Ergebnisse einer KMU-Umfrage zur Talentsuche im Ausland liegen vor

09.12.2016 |  Von  |  Arbeitsmarkt, News

Geschätzte Lesezeit: 4 minutes

Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Jetzt bewerten!

Wie finde ich das richtige Talent im Ausland? Vor allem KMU stellen sich diese Frage auf ihrem Weg zu internationalem Wachstum. Eine KMU-Umfrage von Switzerland Global Enterprise (S-GE) und die Expertise von BRAINFORCE® zeigen, dass dabei in jedem Markt sehr unterschiedliche Erfolgsfaktoren existieren.

Niederlassungen sind ein wichtiger Schritt für die Internationalisierung von KMU, Tendenz steigend. Über 40 % der Befragten beschäftigen bereits heute Personal im Ausland, ein Viertel plant Neueinstellungen in den kommenden 18 Monaten.

Internationales Wachstum braucht gute Mitarbeiter

„Die Frankenstärke und die Verschiebung des globalen Konsums nach Asien treiben KMU dazu, sich intensiver und breiter zu internationalisieren“, erläutert Alberto Silini, Leiter Beratung bei Switzerland Global Enterprise. „Eine Filiale im Ausland mit eigenen Mitarbeitenden zu gründen, ist dabei ein kritischer Schritt – denn mehr Wachstum lässt sich insbesondere in fernen Märkten oft nur mit einer grösseren Nähe zum Kunden realisieren.“

Die Mitarbeitenden der befragten KMU dienen daher zu über 40 % dem Vertrieb, Marketing oder Kundendienst und bearbeiten den Markt so intensive,r als es häufig nur mit einem Distributionspartner möglich wäre.

Für drei Viertel der KMU ist die Identifikation guter Mitarbeitender dabei die grösste Herausforderung. „Meist besitzt ein KMU, das im Markt noch neu und wenig bekannt ist, kaum die Reputation und Attraktivität für die Rekrutierung eines erfahrenen lokalen Managers – den es zum Aufbau einer Filiale braucht“, so Martin Schneider, CEO und Inhaber BRAINFORCE AG.

„Eine Option zum Überspringen dieser Hürde ist die Anstellung eines Interim-Managers, ein Unternehmen spart sich dabei die meist sehr teure Lernkurve im Zielmarkt.“

Talentsuche in Deutschland, USA und China: Das ist zu beachten

Grundsätzlich sollte die Gründung einer Filiale und die Suche von Mitarbeitern gründlich vorbereitet werden, denn bei der Talentsuche und Rekrutierung in den für KMU wichtigsten Zielmärkten Deutschland, den USA und China gilt es, sehr unterschiedliche rechtliche und kulturelle Rahmenbedingungen zu beachten.

„Während zum Beispiel in Deutschland persönliche Empfehlungen für einen neuen Mitarbeitenden tatsächlich oft weiterhelfen können, gilt es in den USA die Referenzen jeweils kritisch zu prüfen. In China dagegen sollten Empfehlungen für einen Kandidaten sehr vorsichtig bewertet werden“, so Schneider.

ÜBER DIE PUBLIKATION

Die Publikation „Talentsuche im Ausland: Hürden und Lösungen für KMU“ beschreibt die wichtigsten Schritte und Ratschläge zur Rekrutierung in den drei Märkten zusammen.

Die Daten basieren auf einer Umfrage unter 120 KMU, aus den Branchen Pharma/Chemie, Maschinenbau, Konsumgüter, Metallindustrie, Papier, Elektrotechnik, Präzisionsindustrie und Dienstleistungen, Befragungszeitpunkt: August-September 2016. 71 Unternehmen stammen aus der Deutsch-Schweiz, 49 aus der Westschweiz. 80 Teilnehmer haben weniger als 50 Mitarbeitende, 36 bis zu 250, 4 noch mehr.

Talentsuche im Ausland (PDF)

 

Quelle: Switzerland Global Enterprise
Artikelbild: © Goran Djukanovic – shutterstock.com (Symbolbild)

Über belmedia redaktion

belmedia hat als Verlag ein ganzes Portfolio digitaler Publikums- und Fachmagazine aus unterschiedlichsten Themenbereichen aufgebaut und entwickelt es kontinuierlich weiter. Getreu unserem Motto „am Puls der Zeit“ werden unsere Leserinnen und Leser mit den aktuellsten Nachrichten direkt aus unserer Redaktion versorgt. So ist die Leserschaft dank belmedia immer bestens informiert über Trends und aktuelles Geschehen.


Ihr Kommentar zu:

Ergebnisse einer KMU-Umfrage zur Talentsuche im Ausland liegen vor

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die belmedia AG behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.