Wie Sie Ihr Unternehmen auf das Internet der Dinge einstellen

10.07.2014 |  Von  |  Web
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Wie Sie Ihr Unternehmen auf das Internet der Dinge einstellen
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Über das Internet der Dinge haben wir in einem vorherigen Artikel bereits berichtet – aber wir haben noch nicht beleuchtet, wie genau Ihr Unternehmen davon profitieren kann.

Denn diese Form des Internets sorgt dafür, dass sich ganz neue Geschäftsfelder offenbaren werden, welche in der heutigen Welt nur ansatzweise erkennbar sind. Profitieren werden davon – wie immer – diejenigen Unternehmen, welche sich am schnellsten an die neuen Gegebenheiten anpassen können.



Was ist das Internet der Dinge?

Heute läuft die Verwendung des Internets so ab, dass der Mensch auf einem Gerät Befehle eingibt, welche dann von der Maschine ausgeführt werden. Das ist effektiv, aber sehr simpel – und von „smart“, wie es beispielsweise in den Worten Smartphone, Smart Home oder Smartwatch vorkommt, kann gar keine Rede sein. Das Zeitalter des Internets der Dinge soll dafür sorgen, dass Geräte auch untereinander kommunizieren können und sie alle miteinander vernetzt und auch im rudimentären Sinn intelligent sind. Als Beispiel können Kühlschränke dienen, welche mit eigenen Sensoren ausgestattet sind und dadurch feststellen, wann keine Milch mehr vorhanden ist, um diese dann sofort im Internet zu bestellen. Geräte, die eine permanente Instandhaltung erfordern – wie vielleicht Motoren –, könnten diese Arbeiten ebenfalls selbstständig über das Internet veranlassen.

Ich verstehe – aber wie profitiert mein Unternehmen davon?

Ganz einfach: Sie können mit Ihrem Unternehmen Teil einer längeren Wertschöpfungskette werden. Sehen wir uns dazu folgende Beispiele an, die teilweise bereits jetzt zur Anwendung kommen:



  • Ältere Fernseher können sich nicht mit dem Internet verbinden. Neuere Smart-TVs können das hingegen schon seit Jahren. Hier profitieren beispielsweise Unternehmen, welche dem Kunden nicht nur die Möglichkeit des Internetzugangs bieten, sondern gleichzeitig auch noch Inhalte dort bereitstellen, welche der Kunde gegen Bezahlung nutzen kann. Sie würden in diesem Beispiel nicht nur am Verkauf des Fernsehers verdienen, sondern auch an der Bereitstellung der Dienstleistung (in diesem Fall das Ansehen von Serien oder Filmen) über das Internet.
  • Das erwähnte Beispiel der reparaturbedürftigen Motoren könnte sich ebenfalls für Sie rentieren. Indem Sie neben dem reinen Auto- oder Motorenverkauf gleichzeitig Reparaturdienstleistungen anbieten, müssen Sie diesen Teil vom Kuchen ebenfalls nicht an die Konkurrenz abtreten. Sie erhalten also auch hier einen ganz neuen Geschäftsbereich, in welchem Sie zuvor überhaupt nicht tätig waren.

Wie Sie sehen, ist hier insbesondere der Begriff Dienstleistung das Stichwort: Indem physische Produkte mit dahinterstehenden Angeboten und Dienstleistungen verknüpft werden, können sich neue Geschäftsfelder offenbaren. Die Herausforderung besteht jetzt „nur“ noch darin, herauszufinden, wie Sie dieses Wissen in Ihre bestehenden Produkte integrieren können. Je nach Grösse des Unternehmens und der angebotenen Menge an Produkten kann das natürlich ein gewaltiges Unterfangen sein.





Wer in einem fortschrittlichen Unternehmen tätig ist, wird sich daher in naher Zukunft darum kümmern müssen, dass Innovationen noch deutlich schneller erfolgen müssen. (Bild: karnoff / Shutterstock.com)

Wer in einem fortschrittlichen Unternehmen tätig ist, wird sich daher in naher Zukunft darum kümmern müssen, dass Innovationen noch deutlich schneller erfolgen müssen. (Bild: karnoff / Shutterstock.com)




Neue Wege zum Erfolg

Wer in einem fortschrittlichen Unternehmen tätig ist, wird sich daher in naher Zukunft darum kümmern müssen, dass Innovationen noch deutlich schneller erfolgen müssen. Schuld daran ist unter anderem die rasante Entwicklungsgeschwindigkeit des Internets. Alleine können das nur wenige Unternehmen schaffen, was dazu führt, dass viele Betriebe wahrscheinlich Partnerschaften eingehen müssen, an welche sie zuvor nicht ansatzweise gedacht haben. Nehmen wir das Beispiel des Kühlschranks ohne Milch: Möglicherweise muss der Elektronikhersteller hinter dem Gerät mit einem Milchproduzenten zusammenarbeiten, um eine schnelle Lieferung zu garantieren und Teil der Vertriebskette zu werden.

Wer jetzt ein wenig zwischen den Zeilen liest, wird auch erkannt haben, dass daraus ein neues Problem entsteht: unbekannte Konkurrenz. Bislang können Sie wahrscheinlich Ihre Mitbewerber sehr genau benennen. Eine Bäckerei sieht sich im Kampf gegen andere Bäckereien in der Nähe, ein Schuhhersteller wird von anderen Unternehmen in dieser Branche bedrängt und so weiter. Durch die Verschmelzung von traditionellen Produkten mit Dienstleistungen, die vorrangig über das Internet zum Kunden kommen, weichen diese Grenzen jedoch auf, bis sie irgendwann nicht mehr sichtbar sind. Ein Hersteller für Kinderspielzeug im Wettkampf mit einer Luft- und Raumfahrtbehörde? Im Internet der Dinge ist nichts undenkbar (auch wenn dieses Beispiel bewusst überspitzt formuliert wurde).

„Alles klar – ich steige um!“

Ganz so schwarz und weiss dürfen Sie diesen Artikel auch nicht verstehen. Auch in den kommenden Jahren gilt das alte Mantra der Business-Welt: Kombinieren Sie Tradition und Vertrauen in Ihre bestehenden Produkte, um Ihr Geschäft zu schützen, und stossen Sie gleichzeitig behutsam in die Welt des neuen Internets vor. Einfach wird dieses Vorhaben nicht, denn wo unterschiedliche Unternehmen, Philosophien und Kulturen aufeinandertreffen, wird es zwangsläufig zu Meinungsverschiedenheiten über die Ausrichtung von Produkten und Dienstleistungen kommen. Die einzige Frage, die für Sie jetzt noch von Relevanz ist, sollte lauten, ob Sie sich in diesem Internet der Dinge gegen die Wettbewerber behaupten können oder nicht – denn kommen wird diese kleine Revolution auf jeden Fall.



 

Oberstes Bild: © Gajus – Shutterstock.com


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