Personalförderung – 10 Tipps für Ihr Unternehmen

11.07.2014 |  Von  |  Organisation
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Die Personalförderung ist ein wichtiges Hilfsmittel, um das eigene Mitarbeiterpotenzial voll zu nutzen. Es geht darum, die Angestellten individuell zu unterstützen und ihre Leistungen zu optimieren. Die Angestellten werden in den Prozess mit einbezogen und profitieren ebenfalls von den Angeboten.

Ein schneller Aufstieg und eine verbesserte berufliche Situation, dies sind die Vorteile, die eine gezielte Personalförderung für die Mitarbeiter hat. Das Unternehmen erhält neue Führungskräfte, motiviertes Personal und eine unternehmensspezifische Förderung.



Tipp 1:

An erster Stelle jeder Personalförderung sollte das Fördergespräch stehen. Die Vorgesetzen müssen mit den Mitarbeitern die Möglichkeiten erörtern und die jeweilige Motivation des Angestellten herausfinden. Möchte er sich weiterentwickeln? Wie stellt er sich seine Zukunft im Betrieb vor und welche Voraussetzungen bringt er mit? All diese Fragen werden besprochen und die Antworten notiert. Gleichzeitig kann ein Beurteilungsgespräch erfolgen, in welchem die Leistungen besprochen werden und der Mitarbeiter somit ein Feedback erhält.

Tipp 2:

Damit die gesamte Entwicklung der Mitarbeiter kontrolliert werden kann, empfiehlt sich das Anlegen einer Personalentwicklungsdatei. Diese enthält unter anderem die Qualifikationen der Angestellten, die absolvierten Schulungen und die geplanten Seminare. Die Datei wird immer auf dem neuesten Stand gehalten und ist später ein wichtiger Ausgangspunkt für eventuelle Fördermassnahmen. Die Fähigkeiten der Angestellten werden miteinander verglichen und die besten Kandidaten für ein Seminar oder eine Weiterbildung sind schnell gefunden.



Tipp 3:

Gerade in grösseren Unternehmen ist es schwierig, jeden einzelnen Mitarbeiter einzuschätzen und optimal zu fördern. Daher ist eine Personalentwicklungsdatei ein unverzichtbares Hilfsmittel. Allerdings muss auch diese ausgewertet werden. Eine verbreitete Form ist das Ranking. Hierbei werden eine oder mehrere Eigenschaften betrachtet und eine Rangfolge unter den Mitarbeitern hergestellt. Dies ist zwar eine schnelle, aber vielfach nicht geeignete Variante, da die Angestellten auf einige Eigenschaften reduziert werden. Eine detaillierte Auswertung und eine Einbeziehung aller Faktoren bringt die besten Ergebnisse.



Tipp 4:

Eine effektive Massnahme ist das Mentoring; hierbei unterstützt eine erfahrene Person den Mitarbeiter. Sie gibt ihm wertvolle Tipps, dient als Vorbild und fördert ihn individuell. Doch nicht jeder ist als Mentor geeignet, daher ist die Auswahl des richtigen Angestellten wichtig. Er muss sowohl fachlich qualifiziert sein als auch über die Fähigkeit verfügen, das Wissen zu vermitteln. Auch das Zusammenspiel zwischen den beiden Parteien ist wichtig, so entscheidet vielfach die Sympathie über den Erfolg des Projektes.

Tipp 5:

Neben dem Mentoring hat sich das Coaching bewährt. Dieses ist in der Regel für einen kürzeren Zeitraum angelegt und kann von Vorgesetzten oder externen Kräften ausgeführt werden. Es werden bereits verschiedene Kurse angeboten, welche von erfahrenen Coachs geführt werden. Welche Variante besser ist – Mentoring oder Coaching –, hängt von der Betriebsgrösse, den verfügbaren Mentoren und den jeweiligen Mitarbeitern ab. Einige erzielen mit Mentoring bessere Ergebnisse, andere beim Coaching.

Tipp 6 :

Da die Personalförderung auch den Mitarbeitern zugutekommt und diese ihre Karriere planen können, sollten die Massnahmen propagiert werden. Dies betrifft nicht die Details, sondern das Vorhandensein von Förderprogrammen und entsprechenden Aufstiegschancen. Gerade Einsteiger, ob Lehrlinge oder Hochschulabsolventen, welche sich nach dem Studium nach einer Perspektive umsehen, werden so auf das Unternehmen aufmerksam. Diese Werbemassnahme sichert eine grosse Auswahl an motiviertem und qualifiziertem Personal, welches die Personalförderung aktiv mitgestaltet.

Mindestens einmal im Jahr muss ein ausführliches Gespräch mit den Mitarbeitern geführt werden. (Bild: Pressmaster / Shutterstock.com)

Mindestens einmal im Jahr muss ein ausführliches Gespräch mit den Mitarbeitern geführt werden. (Bild: Pressmaster / Shutterstock.com)

Tipp 7:

Mindestens einmal im Jahr muss ein ausführliches Gespräch mit den Mitarbeitern geführt werden. Diese werden über ihre Leistungen und die geplanten Massnahmen informiert. Auch sie dürfen ein Feedback geben und die Vorgesetzten erfahren, wie erfolgreich die Personalförderung war und ob eventuelle Anpassungen vorgenommen werden sollten. Die Personalentwicklungsdatei wird dabei als Grundlage herangezogen, die persönliche Einschätzung durch den Vorgesetzten ist jedoch sehr wichtig.

Tipp 8:

Alle Fördermassnahmen müssen immer an den jeweiligen Mitarbeiter angepasst werden. So sind nicht alle Aktionen für jeden Angestellten gleich gut geeignet. Je nach betrieblicher Situation kann beispielsweise eine externe oder eine interne Förderung geeigneter sein. Es muss immer geprüft werden, welche Variante die besten Aussichten verspricht. Auch die Konstellation von Mentor und Schüler ist ein wichtiger Aspekt. Hier kann entweder eine gleichgeschlechtliche oder eine gemischte Kombination geeignet sein, es kommt auf den Einzelfall an.

Tipp 9:

Beim Mentoring wird vielfach versucht, einem Mentor möglichst viele Mitarbeiter zu unterstellen. Dies hat sich in der Praxis jedoch als schwierig herausgestellt, da sich die Beziehung verändert. Es entsteht ein vermehrtes Konkurrenzdenken und dadurch eine Abkehr vom eigentlichen Ziel. Jeder Mitarbeiter muss sich auf seine Ziele konzentrieren und versuchen, die eigenen Leistungen auszubauen. Daher ist ein Zweierteam vielfach besser.



Tipp 10:

Der Personalentwicklungszyklus nach Becker ist eine gute Anleitung für das Vorgehen. An erster Stelle steht die Bedarfsanalyse, anschliessend werden die Ziele gesetzt. Um diese zu erreichen, müssen individuelle Massnahmen ergriffen werden, wie Mentoring oder Fortbildungsmassnahmen. Diese werden erst geplant, dann durchgeführt. Nach einer Erfolgskontrolle findet dann der sogenannte Transfer statt, dass heisst die Mitarbeiter setzen die neuen Fähigkeiten in der Praxis ein und unterstützen somit den Betrieb.

Wenn die Personalförderung richtig durchgeführt wird, lässt sich das vorhandene Potenzial optimal ausnutzen und ausbauen. Die Effektivität des Unternehmens wird erhöht und die Position am Markt gestärkt.



 

Oberstes Bild: © CoolKengzz – Shutterstock.com


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