Airbus hat in Farnborough bei Bestellungen die Nase vorn

19.07.2014 |  Von  |  News
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Airbus hat in Farnborough bei Bestellungen die Nase vorn
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Gute Nachrichten für den europäischen Flugzeugbauer Airbus: Auf der diesjährigen Luftfahrtmesse in Farnborough in England hat das Unternehmen seinen schärfsten Konkurrenten Boeing bei den Vorbestellungen bisher deutlich abgehängt. Viermal mehr Aufträge kann Airbus verzeichnen, vor allem dank verbrauchsgünstigeren Neuauflagen bewährter Modelle.

Mit dem Langstreckenjet A330neo und dem Mittelstreckenjet A320neo bringt Airbus modernisierte Versionen auf den Markt, die laut eigener Aussage 14 Prozent weniger Treibstoff pro Passagier verbrauchen als die Vorgänger. Erreicht werden soll dies durch veränderte Tragflächen und neue Triebwerke aus dem Hause Rolls-Royce. Beim A330neo rechnet Airbus mit Entwicklungskosten von etwa zwei Milliarden Euro.



Die Initiative für diese Massnahme ging von der malaysischen Billigfluglinie Air Asia aus. Deren Chef Tony Fernandes sagte, damit sei die Maschine bei den Betriebskosten rund 15 Prozent günstiger als der Dreamliner von Boeing. Air Asia hat bereits einen Vorvertrag für 50 Flugzeuge des Typs A330neo abgeschlossen. 2017 soll das erste Exemplar ausgeliefert werden. Weitere 55 Maschinen gehen an die Finanzierungsgesellschaften ALC, Avolon und CIT.

Der Mittelstreckenjet A320neo hat derweil bei verbindlichen Bestellungen die 3’000er Marke geknackt. Allein der Finanzierer SMBC aus Irland orderte in Farnborough 115 Maschinen. Die kleinere Schwester der A330neo wird ebenfalls dank neuer Triebwerke von Pratt & Whitney (USA) bzw. CFM (Frankreich) mindestens 15 Prozent Kerosin gegenüber der ursprünglichen Version einsparen.

Auch Boeing hat mit der 737-MAX ein Modell im Portfolio, das analog zum A320neo etwa 15 Prozent weniger Treibstoff verbraucht. ALC orderte 20 Maschinen. Insgesamt kommt Boeing auf 2’000 Bestellungen, läuft der europäischen Konkurrenz damit aber weit hinterher.

Airbus hat auf der internationalen Luftfahrtmesse in Farnborough, die nur alle zwei Jahre stattfindet, Vorverträge und Bestellungen für 398 Flieger zu einem Listenpreis von 60 Milliarden Dollar (44 Milliarden Euro) abgeschlossen. Erzrivale Boeing musste sich mit 93 Bestellungen für etwa 14 Milliarden Dollar begnügen. Endgültige Ergebnisse wird es aber erst nach dem Ende der Messe geben, denn noch werden weitere Abschlüsse erwartet. Im Übrigen gelten die erwähnten Listenpreise nur als Orientierung, in der Regel gewähren die Hersteller satte Rabatte, meist im zweistelligen Prozentbereich.



 

Oberstes Bild: © Jordan Tan – Shutterstock.com

Über Ulrich Beck

hat Germanistik, Geschichte und Philosophie studiert und ist zusätzlich ausgebildeter Mediendesigner im Segment Druck. Er schreibt seit über 30 Jahren belletristische Texte und seit rund zwei Jahrzehnten für Auftraggeber aus den unterschiedlichsten Branchen.


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