Warum lohnt sich die Zusammenarbeit zwischen einer Werbeagentur in Deutschland und in der Schweiz?

27.02.2015 |  Von  |  Dienstleistungen
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Warum lohnt sich die Zusammenarbeit zwischen einer Werbeagentur in Deutschland und in der Schweiz?
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Werbeagenturen gibt es beinahe wie Sand am Meer. Allein ein Blick in die Suchergebnisse von Google offeriert unter dem Suchbegriff Werbeagentur satte 13.600’000 Ergebnisse. Auch wenn sich dahinter nicht immer gleich eine Werbeagentur verbirgt, zeigt die Menge der Ergebnisse doch, wie weit verbreitet im Wirtschaftsleben Werbeagenturen sind.

Dabei sollte man doch hier zunächst die Spreu vom Weizen trennen. Nicht alles, was sich als Werbeagentur bezeichnet, kann tatsächlich die ausgereiften Leistungen einer Werbeagentur vorweisen. Und selbst darüber, was die typischen Leistungen einer Werbeagentur sind, liesse sich trefflich streiten.

Ein Blick in die Geschichte der Werbung schlechthin zeigt, wie und warum Werbeagenturen entstanden, was sie auszeichnet und wie solche Agenturen für Werbung und Marketing im Rahmen der gesellschaftlichen und technischen Umgebungsvariablen arbeiten. Veränderung ist auch hier immer die Triebfeder für den Erfolg.

Wie alles begann

Wer den Ursprung der Werbung erkennen will, muss zunächst wissen, was Werbung eigentlich ist. Oberflächlich umschrieben bedeutet Werbung das Veröffentlichen von Informationen mit dem Ziel, Waren, Dienstleistungen, Personen oder deren Absichten öffentlich anzupreisen und für einen ausgewählten Kreis an Empfängern der Botschaft interessant oder erstrebenswert zu machen.

Was hier etwas sperrig klingt, zeigt seine ersten Anfänge im Auslegen von Waren auf dem Marktplatz und der entsprechenden Anpreisung von Eigenschaften und Güte. Ein Feld, das sehr schnell von so genannten Marktschreiern übernommen wurde, sofern der Handelstreibende nicht selbst sein eigener Marktschreier war. Ganz schnell folgten dieser ursprünglichsten Form der Werbung auch Werbetafeln, die zunächst lediglich dazu dienten, den Ort eines Gewerbes näher zu bezeichnen.

Gemeint sind damit die Ladenschilder etwa in Form von Symbolen mit oder ohne Schriftzug, die bis heute so manchen kleinen Laden, aber auch den grossen Discounter oder produzierende Unternehmen nach aussen erkennbar werden lassen. Selbst Parteien und Vereine machen von solcher Sichtwerbung bis heute Gebrauch. Erste solcher kommerzieller Werbetafeln wurden bereits in den Ruinen von Pompeji gefunden. Aber auch die unterschiedlichsten Formen der Brautwerbung seit der frühen Menschheitsgeschichte dürfen sehr wohl als Werbung verstanden werden.

Mit der Spezialisierung der Warenproduktion und der räumlichen Trennung vom Ort der Herstellung und dem Ort der Vermarktung gewann die Werbung zunehmend an Bedeutung. In eine frühe Hochform kam die Werbung mit dem Aufkommen der Schriftsprache, der Druckerei, des überregionalen Handels und der Presse. Jetzt wurden neben den öffentlichen Ausrufungen, Ladentafeln und dem Präsentieren der Ware direkt am Ort der Produktion und des Handels auch die so genannten Annoncen zur probaten und erfolgreichen Form der Werbung, die ab nun an schon deutliche Züge des heute bekannten Marketings annahmen.

Die zunehmend komplexere Art und Weise, Waren, Dienstleistungen und andere Angebote öffentlich zu bewerben, erforderte ein neues Mass an kreativen Leistungen, die auch besser strukturiert, abgestimmt und organisiert werden mussten, um sich von den Mitbewerbern auf enger werdenden Marktsegmenten abzuheben. Es begann die Zeit der Werbeagenturen.


Werbung hat das Ziel, Waren und Dienstleistungen für eine Zielgruppe interessant zu machen. (Bild: © iQoncept - shutterstock.com)

Werbung hat das Ziel, Waren und Dienstleistungen für eine Zielgruppe interessant zu machen. (Bild: © iQoncept – shutterstock.com)


Was eine Werbeagentur ist

Eine Werbeagentur ist grundsätzlich ein kreativ arbeitender Dienstleister, der dem Auftraggeber die Gestaltung, Veröffentlichung und gegebenenfalls auch die Auswertung werblicher Massnahmen entsprechend einer gemeinsam erarbeiteten Strategie abnimmt. Dafür arbeitet die Werbeagentur mit vorab festgelegten oder variablen Budgets des Auftraggebers, die neben den Sachkosten und den reinen Arbeitskosten natürlich auch eine Gewinnmarge abwerfen muss. Im Gegenzug kümmert sich die Werbeagentur um alle oder einen Teil der werblichen Massnahmen entsprechend der getroffenen Absprachen.

Bis heute versuchen einzelne Unternehmen, ihre Werbung und das Marketing in Eigenregie zu leisten, was meist nur dann gelingt, wenn eigens dafür entsprechende Abteilungen mit befähigten Mitarbeitern geschaffen werden. Aber selbst dann bleibt der Erfolg der Marketingmassnahmen oftmals unter den Möglichkeiten, da in den Unternehmen selbst eine gewisse „Betriebsblindheit“ auch Wirkungen auf die Werbung zeigt. Externe Werbedienstleister wie etwa Werbeagenturen, die den gesamten Marketingmix gestalten und organisieren können, sind hier in der Ideenfindung und Umsetzung oftmals viel freier.

Inhaltliche und strukturelle Änderungen am Werbemarkt

Besonders mit der Verbreitung des Internets auch als Informations- und Marketinginstrument hat sich die Arbeit der Werbeagenturen weiter verändert und teilweise spezialisiert. Die Verlagerung grosser Teile des Marketings in Onlinekanäle hat dazu geführt, dass hier ein regelrechter Kampf um Positionen in der öffentlichen Wahrnehmung über das Internet stattfindet.

Waren die Werbeformen über Druckerzeugnisse, das Radio und das Fernsehen relativ starr besetzt und in den Verbreitungsmöglichkeiten verhältnismässig wenig dynamisch, kommt mit dem Internet und dessen weltweiten Möglichkeiten eine ganz andere Form des Marketing zum Zuge. Daraus resultiert auch eine weitere Spezialisierung der Werbeagenturen, von denen sich mittlerweile viele auf das Online-Geschäft konzentriert haben. Hier sind Sichtbarkeit in den Suchmaschinen, Traffic und Response zunehmend wichtiger als flotte Werbesprüche oder eindrucksvolle Clips. Und dennoch gehört auch die Offline-Werbung noch immer zu einem wichtigen Teil des Marketingmixes der werbenden Unternehmen.

Wo die Reise hingeht

Bis vor wenigen Jahren war es den grossen Werbeagenturen vorbehalten, internationale Verknüpfungen einzugehen und so auch Wirkungen auf den internationalen Werbemarkt auszuüben. Dieses Feld wird zunehmend umkämpfter, da mit den Möglichkeiten der modernen Kommunikationsmittel auch kleinere Werbeagenturen und sogar Alleinschaffende Möglichkeiten haben, erfolgreich auf dem internationalen Werbemarkt zu agieren.

Es findet mit der Öffnung von Märkten und Grenzen eine zunehmende Internationalisierung auch der Werbung statt, die durch die Möglichkeiten des Internets kräftig unterstützt wird. So kann praktisch jede befähigte Werbeagentur mit entsprechenden sprachlichen Voraussetzungen auch weit über die eigenen regionalen Grenzen hinaus aktiv werden und Kunden für sich gewinnen. Die Globalisierung des Handels und der Produktion greift auch ein in die Arbeit der Werbeagenturen und führt dort ebenfalls zu einer möglichen Internationalisierung mit all den gegebenen Chancen.



Musterbeispiel Deutschland – Schweiz

Ein ausgezeichnetes Beispiel für die länderübergreifende Arbeit auf dem Werbemarkt zeigt sich in den Beziehungen von Werbeagenturen in Deutschland zu Werbeagenturen in der Schweiz. Hier entstehen aufgrund gemeinsamer sprachlicher und teils auch kultureller Eigenheiten spannende Synergien. So arbeiten beispielsweise Werbeagenturen aus dem süddeutschen Raum mit solchen aus der Deutschschweiz zusammen. Und das sehr erfolgreich. Aber auch im Ruhrgebiet, in Mitteldeutschland oder auch an den deutschen Küsten der Nordsee oder der Ostsee finden sich Werbeschaffende, die längst eine gedeihliche Zusammenarbeit mit Agenturen in der Schweiz oder sogar bis nach Norditalien pflegen.

Die Zusammenarbeit beginnt nicht selten bei gemeinsamen Kunden. Durch die zunehmende Spezialisierung auch im Bereich der Werbung und des Marketing können hier Aufgaben geteilt und so noch besser bearbeitet werden. Nutzniesser sind dabei nicht nur die beteiligten Agenturen aus der Schweiz und Deutschland, sondern vor allem die Kunden. Diese gewinnen mit der Zusammenarbeit von deutschen und eidgenössischen Werbeagenturen eine völlig neue Breite der Möglichkeiten und immer die besten Spezialisten für die jeweils zu erbringenden Leistungen.

Eher unwichtig ist dabei, dass die Schweiz nicht zur Europäischen Union gehört und auch bei ihrer eigenen Währung bleibt. Das bringt je nach Wechselkurs sogar Vorteile für die eine oder für die andere Seite. Darüber hinaus sorgt die Harmonisierung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU für weitere Vorteile in der gemeinsamen Arbeit an den unterschiedlichsten Werbefronten. Online oder offline.

 

Oberstes Bild: © Maksim Kabakou – shutterstock.com

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