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Für Roboter-Fieber an Walliser Schulen

31.10.2016 |  Von  |  Technologie

Geschätzte Lesezeit: 5 minutes

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Spätestens seit dem Auftritt von R2T2 in Star Wars üben Roboter auch bei einem breiten Publikum eine grosse Faszination aus. Das gilt nicht minder für die Wissenschaft. Längst haben die selbständig agierenden Maschinen das Stadium der Utopie oder Fantasie verlassen, sondern sind Wirklichkeit.

Ein realer Roboter ist auch Thymio – eine Mischung aus Wall-E und Astro Boy. Diesen kleinen Roboter möchte man umgehend adoptieren und nach seinen Wünschen gestalten. Jetzt hat die Hochschule der Ingenieurwissenschaften HES-SO Wallis von der Non-Profit-Organisation Mobsya 48 neue Thymio-Roboter geschenkt bekommen.

Roboter für den Schul-Unterricht

Die Roboter werden dem Walliser Lehrpersonal zur Verfügung gestellt, um diese in den Unterricht zu integrieren. Die HES-SO Wallis wird so zu einem wichtigen Ausleihzentrum mit rund 90 Lernrobotern für den Unterricht. Dass die Walliser Jugendlichen sich für Robotik begeistern, zeigte der Erfolg der von der HES-SO Wallis und der EPFL gemeinsam organisierten Kurse. Im vergangenen Winter wurden aus den 350 angemeldeten Jugendlichen 48 ausgelost, um einen der beiden angebotenen Robotik-Kurse zu belegen.

Angesichts der grossen Nachfrage wurden diese Kurse im Sommer mit insgesamt 140 Teilnehmern zwischen 11 und 13 Jahren und im Herbst mit 48 Teilnehmern erneut durchgeführt. Die grosszügige Schenkung der Non-Profit-Organisation Mobsya zur Förderung von Wissenschaft und Technologie, die sich auch um die Produktion der Thymio-Roboter kümmert, wird es ermöglichen, das Angebot zu erweitern.

So kann den Lehrpersonen ein innovatives und benutzerfreundliches Tool zur Verfügung gestellt werden, um ihre Schüler und Schülerinnen in die Welt der Robotik einzuführen. Gaëtan Cherix, Direktor der Hochschule für Ingenieurwissenschaften, erklärt: „Diese Partnerschaft ermöglicht es uns, das Interesse der Jugendlichen an technischen Berufen zu wecken und ihnen aufzuzeigen, dass ein Fachhochschulstudium interessante und vielversprechende Berufsaussichten eröffnet.“

Weiterbildung für Lehrpersonal

Zur Unterstützung der Lehrpersonen werden vom Team der EPFL am 16. und 30. November zwei Einführungskurse organisiert. Die EPFL bietet zusätzlich auch eine breite Palette an Pädagogik-Weiterbildungen an.

  • Im ersten Kurs werden die Einsatzmöglichkeiten des Roboters Thymio präsentiert, der dank des anpassbaren Konzepts mit Schülern und Schülerinnen jeden Alters verwendet werden kann. Anschliessend können die Teilnehmer die fortgeschrittenen Funktionen der Thymio-Roboter entdecken. Mithilfe von spielerischen Übungen lernen sie, ihrem Roboter komplexere Aufgaben wie Singen oder Schreiben beizubringen.
  • Im zweiten Kurs wird das existierende Lehrmaterial präsentiert, das direkt einsatzbereit ist und vor Ort getestet werden kann. Die Lehrpersonen müssen keine Vorkenntnisse in Robotik besitzen.

R2T2 Event – eine besondere Mars-Mission

Am 2. November werden 80 Jugendliche zwischen 8 und 14 Jahren an einem originellen Programmierwettbewerb teilnehmen. Die Schüler und Schülerinnen aus Italien, Russland, Frankreich, Südafrika und der Schweiz – darunter auch 12 Walliser – müssen ihren Thymio-Roboter programmieren, damit dieser seine Mission erfüllen kann. Organisiert wird das R2T2 Event vom Robotik-Kompetenzzentrum NCCR (National Centre of Competence in Research) der EPFL.

Das ist das Szenario: Wir befinden uns im Jahr 2032. Ein Meteorit hat eine Energieversorgungsstation auf dem Mars beschädigt. Nun muss der Schaden ermittelt und der Hauptgenerator instandgesetzt werden. 16 Roboter befinden sich vor der Station. Jeder Roboter kann von der Erde aus gesteuert werden. Die Verzögerung der Videoübertragung zwischen Mars und Erde beträgt jedoch 3 Minuten, wenn sich Mars in Erdnähe befindet, und 21 Minuten, wenn Mars weit von der Erde entfernt ist. Es ist also nicht möglich, die Roboter von der Erde aus direkt zu steuern, weshalb sie für ihre Aufgabe programmiert werden müssen.

Dieses Robotik-Meeting ist ein einmaliges Beispiel für die internationale Zusammenarbeit und die Förderung des Technikverständnisses bei den Jugendlichen.

 

Artikel von: HES-SO Valais-Wallis
Artikelbild: Michael Bonani, Mobsya, rechts Gaëtan Cherix, Direktor Hochschule für Ingenieurwissenschaften. © HES-SO Valais-Wallis

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