Landingpages – für wen sind sie sinnvoll?

11.06.2021 |  Von  |  Marketing, News

Um Landingpages gibt es im Online-Business einen grossen Hype. Doch braucht sie jeder Online-Händler oder Dienstleister? Wir gehen dem Hype auf den Grund. 

Nicht immer ist es sinnvoll, in eine Landingpage zu investieren, denn sie funktioniert auch nur mit ausreichendem Traffic.

Landingpages – wofür sind sie da?

Die Landingpages sollen den Kunden oder potentiell Interessierten zu einem Kauf oder einer Buchung animieren. Dazu werden sie kurz gehalten und ganz prägnant auf dieses eine spezielle Angebot hin ausgerichtet. Ein einfaches Beispiel: Thema „Schnell abnehmen“. Hat man hierzu ein Buch geschrieben oder bietet Workshops und Kurse an, so ist eine Landingpage eine gute Sache.

Die Landingpage stellt das Buch oder die Kurse kurz vor und zählt die Vorteile auf, die man vom Kauf hat. Sie ist meist sehr verkaufsorientiert gestaltet. Oft gibt es ein langes Video des Anbieters zu seinem Angebot, das man nicht so leicht unterbrechen kann und auch nicht einsehen, wie lang es ist! Das ist übrigens extrem kundenunfreundlich und ein schlechtes Beispiel…

Es gibt keine langen Fliesstexte auf den Landingpages, eher Aufzählungen, Aufforderungen und kurze prägnante Sätze. Die Landingpage ist ein eigenes Verkaufsmedium und folgt ähnlichen Prinzipien wie TV-Verkaufskanälen.

Auch wenn wir alle die üblichen Verkaufsfloskeln kennen und die Marketing-Methoden, so kaufen wir oft trotzdem, nämlich, wenn uns ein Produkt wirklich interessiert!

Daher haben die Landingpages und ihr oft ähnlicher Aufbau weiterhin durchaus ihre Berechtigung denn, wenn das Produkt interessant oder wirklich gut ist, sind eben auch schon hunderte Male gehörte Verkaufsversprechen die Wahrheit und keine leeren Floskeln.

Schlecht ist nur, wenn die Marketingstrategien für halbherzig gemachte Produkte verwendet werden und wenn nur ein kostenloses Produkt vorgeschoben wird, um an die Mail-Adressen der Kunden zu kommen oder eben andere Pläne dahinterstecken. Man sollte es mit seinem Angebot einfach ernst meinen und etwas anbieten, in das man viel investiert hat und das wirklich gut ist.

Allgemein preist eine Landingpage nicht ein ganzes Unternehmen oder einen Online-Shop an, sondern oft ein begrenztes Angebot wie:

  • Ebooks
  • Kurse/Workshops
  • Coachings
  • Produkttests
  • Newsletter-Anmeldung
  • Einzelne, eher innovative Produkte wie ein Fitnesstrainingsgerät

Homepages und Landing-Pages sind nicht das Selbe!

Während die Homepage eines Unternehmens alle möglichen Infos beinhaltet, ist die Landingpage  zielgerichteter und will den einzelnen Besucher der Seite zu einer Aktivität animieren, also etwas zu kaufen, buchen oder sich anzumelden.

Eine Landingpage hat meist nur das eine Ziel, während die Homepage umfassend informiert und natürlich auch zum Kauf animieren soll.

Der Hauptunterschied ist gleich optisch zu sehen: Im Menü oder der Navigation der Seite! Die Homepage hat viele Einzelseiten und Artikel, eine „Über uns“ Seite und oft mehrere Kategorien. Die Landingpage hat dies alles nicht. Sie ist wie ein einzelnes, sehr langes Blatt, ähnlich einem Flyer.

Der Kunde soll auf der Landingpage gehalten werden und nicht wegklicken. Auch nicht auf Unterseiten, es geht ja nur um das eine spezielle Angebot.



CTA – Call-to-Action – der einzige Zweck der Landingpage

Die CTA unterzubringen und das möglichst geschickt, ist der einzige Zweck der Landingpage. Mal mehr, mal weniger subtil wird der Besucher daran erinnert, ein bestimmtes Angebot zu kaufen oder zu nutzen.

Die CTA werden meist als anklickbare Buttons in auffälligen Farben gestaltet. „Jetzt anrufen und Ihr Angebot sichern“ „Jetzt zuschlagen und Ihr Ebook für unschlagbare 10 € sichern“ wären solche CTA’s.

Auf der Homepage gibt es sie selbstverständlich auch, aber sie beziehen sich nicht nur auf das eine Angebot.


mstanley – shuttertstock.com


Brauchen Sie eine Landing-Page?

Eine richtig gute Landing-Page muss gut inhaltlich und optisch aufgebaut sein. Es braucht hierfür einfach Profis, die natürlich mehrere hunderte Euro Minimum dafür haben wollen. Daher hat man hier erstmal Ausgaben. Später soll die Landing Page auch ranken und viel Traffic haben, was auch wieder Geld kostet.

So muss man sich schon überlegen, ob man wirklich eine braucht. Hat man aber eben ein solch einzelnes Produkt wie ein Ebook, einen Kurs, oder hat man das Ziel mit der Landingpage über kostenlose Ebooks und anderes mehr Neukunden zu gewinnen, dann ist die Landing-Page ein wichtiger Baustein in der Online-Marketing-Strategie.

Wofür Landingpages gut sind:

  • Schaltet man Werbung, etwa auf Fb, Instagram und co., so ist eine kurze, prägnante Landingpage eine gute Sache um schnell neue Kunden und Interessenten zu finden, denn sie wären von einer umfangreichen Homepage eher gelangweilt. Die Infos müssen schnell auffassbar präsentiert werden, mit einer CTA natürlich.
  • Beim  E-Mail-Marketing: Wer Kurse, Coachings anbietet und langfristig Kunden als Community gewinnen, der sollte immer wieder interessante Landingpages erstellen mit Gratis-Angeboten und die Mail-Adressen der Interessierten sammeln.

Gute Landingpages überzeugen zu kaufen. (Bild: fizkes – shutterstock.com)


Aufbau einer guten Landingpage

Es ist fast schon ein wenig langweilig, wenn man erzählt, dass Landing Pages einem bestimmten Aufbau folgen sollen. Als Laie denkt man: „Was, das soll immer alles gleich sein? Ich will doch etwas Individuelles!“ Das stimmt zwar, aber einige Punkte müssen einfach gleich sein, weil wir Menschen und unsere Aufmerksamkeit eben gleich ticken und wir neue Angebote ähnlich scannen. Inhaltlich kann man dann individuell vorgehen und auch mal ungewöhnliche Formulierungen wählen!

Elemente einer Landing-Page

  • Titel: Eine prägnante schon verkaufsfördernde Überschrift wie „Schnell abnehmen mit xy“.
  • Subtitel: Hier kommen mehr Infos zum Angebot.
  • Haupttext: Detaillierte Infos, aber alles sehr komprimiert auf den Punkt gebracht.
  • CTA: „Jetzt bestellen“ u.ä.
  • Leaderfassung: Wenn Kontaktdaten der Besucher erfasst werden sollen, gibt es ein Leaderfassungsformular, in dem die Besucher ihre Daten eingeben können, eben wie bei jeder Online-Bestellung.
  • Einverständniserklärung: In der EU benötigt man noch eine Einverständniserklärung, dass die Daten des Kunden für das eigene Unternehmen genutzt werden dürfen und man ihn kontaktieren darf. Hier erscheint dann ein Kontrollkästchen, das der Kunde aktiviert.
  • Listen mit Bulletpoints: Fürs Auge und schnelle Auffassen der Inhalte sind kurze Listen ganz wichtig.
  • Visuelle Medien: Videos, Schaubilder, Grafiken, Diagramme sind sehr gut um die Infos wortwörtlich „anschaulich“ zu machen.
  • Kundenstimmen: Wer überzeugte Kunden hat, kann ihre Bewertungen veröffentlichen, das schafft Vertrauen. Hier sollte man aber nicht lügen und faken, also auch bitte keine Public Domain Bilder von erfundenen Kunden nehmen!

landingpages arbeiten mit verkaufsfördernden Formulierungen. (Bild: microstock 3D – shutterstock.com)



Fehler beim Erstellen von Landing-Pages

Den grössten Fehler, den man beim Erstellen von Landing Pages machen kann, ist das Vertrauen der Besucher zu verlieren oder ihn zu sehr zu nerven. Das ist schnell geschehen und passiert immer dann, wenn man nur ans schnelle Geld und seinen eigenen Vorteil denkt!

Hat man das Wohl und Interesse des Besuchers im Sinne und versetzt sich in seine Lage, kann man gar nicht so viel falsch machen.

Fehlerliste:

  • Zu marktschreierisch auftreten, monotone, auffordernde Floskeln wählen.
  • Lange Videos, die der Kunde nicht unterbrechen kann und von denen er nicht erfährt, wie lange sie noch gehen.
  • Zu wenig Infos um den Kunden aus Neugierde zum Kauf oder Anmelden zu bringen – das funktioniert nicht.
  • Lügen und leere Versprechen: Halbherzig gemachte Ebooks mit Allerweltsinfos enttäuschen die Besucher und man gewinnt keine Neukunden.
  • Nicht zielgerichtet vorgehen, sondern möglichst viele ansprechen: Geht man so vor, fühlt sich niemand angesprochen.
  • Unschöne Layouts und Schriftarten: Die Landingpage sollte ansprechend gestaltet sein und zum Thema passen, ein Hochzeitsfotograf etwa sollte auch ein romantisches Layout nehmen und kein nüchternes.
  • Zu wenig Individualität: Landingpages sind nun wirklich jedem Besucher mal begegnet und wenn sie alle gleich aussehen und formuliert sind, klickt man sofort weg. Es ist also wirklich eine individuelle Strategie gefragt.
  • Zu wenig Traffic: Die schönste Landingpage nützt nichts, wenn sich niemand dorthin verirrt. Sie muss von vielen Stellen aus verlinkt werden. Etwa durch Werbeanzeigen in Social-Media, durch Emails oder durch Links in Blogartikeln in Foren. Hier muss man immer dranbleiben und für Traffic sorgen!

Wer all diese Punkte berücksichtigt und sich mit Spass und Freude daran setzt, seine ganz eigene Landingpage zu kreieren, wird sicher Erfolg haben!

 

Titelbild: Mikko Lemola – shutterstock.com

About J. Florence Pompe

J. Florence Pompe hat Germanistik und Pädagogik studiert und ist seit 2010 hauptberufliche Texterin. Spezialisiert auf die Themen Mode und Schmuck, führt sie zu diesen Themen mit viel Freude eigene Blogs, auch in Gemeinschaft mit anderen Autorinnen. Da sie Erfahrung im Schneidern von passgenauer Kleidung hat, kennt sie sich gut mit Stoffen, Schnitten und sorgfältiger Verarbeitung von Modeartikeln aus!


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