Hören Sie auf, sich zu präsentieren, zeigen Sie sich einfach!

28.07.2014 |  Von  |  Marketing, Organisation
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Im beruflichen Umfeld gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die erfordern, dass Sie sich entsprechend als Mensch und Persönlichkeit zeigen. Das kann bei der Akquise von Kunden ebenso sein wie bei einem Event oder aber bei einem Business-Frühstück. In erster Linie geht es immer darum, dass Sie sich selbst als Mensch und Persönlichkeit zeigen.

Zeigen statt präsentieren



Doch bei vielen ist dieser Gedanke noch nicht angekommen, die meisten glauben, dass sie sich in Szene setzen und effektiv präsentieren müssen. Dabei spricht nichts gegen diesen letztgenannten Begriff, überbewertet ist einfach oft die zugewiesene Bedeutung.

Denn Präsentation wird immer mit Hochprofessionellem gleichgesetzt. Und genau das wirkt oft steif und sachlich, in jedem Fall aber ohne Makel. Kleidung und Frisur müssen sitzen, es darf kein falsches Wort oder eine unpassende Geste geschehen – damit besteht faktisch Kontrolle bis auf die Knochen. Und genau da liegt der Haken an der Sache. Denn ganz ehrlich gesagt, wer will schon als professionell und ohne Emotionen eingestuft werden, ist doch jeder Mensch durch seine Einzigartigkeit geprägt.

Überzeugend wirken Menschen dann, wenn sie zu sich selbst stehen und ihre Stärken gekonnt in Szene setzen. Sie brauchen aber auch ein klares Ziel vor Augen, damit sie ihren Weg gehen können. Vielleicht nehmen sie ja andere mit, ganz egal, ob diese Personen eher zurückhaltend oder aber sehr einnehmend auftreten.

Präsenz und andere wichtige Qualitäten zeigen



In erster Linie sollte man sich klarmachen, welche Stärken man hat und wo diese liegen. Wichtig ist es, genau diese im entscheidenden Moment auszuspielen. Wer etwa gut reimen kann, sollte seine Selbstpräsentation einfach mit einem kleinen Gedicht beginnen. Denn wenn das die ganz individuelle Stärke ist, vermittelt diese Selbstsicherheit und schenkt den anderen einen Hauch Freude. Ganz sicher hebt sich der Vortragende aber von der Menge ab und bleibt in Erinnerung.



Umgekehrt gilt es aber auch, sich seine Schwächen einzugestehen und sich diese bewusst zu machen. Wer kein Mensch für harte Zahlen und Fakten ist, sollte sich dieser Tatsache bewusst sein und damit auch umgehen können. Wichtig ist, was derjenige daraus macht und wie er diese vermeintliche Schwäche nach aussen präsentiert. Keinesfalls sollte er sich deswegen zurückziehen oder auf Abstand gehen, denn auch solche Fakten können eine Geschichte ergeben, die Zuhörer hören möchten.

In bestimmten Situationen gilt es, Schlagwörter zu vermeiden. Wer etwa in einem Bewerbungsgespräch nur Floskeln verwendet, wie etwa „ich bin teamfähig“, wirkt aufgesetzt und nicht natürlich. Besser kommt es an, wenn man zu diesem Begriff eine kleine Episode erzählt, natürlich ohne ins Endlose abzuschweifen. Doch wer erzählt, wie er im reale Leben Teamfähigkeit gezeigt hat, kann sich sicher sein, dass sein Gegenüber genau weiss, was sein Gesprächspartner damit meint.





Sich selbst als Vorbild nehmen. (Bild: Rob Hyrons / Shutterstock.com)

Sich selbst als Vorbild nehmen. (Bild: Rob Hyrons / Shutterstock.com)

Sich selbst als Vorbild nehmen

Viele Menschen schielen auf Vorbilder und Idole und versuchen in der Folge, diesen nachzueifern. Grundsätzlich spricht auch nichts dagegen, doch dieser Umstand wird kritisch, wenn man unreflektiert etwas übernimmt oder einfach nachmacht. Wenn etwa ein Introvertierter versucht, jemanden Extrovertierten zu imitieren, kommt er vermutlich nicht gut an und hat auch selbst keine Freude an seinem Auftreten. Wichtiger und effektiver ist es, wenn man sich auf seine eigenen Qualitäten besinnt.

Deshalb gilt es herauszufinden, in welchen Situationen man so richtig auflebt und ins Sprudeln kommt. Wer genau weiss, was er braucht, um richtig präsent zu sein, kann auch daraus lernen und in der Folge bei Präsentationen seinen eigenen Weg gehen. Im Endeffekt haben damit alle Beteiligten etwas davon.

Gefühle auf Augenhöhe sind wichtig

In wichtigen Situationen, wenn es wirklich um etwas geht, wie etwa in Bewerbungsgesprächen oder in einem Akquisegespräch bei einem Kunden, fühlen sich viele oft „klein mit Hut“ und haben ein entsprechendes Auftreten. Doch das kann fatal sein, denn wer sich selbst mit wenig Wert erlebt und so auftritt, wird es kaum schaffen, jemanden von sich zu überzeugen. Stattdessen fixieren sich diese Personen auf die Fakten, womit einer persönlichen Präsentation meist Erhebliches im Wege steht.

Eine mentale Vorbereitung auf solche wichtigen Situationen kann daher sehr wichtig sein und dazu beitragen, dass sie auch von Erfolg gekrönt sind. Am besten sollte sich derjenige klarmachen, dass er sich auf Augenhöhe mit seinem Gesprächspartner befindet und sich im Gespräch dann auch so verhalten. Vielleicht hilft es ja, wenn man sich im Zuge der Vorbereitung etwas Gutes tut. Denn nur wer sich wohlfühlt, kann seine Potentiale komplett ausschöpfen.



 

Oberstes Bild: © Peshkov Daniil – Shutterstock.com


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