Diesel oder Benziner? Wie man als Konsument Geld sparen kann.

17.11.2014 |  Von  |  Finanzen
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Die Preise für Sprit vollziehen Wellenbewegungen. Auch die Schweizer müssen sich regelmässig über wechselhafte Preise für Benzin oder Diesel ärgern. Tatsächlich lassen die steigenden Preise für Diesel und Benzin sogar die Kriminalitätsrate in die Höhe schnellen – Stichwort Spritklau. 

Kann man sich als Verbraucher schon vor dem Kauf eines Fahrzeugs dauerhaft dahingehend absichern, dass sich die Treibstoffkosten des Pkw in Grenzen halten? Ist es sinnvoll, sich statt für den Benziner für ein Diesel-Fahrzeug zu entscheiden? Wir gehen dieser Frage auf den Grund und werfen einen Blick darauf, wie es bei den Motortypen unter dem Strich ausschaut.

Ist ein Diesel tatsächlich günstiger als ein Benziner?

Mit welchem Pkw lässt sich mehr Geld sparen, mit einem Benziner oder einem Diesel? Bei der Beantwortung dieser Frage muss berücksichtigt werden, dass auch der Preis für den Liter Diesel in den letzten Jahren merklich angestiegen ist. Zugleich ist Diesel immer noch preiswerter als das reguläre Benzin – auch günstiger als E10 – und abgesehen vom LPG (Gas) der günstigste Treibstoff für Fahrzeuge, die Langstrecken bewältigen müssen.

Wird die Diesel-Motorisierung also bei Firmenfahrzeugen favorisiert? Und ab welcher Laufleistung lohnt sich eigentlich ein Selbstzünder, also ein Dieselaggregat? Weil sich Benzinmotoren massiv weiter entwickelt haben, was das Thema Spritersparnis angeht, werden die Vergleichswerte beim Verbrauch fliessend und sind nicht mehr so stark konturiert wie noch vor Jahren. Darum sind einerseits die Strecken zu berücksichtigen, die für gewöhnlich mit dem Pkw zurückzulegen sind, und andererseits die Grösse, die das gewünschte Fahrzeug haben soll.

Benziner gegen Diesel, so lautet das Duell auf den Strassen. Galt ein Diesel vor Jahren noch als regelrechte Dreckschleuder, was die Abgaswerte angeht, hat sich das Bild mittlerweile nachhaltig gewandelt. Dem Feinstaub, einst das Hauptbelastungselement bei mit Dieselmotoren betriebenen Fahrzeugen, rückte ein Russpartikelfilter massiv auf den Leib und dämmte den Ausstoss ein. Der Diesel emittiert weniger CO2 im Direktvergleich mit dem Benzinmotor, und auch in Sachen Verbrauch sind die Selbstzünder sparsamer. Und das regelmässig vorgebrachte Kernargument besagt, der Treibstoff ist einfach billiger – viel billiger.


Ist ein Diesel tatsächlich günstiger als ein Benziner? (Bild: © Federico Rostagno - shutterstock.com)

Ist ein Diesel tatsächlich günstiger als ein Benziner? (Bild: © Federico Rostagno – shutterstock.com)


Doch wo kann der Benziner dann bitte überhaupt noch punkten? Vergleicht man den Benzinmotor mit dem Dieselaggregat hinsichtlich der Anschaffungskosten, muss man den Selbstzünder schon manchen Kilometer laufen lassen und wohl auch schon mal damit in den Ferien die Schweiz erkunden, damit der höhere Kaufpreis sich ammortisiert. Auch bei den steuerlichen Lasten, den Intervallen für Inspektionen, den Kosten der Versicherung und sogar bei den Reparaturkosten bringt der Benziner gegenüber dem Selbstzünder seine Vorteile ins Rennen.

Schon vor dem Kauf Unterschiede bei den Modellen in die Rechnung einbeziehen

Entscheidend ist immer noch, wie viele Kilometer man mit seinem Fahrzeug abspult. Wer den höheren Anschaffungspreis und die höheren Unterhaltskosten beim Diesel abfangen will, sollte schon viele, viele Kilometer auf den Strassen unterwegs sein. Dabei ist das gewünschte Modell genau zu betrachten. Denn je nach Modell können diese Gegenrechnungen ganz unterschiedlich ausfallen. Als Faustformel lässt sich  sagen, dass sich der Diesel im Allgemeinen erst dann rechnet, wenn man auf eine jährliche Laufleistung von über 10’000 Kilometern kommt – bei manchen Modellen gar 15’000 oder sogar mehr als 30’000, wie zum Beispiel beim Honda Accord 2.2 i DTEC S. Abenteuerlich wird es beim Ford C-Max. Denn damit dieser sich im Vergleich Diesel vs. Benziner lohnt, muss man sogar mehr als 35’000 Kilometer fahren. Bei Werten unter diesen magischen Grenzen lohnt sich eher der Benziner.

Als Käufer eines Neu- oder Gebrauchtwagens sollten Sie ein Profil erstellen, wie Ihre Fahrstrecken aussehen. Fahren Sie oft auf der Autobahn oder Fernstrassen? Dann lohnt sich der Diesel. Müssen Sie in der Regel den Stadtverkehr auf den Kurzstrecken meistern? Dann fahren Sie mit einem Benziner besser. Natürlich spielt es auch eine Rolle, in welcher Fahrzeugkategorie Sie sich umschauen. Fahrzeuggrösse und Fahrzeugtyp entscheiden also mit bei der Frage, ob man den Diesel oder den Benziner wählt. Je grösser und schwerer das präferierte Fahrzeug – zum Beispiel bei den immer beliebter werdenden SUV –, desto mehr kann das Dieselaggregat seine Vorteile ausspielen.



In einem SUV oder einem grossen Kombi sorgt der Selbstzünder für ein hohes Mass an Durchzug, denn in diesen Fahrzeugtypen  kann er seine Drehmomentstärke in die Waagschale werfen. Muss man sich aber mit einem kleineren und Parkplatz-freundlichen Pkw durch den Dschungel der Metropolen wühlen, ist der sparsame und moderne Benzinmotor erste Wahl. Um es auf einen Nenner zu bringen: Will man einen Sportwagen, wird es der Benziner – will man ein Arbeitstier, dann macht es der Diesel.

 

Oberstes Bild: © Vinogradov Illya – shutterstock.com

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