ICTswitzerland fordert staatlich anerkannte elektronische Identität

30.05.2017 |  Von  |  Digitalisierung, News
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ICTswitzerland fordert staatlich anerkannte elektronische Identität
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Im Rahmen der soeben abgeschlossenen Vernehmlassung zum E-ID-Gesetz unterstützt der Dachverband ICTswitzerland das Ziel des Bundes, die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen zur Einführung einer staatlich anerkannten elektronischen Identität für natürliche Personen zu schaffen.

Die elektronische Identität ist eine Grundlage für viele digitale Anwendungen, seien dies private oder staatliche – vom Online-Shopping über E-Banking bis zum E-Voting. Wenn die Schweiz den Zug der Digitalisierung nicht verpassen will, ist es höchste Zeit, bei der Schweizer E-ID rasch vorwärts zu machen.

Jede Schweizerin und jeder Schweizer sollte sich im Internet mit der gleichen Qualität elektronisch ausweisen können, wie mit dem Pass oder der Identitätskarte in der physischen Welt. Um dieses übergeordnete Ziel zu erreichen, braucht es aus Sicht der ICT-Branche folgende strategische Eckwerte, welche bei der Erarbeitung eines neuen E-ID-Gesetzes zu beachten sind:

  • Flächendeckende Einführung: Alle Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz sollen die Möglichkeit erhalten, eine anerkannten und sichere E-ID zu beziehen. Ausschlusskriterien wie die Beschränkung auf Bürgerinnen und Bürger, hohe Kosten für den Nutzer oder eine komplizierte Anwendung sind möglichst zu vermeiden. Zentral für eine breite Einführung ist zudem, dass die Interoperabilität zwischen verschiedenen Lösungen und Angeboten sichergestellt wird.
  • Rasche Einführung: Nach der langjährigen politischen Debatte braucht es nun endlich einen klaren Rechtsrahmen, der eine möglichst rasche Einführung ermöglicht.
  • Sinnvolle obligatorische Anwendungen der E-ID: Die staatlich anerkannte E-ID soll im Behördenverkehr obligatorisch und gleichwertig mit Identitätskarte (IDK) und Pass akzeptiert werden müssen. Generell soll bei allen Identifikations- und Authentifizierungsprozessen, wo ein Pass und/oder eine IDK verlangt werden, die E-ID als gleichwertig anerkannt werden.

Aber soll nun der Staat diese E-ID herausgeben oder soll die Aufgabe Privaten delegiert werden? Nicht nur in unserem Verband ist es umstritten, mit welchem Konzept die Schweizer E-ID am erfolgreichsten eingeführt werden kann. Aus diesem Grund verzichtet der Dachverband ICTswitzerland auf eine Vernehmlassungsantwort und verweist auf die Stellungnahmen seiner Mitglieder.

 

Quelle: ICTswitzerland
Artikelbild: © HQuality – shutterstock.com

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