Die Schweizer Uhrenbranche tickt einem Rekordjahr entgegen

18.07.2014 |  Von  |  News
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Die Schweizer Uhrenbranche tickt einem Rekordjahr entgegen
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Gerade in der Schweizer Wirtschaft haben manche Branchen eine besondere Position. Dazu zählt auch die Uhrenindustrie, deren Arbeit über die Grenzen des Landes hinaus sehr geschätzt wird. Das laufende Jahr dürfte demnach zu einem wahren Erfolgsjahr werden und die Umsätze von 2013 deutlich übertreffen.

Mehrere Komponenten für den Erfolg



Jean-Daniel Pasche, Präsident des Uhrenverbandes FH, sagte anlässlich der Generalversammlung in einer Pressekonferenz, dass die Uhrenexporte in den ersten fünf Monaten deutlich zugenommen haben. Diese stiegen um satte 3,3 %, wobei die Umsätze vorerst stagnieren. Doch auch dieser Wermutstropfen sollte sich im Verlauf der nächsten Monate ändern, womit einem Rekordjahr für Schweizer Uhren nichts mehr im Weg stehen sollte.

Erfreut zeigte sich Pasche vor allem über das Freihandelsabkommen mit China, das nun in Kraft tritt. Damit sollen in einem ersten Schritt die Importzölle um 18 % reduziert werden, später sogar um bis zu 60 %. Zusätzlich bringt das Abkommen besseren Markenschutz, wenn es um den Begriff „swiss made“ geht. Grundsätzlich zeigten die chinesischen Behörden Interesse an einer Vertiefung der Zusammenarbeit mit dem Verband der Schweizer Uhrenindustrie, wobei hier der Gedanke dahintersteckt, Fälschungen in Zukunft besser in die Schranken weisen zu können.

Im Gegensatz zu dem Abkommen mit China kommen die Freihandelsverhandlungen mit Indien kaum vom Fleck. Auch wenn dieses Land nur den 27. Platz innerhalb der Exportländer einnimmt, besteht zwar keine Dringlichkeit für den Abschluss, doch die Marktentwicklung könnte beschleunigt werden.

Parallelen zwischen Uhren- und Tourismusindustrie

Dass die Mitgliederversammlung in diesem Jahr im Wallis stattfindet, habe den Grund, Behörden und Wirtschaft näher zusammenzubringen. Auch wenn das Wallis unter den Uhrenkantonen auf Rang 9 liegt, ist es doch wichtiger Lieferant für Gehäuse- und Mikrokomponenten.

Die Hauptindustrie des Wallis liegt im Tourismus, doch gibt es eindeutige Parallelen zur Uhrenbranche. Beide setzen auf Tradition und sind von ihrem Image der hohen Qualitätsstandards abhängig. Immerhin sind die Touristen auch in der Uhrenbranche wichtiger Faktor, denn zwei Drittel der in der Schweiz verkauften Uhren werden von ihnen erworben.



 

Oberstes Bild: © Ensuper – Shutterstock.com


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