die Kreditwürdigkeit zu überprüfen, sollen jedoch nicht nur Freundeslisten verfolgt werden, sondern auch der Content, den User veröffentlichen.

Inhalte entlarven Verschwender

Kommentare könnten beispielsweise verraten, ob der Nutzer ein eher extravaganter Mensch ist. Ist ein User einmal als „extravagant“ kategorisiert, könnte es ihm künftig schwerer fallen, einen Kredit zu bekommen. Vergleichsweise zurückhaltendere User würden eher als „sparsam“ klassifiziert. Laut den Experten ist es demnach wahrscheinlich, dass diese Nutzer-Gruppe schneller ein Darlehen bekommt als andere. Auch Arbeitgeber setzen des Öfteren auf die Überprüfung von Social-Media-Accounts. Die EU-Datenschutzbehörde musste deshalb eigene Richtlinien verfassen.

Ob es spezielle Richtlinien für Banken geben wird, ist noch unklar.

 

Quelle: pressetext.redaktion
Bildquelle: pressetext.redaktion

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