So klappt’s mit dem Chef – Führungsstile und ihre Eigenheiten

14.05.2014 |  Von  |  Organisation
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Wie sich der Arbeitsalltag und die Motivation am Arbeitsplatz gestalten, hängt natürlich wesentlich von einem Faktor ab. Und das ist die Frage, welche Führungsstile praktiziert werden.

Klar ist, auch Chefs sind nur Menschen mit persönlichen Stärken und Schwächen. Und wer diese zu erkennen und mit ihnen umzugehen weiss, erleichtert sich den Umgang in der Chefetage wesentlich.



Cheftypen haben unterschiedliche Ausprägungen

Da wäre zum einen der Cheftyp Kumpel, der seine Mitarbeiter grundsätzlich duzt und für alle jederzeit ansprechbar ist. Diese Sorte Chef ist natürlich auf Facebook vertreten und meist auch mit den Mitarbeitern in irgendeiner Weise befreundet.

Deshalb werden auch Ideen gerne aufgegriffen und darüber nachgedacht. Doch Mitarbeiter vergessen hier nur zu leicht, dass der Chef auch Vorgesetzter ist. Auch wenn er sich bemüht, Hierarchieunterschiede auszugleichen, liegen Personalentscheidungen letztlich in seiner Verantwortung. Abgesehen davon hat es manchmal Vorteile, wenn der Chef nicht über alle privaten Details der Mitarbeiter Bescheid weiss.

Ein neuer Cheftyp steht nur scheinbar auf Augenhöhe mit den Mitarbeitern; tatsächlich führt er mit starker Hand. (Bild:  © Monkey Business Images - shutterstock.com)

Ein neuer Cheftyp steht nur scheinbar auf Augenhöhe mit den Mitarbeitern; tatsächlich führt er mit starker Hand. (Bild: © Monkey Business Images – shutterstock.com)




So angenehm es auch sein mag, mit einem Kumpel als Chef zu arbeiten, ist doch Vorsicht geboten. Denn in modernen Büros prägt sich ein neuer Cheftyp heraus, der durchaus als falscher Chef bezeichnet werden kann. Er handelt nur scheinbar auf der gleichen Ebene wie seine Mitarbeiter, in Wahrheit führt er mit extrem starker Hand und lässt kaum Widerspruch zu.

Auch hier ist das Duzen wichtiger Bestandteil des Umgangs miteinander, doch es ist nicht einem persönlichen Naheverhältnis geschuldet, sondern gehört oft einfach zum Image der Branche. Auch die Tür zum Chefbüro steht zwar immer offen, doch Gespräche müssen noch lange keine Änderung bewirken. Auf kleinste Versäumnisse seitens der Mitarbeiter wird oft mit protokollierten Gesprächen oder sogar Abmahnungen reagiert.



Vor allem bei neuen Mitarbeitern kann dieses Chefverhalten zu Irritationen führen, während langjährige Kollegen das Verhalten durchaus durchschauen. Für den Umgang mit diesem Cheftyp ist es unbedingt notwendig, ihn als tatsächlichen Vorgesetzten wahrzunehmen und nicht mit einem echten Kumpel zu verwechseln.

Herrscher oder Partner – das ist oft die Frage

Es gibt aber noch eine Kategorie von Chefs, die mit Vorsicht zu geniessen ist. Die Rede ist vom absoluten Herrschertyp, der den Wunsch hat, sämtliche Vorgänge in der Abteilung oder in seiner Firma persönlich zu kontrollieren. Vorschläge für Verbesserungen sind nur dann willkommen, wenn sie vom Chef selbst initiiert wurden. Meist wird er sie als seine eigenen ausgeben, wobei Widerspruch zwecklos ist und sogar die Karriere gefährden kann.

Dieser Cheftyp findet sich heutzutage fast nur mehr in kleineren oder mittelständischen Unternehmen, da eindeutig die Sozialkompetenz fehlt, die von modernen Managern durchaus gefordert wird. Diese verkörpern eher den partnerschaftlich führenden Chef, der sowohl Sorgen als auch Ideen seiner Mitarbeiter durchaus ernst nimmt und auf die Umsetzung achtet. Kann dies geschehen, so sagt er deutlich, von wem die Idee stammt. Auch wenn man sich duzt und vielleicht sogar das eine oder andere private Gespräch führt, macht er deutlich, dass er der Vorgesetzte ist und die Hierarchie-Ebenen durchaus existieren.

Weibliche Führungskräfte verkörpern oft den mütterlichen Cheftyp. (Bild: Peshkova / shutterstock.com)

Weibliche Führungskräfte verkörpern oft den mütterlichen Cheftyp. (Bild: Peshkova / shutterstock.com)

Handelt es sich um weibliche Führungskräfte, so verkörpern diese oft den mütterlichen Cheftyp. Persönliche Sorgen der Mitarbeiter werden wahrgenommen und zur Bewältigung wird beigetragen, wobei diese Art von Chef auch an den privaten Herausforderungen seiner Angestellten interessiert ist. Während das einige durchaus als angenehm empfinden, ist es in der Wahrnehmung anderer eher die Behandlung als Ersatzkind.



Das Pendant zum mütterlichen Führungstyp ist der Patriarch, der ganz nahe am Verhalten des Herrschertyps angesiedelt ist. Doch auch das persönliche Wohlergehen der Mitarbeiter findet hier seine entsprechende Beachtung, wobei Verständnis und Kooperation bei der Bewältigung individueller Sorgen und Nöte aufgebracht werden. Doch bei all der Fürsorge steht nicht der Mitarbeiter selbst im Fokus des Interesses, sondern der Patriarch hat einfach verinnerlicht, dass ein belasteter Angestellter lediglich eingeschränkt leistungsfähig ist. Er erwartet umfassende Solidarität und verträgt Kritik nur dann, wenn sie positiv umschrieben wird.

Cholerische Chefs sind recht einfach zu handlen. (Bild: © Willyam Bradberry - shutterstock.com)

Cholerische Chefs sind recht einfach zu handlen. (Bild: © Willyam Bradberry – shutterstock.com)

Der Choleriker ist der Cheftyp, der verhältnismässig unproblematisch im Umgang ist. Auch wenn er oft und schnell schimpft, was meist lautstark über die Bühne geht, ist er einfach zu handeln. Ratsam ist es, ihm nach Mitteilung schlechter Nachrichten besser für eine gewisse Zeit aus dem Weg zu gehen, wobei klar ist, dass Choleriker niemals nachtragend sind. Nach dem ersten Wutanfall kann mit ihm wieder ganz normal kommuniziert und verhandelt werden. Wichtig ist, ihm ausreichend Zeit zu geben, sich zu beruhigen, dann findet man in diesem Cheftyp einen ausgesprochen fairen Gesprächspartner, der einem auf Augenhöhe begegnet.



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Oberstes Bild: © Rido – Shutterstock.com



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