3 Schritte für nachhaltige Veränderung

19.05.2015 |  Von  |  Kommunikation, Selbstmanagement

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3 Schritte für nachhaltige Veränderung
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Über die Merkmale von Kommunikation haben wir uns schon vor ein paar Wochen unterhalten. Mittlerweile habe ich darüber mit einigen Leuten gesprochen.

Einer meiner Gesprächspartner der aus beruflichen Gründen sehr viel mit Veränderungen zu tun hat, erläuterte, dass Veränderung erst dann eintrete, wenn die Betroffenen auch wirklich handeln.

Nur durch Handlung könnten alte Gewohnheiten allmählich abgelegt werden. Die neuen Gewohnheiten, so sagt er, werden Wirkung zeitigen und langsam aber sicher werden sich neue Prozessen mit Leben füllen. Gewohnheiten sind wie Klebstoff und es verlangt eine Menge Disziplin, sie loszuwerden.

Ich gehe mit dieser These insofern einig, dass theoretische Pläne, die nur auf Papier existieren, denen aber keine Taten folgen, für den Papierkorb sind.

Kommunikation in Aktion

Dennoch beginnt alles mit einer Idee und einem klar definierten Ziel. Da uns jetzt klar ist, welche Haftkraft Gewohnheiten haben, dürfte uns auch klar sein, dass jeder einen guten Grund braucht, sie abzulegen. Einige sind der Ansicht, dass man mit Drohung dieses Ziel leicht erreichen könne.

In meinen Augen besteht aber ein Unterschied, ob man jemanden zum Schweigen bringt oder die Person überzeugt. Daher glaube ich nicht an die nachhaltige Wirksamkeit einer Drohung. Wer aber in seinem Team gerne ein Rudel zahnloser Tiger „hält“, ist mit Drohen gut beraten.

Gehen wir davon aus, Sie wollen, dass Ihre Mitarbeiter alle Zähne behalten, motiviert sind und Veränderungen in Ihrem Unternehmen nach Kräften unterstützen.  Es gilt zu berücksichtigen, dass selbst die schlechteste Gewohnheit und der mühsamste Prozess eine Art Komfortzone bilden. Letztere zu verlassen bedeutet Ungewissheit, welche mit Angst einhergeht. Angst hat grosse Macht über uns.

Eine positive Haltung ist schwer mit Angst zu vereinbaren. Deshalb ist eine Menge Überzeugungsarbeit nötig. Mitarbeiter und Kollegen müssen sich einig sein, dass das Ergebnis das Risiko wert ist.

Kommunikation besteht natürlich nicht nur aus Reden. Wir alle wissen, dass nur ungefähr 20% der Kommunikation über Sprache abläuft, während die anderen 80% über Intonation, Körpersprache und Gestik vermittelt werden. Wer also einen Plan durchsetzen und überzeugen möchte, muss selbst davon überzeugt sein.

Die 3 Schritte

Natürlich ist für die Umsetzung eines Planes Handlung nötig. Aber Sie wollen Ihr Team dazu bringen, in dieselbe Richtung – nämlich Ihre – zu gehen.

Deshalb glaube ich, dass die folgenden drei Schritte für die meisten Veränderungen hilfreich sind.

  • Vorgesetzte müssen kommunizieren, um zu erklären, was sie erreichen wollen.
  • Vorgesetzte müssen eine Vorbildrolle einnehmen und ihre eigenen Ratschläge und Worte befolgen, wenn sie motivieren wollen (es klingt so logisch, aber es wird oft nicht gelebt)
  • Vorgesetzte müssen an den kommunizierten Zielen festhalten, weil es eine ganze Weile dauern könnte, bis alle Mitarbeiter die neuen Prozesse auch wirklich befolgen. Sie wollen Ihre grossen Pläne ja nicht in den Müll werfen, oder?

Obwohl ich nicht gerade mit Geduld gesegnet bin, glaube ich, dass grundlegende Veränderungen in einem Unternehmen nicht in zwei Wochen über die Bühne gehen.

Die meisten von uns stecken in alten Gewohnheiten fest und nur ein Bruchteil davon hat die Disziplin, sich von ihnen zu lösen.



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Oberstes Bild: © Robert Kneschke – fotolia.com

Über Brigitte Kobi

Ich bin die Inhaberin des Blogs «Leadership & Lipstick», dessen Thema stylishe Kommunikation ist, die sich an Unternehmer, KMU, Start-ups und Blogger richtet.

Wenn ich mich selbst in einem Satz beschreiben müsste, würde ich sagen: «Ich besitze ein sonniges Gemüt und einen schwarzen Humor. »

Menschen und Kommunikation sind mir fast so wichtig, wie die Luft, die ich atme. Ich liebe es, Neues zu entdecken, schreibe (und rede natürlich) mit Begeisterung. Vermutlich spreche ich deshalb fliessend Deutsch, Englisch und Französisch.

Ferner, bin ich fasziniert und ausgebildet in Philosophie, während die Hedonistin in mir eine Schwäche für Design, Mode, Kunst und italienische Oper hat.

Ach ja: Nebst meinem Blog bin ich auf Kommunikation, Turnaround-Management und Business Development spezialisiert.

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