England setzt auf Apps für mehr Bankenwettbewerb

10.08.2016 |  Von  |  Finanzen, News
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England setzt auf Apps für mehr Bankenwettbewerb
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Um den Bankenwettbewerb in den Segmenten Kleinunternehmen und Privatkunden anzukurbeln, setzt die britische Competition and Markets Authority (CMA) auf Apps. So soll es das „Open Banking“ den Kunden ab 2018 erleichtern, für sich die besten Angebote zu finden.

Ebenso verschärft die Wettbewerbsaufsicht im Bereich Überziehungsgebühren die Regeln. Nach Angaben der „Financial Times“ sollen Kleinunternehmen und Endkunden durch die Massnahmen 1 Milliarde Pfund sparen, gerechnet über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Pflicht zum Open Banking

Bis Anfang 2018 müssen die britischen Banken Open Banking umsetzen, so die CMA. Das soll Kunden ermöglichen, ihre Transaktionsdaten sicher elektronisch mit anderen Banken und Drittanbietern zu teilen und Konten bei mehreren Banken mit nur einer App zu verwalten. Ebenfalls erwarten die Wettbewerbshüter, dass Kunden dann leichter die Angebote verschiedener Banken vergleichen und für sie passende Produkte wählen können. Immerhin könnten britische Privatkunden durch einen geeigneten Bankenwechsel im Schnitt 92 Pfund pro Jahr sparen, rechnet die CMA vor. Für Kleinunternehmen schauen demnach immerhin 80 Pfund Ersparnis heraus.


Ein verstärkter Bankenwettbewerb käme vor allem Privatkunden und Kleinunternehmen zugute. (Bild: © John Gomez - shutterstock.com)

Ein verstärkter Bankenwettbewerb käme vor allem Privatkunden und Kleinunternehmen zugute. (Bild: © John Gomez – shutterstock.com)


Zudem werden die Banken verpflichtet, objektive Informationen über ihre Service-Qualität zu veröffentlichen. Eine Kerngrösse ist dabei, ob Bestandskunden eine Empfehlung aussprechen würden. Zudem müssen Banken via Open Banking noch diverse andere Qualitätskennzahlen veröffentlichen. Darüber hinaus verlangt die CMA, dass britische Banken in Zukunft in bestimmten Fällen Benachrichtigungen verschicken, die Kunden die Entscheidung über einen möglichen Wechsel erleichtern. Das umfasst nicht nur Gebührenänderungen, sondern beispielsweise auch Filialschliessungen.

Überziehungsrisiken verringern

Ein Dorn im Auge sind der CMA auch aktuelle Praktiken bei „Unarranged Overdrafts“, also über einen vereinbarten Rahmen hinausgehende Überziehungen. Diese betreffen immerhin ein Viertel der Privat- und Kleinunternehmens-Kunden, die Banken verdienen an den Gebühren 1,2 Mrd. Pfund pro Jahr. In Zukunft müssen britische Banken eine Warnung versenden, wenn eine Überziehung den vereinbarten Rahmen sprengt und eine Nachfrist setzen, innerhalb dieser noch keine zusätzlichen Gebühren anfallen. Zudem schreibt die CMA die Einführung eines monatlichen Gebührenlimits für Unarranged Overdrafts vor. So sollen Kunden massiv Überziehungskosten sparen.

 

Artikel von: pressetext.redaktion
Artikelbild: © Anton Balazh – shutterstock.com

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