Pandas, Pinguine und Kolibris – ein Besuch im Google-Zoo (Teil 1)

28.01.2015 |  Von  |  Marketing
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Pandas, Pinguine und Kolibris – ein Besuch im Google-Zoo (Teil 1)
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Wer an SEO denkt, kommt in aller Regel auch mit Google in Berührung. Der Kampf um die vorderen Positionen im Ranking ist sehr hart und wer es einmal bis weit nach oben geschafft hat, muss die ständigen Änderungen der Suchalgorithmen im Blick behalten, um den Platz nicht schnell wieder einzubüssen.

Mit diesem zweiteiligen Bericht zeigen wir Ihnen überblicksmässig einige Google-Updates, deren Namen Ihnen voraussichtlich häufiger begegnen werden.


Dies ist ein Bericht in 2 Teilen:

Pandas, Pinguine und Kolibris – ein Besuch im Google-Zoo (Teil 1)

Ein Besuch im Google-Zoo: Pinguin, Fork und Payday Loan (Teil 2)


Google behauptet eindeutig Platz eins unter den Suchmaschinen. Einer Erhebung der Statista GmbH zufolge entfiel im März 2013 ein Anteil von rund 70 Prozent aller Suchmaschinenanfragen weltweit auf Google. Im deutschsprachigen Raum liegt dieser sogar noch weitaus höher. Aus einer Infografik des Beratungsunternehmens Blueglass ist abzulesen, dass im Jahr 2013 gute 93 Prozent aller Schweizer Suchmaschinennutzer auf Google zurückgriffen. Ähnlich sieht es in Deutschland aus: Dort waren es im März 2014 reichlich 91 Prozent.

Eine nicht zu verachtende Ausnahme bildet dahingegen Russland. In dem Land mit dem grössten Online-Markt – hier gibt es circa 70 Mio. Internetnutzer – steht Yandex an erster Stelle bei den am häufigsten genutzten Suchmaschinen mit einem Marktanteil von ungefähr 62 Prozent. Google.ru rangiert hier nur auf einem ungewohnten zweiten Platz. Wer also nicht gerade auf dem russischen Markt seine SEO-Ziele anvisiert, investiert idealerweise seine Zeit auch darauf, die kontinuierlichen Veränderungen bei Googles Suchalgorithmus zu beobachten und darauf einzugehen.

Immer in Bewegung

Google wird immerfort weiterentwickelt. So können grössere Änderungen an der Google-Logik dazu führen, dass eine Seite im Ranking der aufgelisteten Suchergebnisse nach oben oder unten fällt, ohne dass der Betreiber etwas getan hat. Wer sowohl Geld als auch Zeit in eine gute Platzierung bei Google investiert, möchte natürlich wissen, welcher Tendenz die Suchmaschine folgt. Die Auswirkungen eines Updates detailliert vorauszusagen ist aber nicht möglich, da die Funktionsweise der Such- und Filteralgorithmen nicht öffentlich gemacht wird. Google kommuniziert aber unverhüllt die Richtung, in die es sich infolge der Updates bewegen möchte. Im Allgemeinen gilt: Wer bei den Suchergebnissen von Google weit vorne aufkreuzen möchte, soll den Besuchern seiner Website einen Mehrwert bieten – allem voran durch guten Content und durch einen übersichtlichen Seitenaufbau. Für das Verfolgen dieser Ziele wird man in der Regel von Google belohnt.

Neben der groben Richtung finden sich einzelne Update-Familien, die sich nur auf gewisse Bereiche auswirken. Mithilfe dieser Eingrenzung erlangt man eine ungefähre Vorstellung, mit welchen Änderungen dann beim nächsten Update zu rechnen ist. Zusätzlich können Informationen von Google sowie Erfahrungswerte von SEO-Agenturen genutzt werden.

Einige Beispiele von letzten Google-Updates

Letzte Updates waren das Hummingbird-Update im August 2013, das Pinguin-(2.1)-Update im Oktober 2013, das Fork-Update im Januar 2014, das Page-Layout-Update im Februar 2014 oder das Panda-(4.0)-Update im Mai 2014. Einige dieser Aktualisierungen sollen im Folgenden kurz vorgestellt werden.


Das Panda-Update hatte zurückliegend einen relativ hohen Wirkradius. (Bild: © Vucicevic Milos - shutterstock.com)

Das Panda-Update hatte zurückliegend einen relativ hohen Wirkradius. (Bild: © Vucicevic Milos – shutterstock.com)


Das Hummingbird-Update sollte eine Bewertung der Content-Qualität erlauben, die sich ebenfalls in der Position der Suchergebnisse niederschlägt. Dabei berichtete man von Methoden zur Analyse der Wortfolgen sowie deren Einschätzung auf Natürlichkeit. Zum Beispiel wird „Der Baum ist grün“ als natürlich eingestuft, während „Baum ist der grün“ als unnatürlich bewertet wird. Die SEO-Agentur Searchengineland schrieb dazu, dass es neben der Content-Qualität (das bedeutet natürliche Wortwahl, keine künstlich konstruierten Einschübe von Keywords, keine Kopien von anderer Stelle) auch auf den positiven Aufbau der Website ankomme. Eine übersichtliche Link-Architektur sei ein Muss. Der Nutzer soll schnell dahin geführt werden, wo er hin wolle. Kriterien sind auch weboptimierte Bilder und ein schnelles Laden der Seiten. Aber nicht nur der Content soll auf Mehrwert für den Nutzer zielen, sondern auch Performance und Struktur der Website.

Zum ersten Mal wurde Anfang 2012 der Page-Layout-Algorithmus von Google eingeführt. Er berücksichtigt für die Seitenplatzierung das Verhältnis von Inhalt und Werbung auf einer Seite. Enthält sie einen übermässig grossen Anteil an Werbung, kann sie gegebenenfalls von Google mit einer niedrigeren Rankingstelle abgestraft werden. Nach Aussage des Googlemitarbeiters Matt Cutts würden aber nur solche Seiten mit weit überdurchschnittlichem Platz für Werbeflächen davon betroffen sein. Page-Layout-Updates wirken sich daher nur bei einem sehr kleinen Anteil von Websites aus.

Das Panda-Update hatte zurückliegend einen relativ hohen Wirkradius. Unter Berufung auf Google berichtete das SEO-Beratungsunternehmen Sistrix von einer Beeinflussung von 12 Prozent aller englischsprachigen Suchanfragen und 6 bis 9 Prozent aller übrigen Sprachen. Es handelt sich hierbei um Änderungen, die einen direkten Einfluss auf die Reihenfolge der angezeigten Suchergebnisse haben. Im Wortlaut von Sistrix hiess das: „Das Google Panda Update setzt demnach die Berechnungsgrundlage (Filter) für qualitativ hochwertige bzw. minderwertige Webseiten (und deren Inhalten).“ Dabei bewertet Panda eine Website insgesamt und nicht nur deren einzelne Unterseiten.

In der Vergangenheit belohnte Panda solche Websites, die

  • über authentischen Content verfügen
  • eine grosse Anzahl hochwertiger Backlinks zeigen
  • geringe bouncing rates aufweisen

Vermieden werden sollte demnach

  • die Verwendung derselben Links und Inhalte auf verschiedenen Unterseiten
  • eine geringe Verweildauer der Seitenbesucher (z. B. infolge langer Ladezeiten oder Unübersichtlichkeit im Design)
  • eine unnatürliche Häufigkeit bestimmter Keywords

Zusammenfassung

  • Google belohnt Seiteninhalte mit Mehrwert sowie eine benutzerfreundlich strukturierte Website
  • Die Wirkungsweise von einzelnen Updates lässt sich anhand der zugehörigen Update-Familie grob taxieren
  • Page-Layout-Updates honorieren ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Werbung und Inhalt sowie deren übersichtliche Trennung
  • Das Hummingbird-Update bewertet die natürliche Wortwahl und die Qualität von Inhalten
  • Das Panda-Update begutachtet die Website als Ganzes (berücksichtigt Verweildauer, originalen Content, Backlinks usw.)

 

Oberstes Bild: ©  Tyler Olson – shutterstock.com


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