Helsana-Chef Daniel Schmutz fordert höhere Franchisen

09.11.2016 |  Von  |  Finanzen, News

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Daniel Schmutz macht sich Sorgen über die explodierenden Gesundheitskosten in der Schweiz.

Als Gegenmassnahme fordert er im Interview mit der „Handelszeitung“ unter anderem höhere Franchisen.

„Wir sollten die Eigenverantwortung stärken. Deshalb sollten wir zumindest die Mindestfranchise wieder auf das Niveau setzen, das sie einmal hatte“, sagt Schmutz. Sie sei seit der Einführung der obligatorischen Krankenversicherung nur einmal gestiegen – von ursprünglich 230 Franken auf die heute gültigen 300 Franken.

Gleichzeitg aber seien die Kosten viel stärker angewachsen. „Also ist die Mindestfranchise relativ zur Prämie heute viel tiefer als früher. Das müsste man anpassen“, findet Schmutz. Käme seine Forderung durch, läge die Mindestfranchise bei rund 500 Franken, die Maximalfranchise bei rund 3000 Franken statt der heutigen 2500 Franken. Arztrechnungen bis zur Summe der Franchise zahlen Versicherte aus dem eigenen Portemonnaie, erst jenseits der Grenze übernimmt die Krankenkasse.

Schmutz ist sich bewusst, dass sein Vorschlag bei Gesundheitsminister Alain Berset auf taube Ohren stösst. Dessen Politik geht in die entgegengesetzte Richtung. Er will den Spielraum der Kassen bei den Prämienrabatten für Versicherte mit hohen Franchisen massiv beschränken. „Das ist ein Problem, leider“, kommentiert Schmutz.

 

Artikel von: Handelszeitung
Artikelbild: © pathdoc – shutterstock.com

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