Aargauische Kantonalbank: Gutes Halbjahresergebnis 2016

04.08.2016 |  Von  |  Finanzen, News

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Aargauische Kantonalbank: Gutes Halbjahresergebnis 2016
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Auf ein gutes erstes Halbjahr 2016 kann die Aargauische Kantonalbank (AKB) zurückblicken. Zwar konnte – wie erwartet – das Resultat des Rekordjahres 2015 nicht wieder erreicht werden.

Dennoch liegt der Halbjahresgewinn 2016 mit CHF 75,4 Mio. deutlich über den Erwartungen. Auch der Netto-Neugeldzufluss (Net New Money) präsentiert sich überaus erfreulich mit CHF 791,1 Mio. für die ersten sechs Monate 2016.

Geschäftsertrag stabil, Erwartungen übertroffen

Der Geschäftsertrag liegt für das erste Halbjahr 2016 mit CHF 185,5 Mio. lediglich 3,1 Prozent unter der Vergleichsperiode. Nach dem Rekordjahr 2015 war die Bank in ihren Prognosen für 2016 von einem deutlich tieferen Ergebnis ausgegangen.

Erträge aus Kommissions-, Dienstleistungs- und Handelsgeschäft zurückgegangen

Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft spürte die AKB die anhaltende Verunsicherung der Kunden in die Märkte und Börsen. Entsprechend zurückhaltend zeigten sie sich in ihrem Anlageverhalten. Die Kommissionserträge aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft gingen zurück und der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft verminderte sich um 4,6 Prozent auf CHF 29,1 Mio.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft betrug CHF 24,4 Mio. und liegt damit um CHF 1,4 Mio. tiefer als im Rekordjahr 2015. Die AKB ging in ihren Prognosen für 2016 bereits davon aus, dass die ausserordentlichen Umsätze von 2015 nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses sich nicht wiederholen würden und zeigt sich mit dem Handelsergebnis für das erste Semester 2016 sehr zufrieden.

Sachaufwand leicht erhöht

Während sich der Personalaufwand geringfügig um 0,8 Prozent auf CHF 52,1 Mio. verringerte, erhöhte sich der Sachaufwand im ersten Semester 2016 um 6 Prozent auf CHF 35,8 Mio. Der gestiegene Sachaufwand ist auf Vorinvestitionen im Hinblick auf geplante Digitalisierungsmassnahmen und Infrastrukturerneuerungen in verschiedenen Geschäftsstellen zurückzuführen.

Cost-Income-Ratio sehr tief

Die Cost-Income-Ratio (exklusiv Abgeltung der Staatsgarantie) hat sich leicht erhöht, bedingt durch einen moderat angestiegenen Geschäftsaufwand und den tieferen Geschäftsertrag. Sie liegt bei 44,6 Prozent und weist damit im Branchenvergleich einen sehr tiefen Wert auf.

Erwartungen übertroffen

Der Geschäftserfolg liegt gegenüber dem ausserordentlichen Ergebnis des Rekordjahres 2015 um 8,6 Prozent tiefer und beträgt CHF 90,3 Mio. Bereits an der Bilanzmedienkonferenz vom 16.2.2016 hatte die AKB informiert, dass im Gegensatz zu 2015 keine Sondererträge zu erwarten seien und damit das Ergebnis entsprechend tiefer ausfallen werde.

Halbjahresgewinn: gutes Ergebnis

Die AKB erzielte einen Halbjahresgewinn von CHF 75,4 Mio. Das sind CHF 9,7 Mio. weniger als im Vorjahr. Die Abnahme ist auf den tieferen Geschäftserfolg und einen um CHF 2,1 Mio. höheren Steueraufwand zurückzuführen, der infolge der Erhöhung der Gewinnablieferung an den Kanton um CHF 16,0 Mio. aus der Jahresrechnung 2015 den Halbjahresgewinn 2016 belastet. Der Grosse Rat des Kantons Aargau hat in seiner Sitzung vom 28. Juni 2016 auf Antrag der Regierung beschlossen, die vorgeschlagene Gewinnablieferung von CHF 75,0 Mio. auf neu CHF 91,0 Mio. zu erhöhen.

Kundenausleihungen: zum ersten Mal über CHF 20 Milliarden

Die Kundenausleihungen nahmen im ersten Semester 2016 um CHF 615,1 Mio. oder 3,1 Prozent auf insgesamt CHF 20,4 Mrd. zu. Dabei stiegen die Hypothekarforderungen um CHF 528,4 Mio. und betragen insgesamt CHF 19,1 Mrd. Das Wachstum vermochte den starken Margendruck und die negativen Folgen des Tiefzinsumfelds beim Zinsengeschäft jedoch nicht vollständig zu kompensieren, sodass der Nettozinserfolg geringfügig um 1,9 Prozent auf CHF 129,7 Mio. zurückging.

Hoher Neugeldzufluss und Zunahme der Kundenvermögen

Die betreuten Vermögenswerte (Depotwerte und Passivgelder) stiegen um CHF 581,3 Mio. oder 2,4 Prozent auf insgesamt CHF 24,9 Mrd. an.

Sehr positiv entwickelte sich auch der Netto-Neugeldzufluss: Im ersten Semester 2016 verzeichnete die AKB CHF 791,1 Mio. Netto-Neugelder (Net New Money). Dazu der Direktionspräsident Rudolf Dellenbach: „Den hohen Zufluss an Netto-Neugeldern und der Anstieg bei den betreuten Vermögen werten wir als sehr positiv. Beide zeigen das grosse Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden in die AKB“.

Bilanzsumme: zum ersten Mal über CHF 25 Milliarden

Die Bilanzsumme der Aargauischen Kantonalbank übersteigt zum ersten Mal die CHF 25-Milliardengrenze. Sie erfuhr einen Anstieg um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und lag am 30.6.2016 bei CHF 25,3 Mrd.

Kundeneinlagen gestiegen

Die Kundengelder liegen gegenüber der Vorjahresperiode (CHF 15,7 Mrd.) praktisch unverändert bei CHF 15,8 Mrd. Abgenommen haben wie bereits in den Vorjahren die Kassenobligationen, während die Spar- und Universalkonti um CHF 343,2 Mio. auf insgesamt CHF 11,0 Mrd. anstiegen.

Eigenkapital

Die AKB gehört nach wie vor zu den solide kapitalisierten Banken. Sie verfügt über ein qualitativ ausgezeichnetes Kreditportfeuille. Das Eigenkapital betrug per 30.06.2016 CHF2,1 Mrd.. Die risikogewichtete Gesamtkapitalquote ohne Berücksichtigung des Halbjahresgewinnes liegt bei 15,6 Prozent.

Ausblick auf das zweite Halbjahr 2016

Ein Ergebnis wie im Rekordjahr 2015 schliesst die Bank aus. Die Folgen des Brexit-Entscheids in Grossbritannien und die damit verbundenen wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten werden die Finanzmärkte und Marktteilnehmer auch im zweiten Halbjahr beeinflussen. Für das zweite Semester äussert sich Rudolf Dellenbach insgesamt optimistisch, zumindest was den Geschäftsgang der AKB betrifft: „Der Immobilienmarkt im Kanton Aargau zeigt sich weiterhin robust, die Kosten haben wir im Griff und so sind wir trotz Tiefzinsumfeld und anhaltender Frankenstärke zuversichtlich, ein gutes Jahresergebnis 2016 zu erzielen“.

 

Artikel von: Aargauische Kantonalbank
Artikelbild: © Syda Productions – Shutterstock.com

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