Bessere Arbeitsbedingungen im Gartenbau überfällig

17.10.2016 |  Von  |  News
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Mit den Arbeitsbedingungen im Gartenbau steht es nicht zum Besten. Das ergab eine Umfrage unter Gärtnerinnen und Gärtnern, die die Unia-Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen bestätigt. Eine Petition der Betroffenen richtet sich an den Arbeitgeberverband JardinSuisse.

Im Sommer 2016 führte die Gewerkschaft Unia eine repräsentative Umfrage zum Thema „Zukunft Gartenbau“ durch. Die Umfrage gab den Gärtner/innen die Möglichkeit, sich zu ihren Arbeitsbedingungen zu äussern.

Das Ergebnis zeigt klar: Die Gärtner/innen sind stolz auf ihren Beruf, aber sie wünschen sich bessere Arbeitsbedingungen. Besonders wichtig erachten die Angestellten des Gartenbaus faire Löhne und eine Möglichkeit zum flexiblen Altersrücktritt.

„Die Zukunft der grünen Branche hängt von guten Arbeitsbedingungen ab“, meint Chris Kelley, nationaler Unia-Verantwortlicher für den Gartenbau. „Zu viele leidenschaftliche Gärtnerinnen und Gärtner verlassen unfreiwillig die Branche, weil sie keine Perspektiven sehen, mit dem heutigen Lohn ihre Familien kaum durchbringen können, oder weil ihr Rücken kaputt geht. Diese Abgänge sind ein Verlust für die ganze Branche“, so Kelley weiter.

Als grösste Arbeitnehmervertretung im Gartenbau hat die Unia deshalb eine Petition an den Arbeitgeberverband JardinSuisse lanciert. Darin fordern die Gartenbauer/innen:

  • Harte und gute Arbeit muss sich lohnen: Es braucht faire Mindestlöhne.
  • Wir arbeiten, um zu leben: Es braucht Arbeitszeitmodelle, die mit Privatleben und Familie vereinbar sind.
  • Klare Perspektiven: Es braucht bessere Möglichkeiten zur Weiterbildung.
  • Mit Würde in die Rente: Auch der Gartenbau braucht eine Frühpensionierung.

Plädoyer für einen allgemeinverbindlichen GAV

Die obigen Anliegen müssen in einem allgemeinverbindlichen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) geregelt werden. Nur so können faire Arbeitsbedingungen für alle garantiert und für die Firmen gleich lange Spiesse auf dem Markt geschaffen werden.

Auf nationaler Ebene existiert heute lediglich ein nicht-allgemeinverbindlicher Gesamtarbeitsvertrag zwischen JardinSuisse und dem kleineren Berufsverband Grüne Berufe Schweiz. Dieser hat allerdings erhebliches Verbesserungspotential. So sind seit dem Engagement der Unia im Gartenbau die Löhne um bis zu 20 Prozent gestiegen und auch weitere Bestimmungen wurden verbessert. Dies zeigt: Die Unia ist eine starke Kraft im Gartenbau. Eine Einbindung in Vertragsverhandlungen ist deshalb unabdingbar.

 

Artikel von: Gewerkschaft Unia
Artikelbild: g-stockstudio – shutterstock.com

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