BSI-Kehrtwende: Erst Dementi – jetzt doch Stellenabbau

08.10.2014 |  Von  |  News
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BSI-Kehrtwende: Erst Dementi – jetzt doch Stellenabbau
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Der Bankensektor in der Schweiz kommt nicht zur Ruhe. Jetzt hat es die Mitarbeiter der im Tessin ansässigen Privatbank Banca della Svizzera Italiana (BSI) erwischt. Zumindest einige von ihnen. Im Zuge einer dringend nötigen Restrukturierung wird die Unternehmensleitung der Tessiner Bank weltweit insgesamt 160 Arbeitsplätze abbauen.

Dieses Schwert des Damokles schwebte bereits seit August über den Häuptern der rund 2000 Mitarbeiter. Zu der Zeit hatte die BSI nämlich erstmalig mitgeteilt, dass es höchstwahrscheinlich zu einem Personalabbau kommen werde. Inwieweit die in der Schweiz tätigen Bankangestellten davon betroffen sind, bleibt aber vorerst im Unklaren.

Kehrtwende: Insgesamt 160 Arbeitnehmer verlieren ihren Job

Fakt ist aber, dass die brasilianische BTG Pactual, die das Tessiner Bankhaus im Sommer vom Versicherungskonzern Generali übernommen hat, quasi wortbrüchig geworden ist. Erst Mitte Juli hatte Marcelo Kalim, der als Finanzchef der im brasilianischen Sao Paulo ansässigen BTG Pactual fungiert, unmissverständlich mitgeteilt, dass die Übernahme ohne eine Reduzierung des Personalbestandes über die Bühne gehen würde. Im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung Ende September vollzog die neue Besitzerin jetzt die Kehrtwende und kündigte eben den Abbau von 160 Arbeitsplätzen im Zuge der Restrukturierung an.

Stellenabbau: Priorität hat die Erstellung eines umfassenden Sozialplans

Über Einzelheiten der Restrukturierungsmassnahmen wollte die BSI-Sprecherin allerdings keine weitere Auskunft geben. Fest steht derweil wohl, dass die angekündigte Restrukturierung bis zum Ende des Jahres 2015 abgeschlossen sein soll. In Bezug auf den Stellenbau werden zeitnah Gespräche mit der Personalkommission und anderen involvierten Protagonisten geführt. Dabei geht es vor allem um die Erstellung eines Sozialplans. Entsprechende Ergebnisse sind für Ende Oktober avisiert. Läuft alles nach Plan, werden die gekündigten Mitarbeiter eh nicht lange ohne Job bleiben. Schliesslich gibt es zurzeit viele offene Stellen in der Finanzbranche.

Neben den Personalkosten sollen auch die Betriebskosten deutlich gesenkt werden

Durchgesickert ist bislang, dass es im Hinblick auf den Stellenabbau zu etwa 100 Kündigungen bzw. Entlassungen kommen soll. Daneben sollen ungefähr 10 bis 20 Versetzungen in andere Bereiche der Gruppengesellschaft vollzogen werden; zudem sind rund 40 Frühpensionierungen geplant. Wie hoch das diesbezügliche Einsparungspotenzial letztendlich ist, darüber hüllt sich die Banca della Svizzera Italiana in Schweigen. Laut der BSI-Sprecherin sind Einsparungen aber nicht nur beim Personal geplant, auch die Betriebskosten sollen deutlich gesenkt werden und stehen daher auf dem Prüfstand.

 

Oberstes Bild: © wikimedia.org

 


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