Marketing der Zukunft: Kunden und Unternehmen als gleichberechtigte Partner

04.07.2014 |  Von  |  Marketing
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Die ehemals vorherrschenden Denkmuster geraten immer mehr ins Abseits. Zwar erzielen die traditionellen respektive klassischen Marketinginstrumente wie zum Beispiel Werbebotschaften, Leistungsangebote oder auch Imagekampagnen immer noch oftmals eine zumeist merkliche Wirkung, aber Innovationen und neue, pfiffige Ideen heben das professionelle Marketing quasi auf eine neue Stufe. Trends rund um Consumer Generated Media, Geomarketing oder auch Responsive Marketing sind dabei nicht nur in aller Munde, sondern bilden bereits jetzt die Eckpfeiler im Hinblick auf das Marketing der Zukunft.

Seit klar ist, dass die Internet-Suchdienste rund um Google und Yahoo nahezu über jeden auf dieser Erde befindlichen Quadratmeter detaillierte Informationen anbieten können, ist für Unternehmen die stetige Präsenz im weltweiten Netz nahezu Pflicht. Schliesslich belegen entsprechende Studien, dass Konsumenten die verschiedenen Suchmaschinen bzw. Internet-Suchdienste vehement nutzen, um Websites zu finden, die ihnen Daten zum Beispiel über Kinos, Hotels, Geschäfte, Markenprodukte, günstige „Schnäppchen“ oder jeweils benötigte Dienstleistungen mit entsprechenden Auswahlmöglichkeiten liefern. Dabei werden vermehrt Minicomputer oder Navigationshandys zum Abrufen der gewünschten Informationen genutzt. Hier kommt Geomarketing ins Spiel.



Diese Form des positionsbezogenen Marketings eröffnet den Unternehmen, aber auch den Endverbrauchern zukünftig ganz neue Möglichkeiten. Das Unternehmen GP Shopper hat diesbezüglich quasi Pionierarbeit geleistet und bietet nunmehr eine spezielle Form des Schnäppchenalarms an. Dabei können die jeweiligen Konsumenten per Handy eingeben, welchen Artikel sie kaufen möchten. GP Shopper ortet dann die entsprechende Position des Smartphones bzw. Mobiltelefons. Sobald sich der Kunde jetzt in der Nähe eines Geschäfts befindet, welches das gesuchte Produkt als Sonderangebot führt, schickt ihm GP Shopper eine entsprechende Nachricht. Was jetzt noch reichlich innovativ wirkt, kann aber schon in wenigen Jahren Standard für Unternehmen und auch Konsumenten werden.

Consumer Generated Media auf dem Vormarsch: Abschied von der Massenwerbung. (Bild: MNSKumar / Shutterstock.com)

Consumer Generated Media auf dem Vormarsch: Abschied von der Massenwerbung. (Bild: MNSKumar / Shutterstock.com)

Consumer Generated Media auf dem Vormarsch: Abschied von der Massenwerbung

Weitaus stärker als bisher wird in der Zukunft auch der Kunde an sich in das Marketing mit einbezogen. Einerseits ist es diesbezüglich schon nahezu für Unternehmen en vogue, in von den Verbrauchern eigens geschaffenen Medien (hier: Consumer Generated Media) wie zum Beispiel Foren oder Internet-Tagebücher (Blogs) zumeist themenspezifische Werbeinhalte zu platzieren. Dabei sollte nicht die Macht unterschätzt werden, die Blogs oder Foren auf explizite Kaufentscheidungen der Endverbraucher ausüben. Da vier von fünf potenziellen Kunden sich inzwischen im Internet über Produkte oder auch Dienstleistungen unterschiedlichster Art informieren und dabei bevorzugt auf Consumer Generated Media als Quelle setzen, beeinflusst die jeweils vertretene Meinung zu einem Produkt oder einer Dienstleistung nachhaltig die Kaufentscheidung.



In der Zukunft werden die Unternehmen diesen Umstand auf ihrer Agenda ganz weit oben platzieren müssen. Fan-Communities, Blogs und Foren sind schon jetzt zu Meinungsmachern und Beeinflussern avanciert. Daher wird es für Unternehmen immer wichtiger werden, Consumer Generated Media permanent und gezielt mit entsprechenden Informationen zu versorgen. Dabei können Meinungen generiert werden, deren Wirkung im Hinblick auf eine positive Kaufentscheidung der Massenwerbung klar den Rang abläuft. So gesehen wird also der Konsument selbst zu einem wichtigen Marketing-Mitarbeiter für die Unternehmen respektive die Geschäftswelt.



Von Kunden gestaltete Werbung wirkt in der Regel authentisch und glaubwürdig



Der Sportschuhhersteller Converse, aber auch American Express und das Unternehmen Kodak haben einen ähnlichen Weg eingeschlagen und bereits mit Marketing-Kampagnen, die von den Kunden gestaltet werden, quasi experimentiert. So drehen die Kunden dieser Unternehmen die entsprechenden Werbespots. Dies läuft in der Regel über eine Ausschreibung bzw. über einen Online-Wettbewerb ab, bei dem eine firmeninterne Jury den besten Clip auswählt sowie prämiert, bevor er dann im Rahmen einer Marketing-Kampagne gezielt eingesetzt wird. Zukünftig wollen auch andere Firmen auf diesen Zug aufspringen.

Immer stärker an Bedeutung gewinnt auch das Responsive Marketing, was – aufgrund der Vielschichtigkeit der Medienkanäle respektive der Endgeräte – einer Instrumentalisierung aller zur Verfügung stehenden Formate im Hinblick auf jeweils spezifische Zielgruppe gleichkommt. Dabei soll während der Konzeptionierung und Realisierung expliziter Marketing-Massnahmen ein stetiger Optimierungsprozess, der sich quasi über eine in Echtzeit ablaufende Feedback-Strategie definiert, stattfinden. Im Fokus stehen dabei Zielgruppenspezifikation und Inhalte, wobei das Content-Marketing das wichtigste Hilfsmittel bzw. Instrument in Bezug auf ein effektives Responsive Marketing darstellt.

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass sowohl Marketingmassnahmen als auch Marketingorganisationen der Zukunft einhergehen mit den ökonomischen, soziokulturellen und technologischen Herausforderungen der jeweiligen Gegenwart. Gerade das so bezeichnete Post-Wachstum (neue Marktakteure bzw. Konkurrenten, neue Märkte, dauerhafte Krisen, steigender Erfolgsdruck), das Entstehen neuer Arbeitswelten (neue Kompetenzen, Virtualisierung von Wissen und Arbeit, neue Vorbilder, alternative Karrierewege), Netzwerkgesellschaften (steigende Konsumentenmacht und Fragmentierung, neues Konsumverständnis, komplexe Ökosysteme, veränderter Umgang mit externen Stakeholdern) und die immer weiter voranschreitende Digitalisierung (umfassendere Daten, Explosion der Kanäle, höhere Geschwindigkeiten, Automatisierungsprozesse, sinkende Markteintrittsbarrieren) wirken sich auf die zukünftige Gestaltung von Massnahmen und Strukturen rund um ein zukunftsorientiertes Marketing nachhaltig aus.



 

Oberstes Bild: © Rawpixel – Shutterstock.com



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1 Kommentar


  1. Hallo Herr Radtke,
    vielen Dank für Ihre Einschätzung zum Marketing der Zukunft.

    Begeistert sind wir bei Gruppenwissen von Ihrer Sichtweise auf die Dinge. Wie Sie sind wir der Meinung, dass Kunden und Unternehmen gemeinsam eine neue Form von Marketing entwickeln werden.
    Allerdings sehen wir diese Beziehung nicht als Partnerschaft an sondern eher als Dialog. Damit ergeben sich ganz andere als von Ihnen beschriebene Ursache-Wirkungsbeziehungen.
    Wir haben lange überlegt, ob wir unsere Sichtweise Ihrer gegenüberstellen sollten und uns dann dafür entschieden. Bitte sehen Sie uns dies nach, wollen wir doch für Unternehmen das Marketing im Allgemeinen und Social Media im Besonderen wirksam machen. Wir befürchten, wenn die Unternehmen Ihrer Empfehlung folgen, werden sie ebenso frustriert sein, als wenn sie den Regeln des klassischen Marketing folgen.
    Es ist nämlich nicht so, dass weil es Suchmaschinen gibt, eine Webseite nötig ist um gefunden zu werden. Andersherum wird ein Schuh daraus. Eine gut gestaltete und nutzerfreundliche Webseite, die auch suchmaschinenoptimiert ist, liefert – menschlichen und automatisierten Besuchern – relevante Informationen auf Ihrer Customer Jouney. Ob dies von Händlern mit stationäre oder digitalen Auslagen eingesetzt wird, ist zweitrangig.
    Wir stimmen wie bereits oben erwähnt mit Ihnen überein, dass die Kundenmeinung einen stärkeren Part im medialen Kanon einnehmen wird. Entschieden widersprechen wir Ihrer These, dass Unternehmen nur Werbeinhalte in den Consumer Generated Media – bspw. Foren oder Blogs – platzieren sollten. Das ist Einweg-Kommunikation der alten Schule.
    Wir sind der Meinung, dass durch die Interaktion mit den Kunden in Echtzeit Unternehmen in digitalen Medien einen Mehrwert schaffen. Nicht die „von Kunden gestaltete Werbung wirkt in der Regel authentisch und glaubwürdig“ gibt den Ausschlag, sondern das Informationsangebot rund um Produkte und Dienste eingebunden in den richtigen Kontext.
    Es ist eine der vornehmsten Aufgabe im Unternehmen, sich proaktiv auf die Zukunft vorzubereiten und nicht passiv abzuwarten. Mit der richtigen Sicht- und Denkweise kann dies überall – nicht nur im Marketing – geschehen.
    Gruppenwissen hat dazu ein Bündel von einfachen Instrumenten entwickelt, die Unternehmen auf diesen Weg begleiten. Erste erfolgreiche Ergebnisse überzeugen unsere Kunden, dass dieser Weg der richtige ist.
    Doch es bleibt noch viel zu tun auf den Weg ins Digitale. Vielen Dank fürs Lesen
    Björn Gemmecke
    Gruppenwissen

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