Wie attraktiv ist der Standort Schweiz für Unternehmen?

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Viele Unternehmer stellen sich die Frage, wie attraktiv der Standort Schweiz ist. Die Löhne sind im Vergleich zu Nachbarländern teilweise sehr hoch, sodass sich vermeintlich auch die Produktionskosten erhöhen. Doch lohnt sich eine Verlegung des Betriebes oder ist es von Vorteil, im Land zu bleiben?

Die Stundenlöhne sind nur ein Faktor bei der Wahl des Standortes. Entscheidend sind auch die Rahmenbedingungen, welche in der Schweiz sehr günstig sind. Dies betrifft sowohl die politischen wie auch die wirtschaftlichen Verhältnisse. Sie zeichnen sich durch eine grosse Stabilität aus und auch das klare Rechtssystem ist für Unternehmen vorteilhaft.



Auf den ersten Blick scheint es, als ob die höheren Stundenlöhne ein Hindernis seien. Doch in der Gesamtbilanz stellt sich heraus, dass die Effektivität lukrativ ist. Dank der optimalen Rahmenbedingungen bei dem Faktor Arbeit und den qualifizierten und motivierten Arbeitern rentieren sich die Kosten und das Fazit fällt positiv aus.

Die Arbeiter sind im Vergleich zu vielen anderen Ländern sehr gut ausgebildet. Das Bildungssystem der Schweiz sorgt für einen kontinuierlichen Nachschub an Kräften, welche die Leistung des Unternehmens steigern. Die Kosten werden wieder durch das flexible Arbeitsrecht, die geringe Anzahl an Streiktagen und unrechtmäßigen Krankheitstagen ausgeglichen. Ausfälle an Arbeitskraft stören das Produktionsgleichgewicht und verursachen hohe Kosten.

Vergleicht man die durchschnittlichen Arbeitskosten (Stand 2005) in der Industrie, dann liegt die Schweiz noch vor dem Nachbarland Deutschland. Während in der Schweiz 25,56 Euro Arbeitskosten und 8,73 Euro Personalzusatzkosten entstehen, müssen im westlichen Deutschland 27,87 Euro und 12,20 Euro gezahlt werden. Im Osten Deutschlands liegen die Werte zwar unter diesen Zahlen, der Trend ist dort jedoch steigend. Die Kosten sind daher höher als in osteuropäischen Ländern, jedoch nicht übermässig hoch.

Demgegenüber steht eine hohe Arbeitsproduktivität, sodass sich das eingesetzte Kapital rentiert. Auch die Kaufkraft ist deutlich höher als in den Nachbarländern, sodass die Produkte direkt abgesetzt werden können. Heimische Produkte werden dabei von den Kunden als qualitativ hochwertiger angesehen und können zu einem angemessenen Preis angeboten werden. Der Standort Schweiz ist für Unternehmen attraktiv, unter anderem auch durch die Besteuerung, welche sich für Betriebe positiv auswirkt. In der Vergangenheit hatten vor allem die Handelsmöglichkeiten eine wichtige Rolle gespielt, da die Schweiz in einigen Punkten Nachteile gegenüber anderen europäischen Ländern hatte.

Doch seit einigen Jahren konnten diese Einschränkungen überwunden werden und die Schweiz ist in einigen Bereichen sogar Vorreiter, wie bei dem Freihandelsabkommen mit China. Hierbei wurden die Handelsbeschränkungen in weiten Punkten reduziert und schweizer Firmen haben mit China einen neuen Absatzmarkt gefunden. Insgesamt gesehen ist die Schweiz für Unternehmen als Standort sehr attraktiv und wird es aller Voraussicht nach auch in Zukunft bleiben.



 

Oberstes Bild: © InnaFelker – Shutterstock.com


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