Online-Finanzhandel: Briten wollen den Schweizer Markt erobern

09.10.2014 |  Von  |  Finanzen
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Online-Finanzhandel: Briten wollen den Schweizer Markt erobern
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Die Briten wildern seit Anfang Oktober in eidgenössischen Pfründen, im Bereich der Online-Finanzhandels-Dienstleistungen. Mit visionären Zielen und markigen Worten hat die britische Onlinebank IG in Genf eine für die Schweiz konzeptionierte Banking-Plattform eröffnet. Damit geht die britische Onlinebank in direkte Konkurrenz mit verschiedenen Schweizer Finanzdienstleistern, die in diesem Sektor bereits tätig sind.

Als grösster Konkurrent gilt hierzulande das Unternehmen Swissquote. Die Briten haben bereits angekündigt, dass sie sich mit ihren Finanzdienstleistungsangeboten zeitnah auf dem Schweizer Markt etablieren möchten. Und nicht nur das. Die IG-Verantwortlichen machten schon im Vorfeld deutlich, dass sie auch nicht vor Zukäufen zurückschrecken würden, da dies innerhalb der eigens vorgegebenen Wachstumsstrategie positive Impulse und Effekte freisetzen würde.

Die IG-Gruppe hat vorzugsweise den europäischen Markt im Fokus

Diese markigen Ankündigungen spiegeln dabei deutlich die schon seit Jahren zu beobachtende Unternehmensphilosophie der Onlinebank IG wider, wobei Wachstum respektive Expansion als Eckpfeiler der IG-Strategie angesehen werden kann. Insbesondere der europäische Markt steht diesbezüglich vorzugsweise im Fokus der Briten. Das 1974 gegründete Finanzunternehmen verfolgt nämlich seit 2007 einen Kurs, der vor allem auf die Expansion in Europa ausgelegt ist. Filialen unterhält die Onlinebank aber nicht nur in Europa. Niederlassungen gibt es zudem in den USA, Afrika sowie im asiatisch-pazifischen Raum.

Technischer Vorsprung gegenüber anderen Anbietern in der Schweiz

An Selbstbewusstsein mangelt es den IG-Bankern dabei keineswegs. Schliesslich sehen sie sich selbst als eine der ganz grossen Nummern im Bereich der Online-Finanzhandels-Dienstleistungen. Auch die Niederlassung in Genf brauche andere Anbieter im Schweizer Raum nicht zu fürchten, gibt Fouad Bajjali, der als Boss der Schweizer IG-Tochter fungiert, entsprechend selbstbewusste Töne von sich. Dies liege vor allem am technischen Vorsprung der britischen Online-Bank, führt er aus. Das Zauberwort heisst dabei Mobiltechnologie. Im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts geht die Entwicklung nämlich immer weiter in die Richtung, dass Transaktionen über mobile Geräte abgewickelt werden.

Zukünftig laufen Transaktionen mehrheitlich über mobile Endgeräte ab

Laut Bajjali sollen bereits mehr als 30 % aller Transaktionen über mobile Endgeräte laufen. Hier sei man mit einer robusten und schnellen Plattform gut aufgestellt für die Zukunft. Die Aktivitäten in der Genfer Niederlassung werden erst einmal von einem 20-köpfigen Team angegangen. Dass dabei gerade in der Schweiz eine Niederlassung eröffnet worden ist, liegt nicht zuletzt am Status der Schweiz. Obwohl zum Beispiel London inzwischen – zumindest in Teilbereichen – Standorte in der Schweiz wie Basel oder Zürich als Finanzplatz quasi überflügelt hat, gilt die Schweiz nach wie vor als ein Land der Finanzdienstleistungen. Nach dem kontinuierlichen Wachstum der IG-Gruppe in Europa war das Eröffnen einer Niederlassung in der Schweiz im Grunde genommen der nächste logische Schritt.

 

Oberstes Bild: © Aleksandra Gigowska – Shutterstock.com


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