Präsentationen im Unternehmen – Überzeugen Sie auch persönlich, nicht nur mit Inhalten!

29.04.2014 |  Von  |  Kommunikation
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Präsentationen im Unternehmen – Überzeugen Sie auch persönlich, nicht nur mit Inhalten!
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Zu den alltäglichen, aber wichtigen Aufgaben einer Führungskraft gehören Präsentationen vor Kollegen und Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Kunden. Die Bedeutung und Tragweite dieser „Disziplin“ werden oftmals unterschätzt.

Denn bei einer Präsentation geht es nicht allein um Fakten und Inhalte. Als Vortragender stehen Sie selbst im Fokus der Aufmerksamkeit. Eine gute Präsentation vermittelt nicht nur ansprechend verpackte Informationen, sondern steigert auch Ihre eigene Reputation bei Ihren Zuhörern.



Die zwei Faktoren einer gelungenen Präsentation

Das „Was“: Die Informationen, die Sie vermitteln wollen, müssen sinnvoll, verständlich und in der passenden Reihenfolge aufbereitet sein. Das ist eine Grundvoraussetzung. Dazu gehört auch eine grafisch gelungene „Verpackung„. Lieblos gestaltete Powerpoint-Folien mit Textwüsten auf jeder Seite ziehen niemanden in den Bann, sondern ermüden das Publikum. Hier sollten Sie über andere, attraktivere Möglichkeiten nachdenken.

Das „Wie“: Als Vortragender stehen Sie auf dem „Präsentierteller“! Bedenken Sie, dass die Erwartungen Ihrer Zuhörer gross sind. Sie wollen Ihr Unternehmen, ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung vorstellen, das Publikum gezielt und umfassend informieren und gleichzeitig souverän auftreten. Wenn es nur um die Inhalte ginge, könnten Sie diese auch einfach als E-Mail herumschicken oder Broschüren verteilen. Nein, das Publikum möchte auch angeregt unterhalten werden – es ist mindestens genauso an Ihnen und Ihrem Vortragsstil interessiert wie an den Informationen.

Gerade der Faktor „Persönlichkeit“ wird bei Präsentationen oft unterschätzt. Bedenken Sie, dass Sie zu Menschen sprechen, nicht zu Maschinen. Ihre persönliche Wirkung auf die Zuhörer ist mitentscheidend dafür, ob Ihre Inhalte und Argumentationslinien richtig verstanden und positiv aufgenommen werden. Wenn Sie kompetent, sympathisch, gelassen und souverän auftreten, werden Sie Ihr Publikum wesentlich nachhaltiger und stärker überzeugen als mit einem unbeholfenen, unsicheren Auftritt.



Sechs Tipps, wie Sie angemessen „rüberkommen“

Wenn Ihre Präsentation inhaltlich vorbereitet ist, sollten Sie sich Gedanken machen, wie Sie die vorliegenden Informationen Ihrem Publikum am besten nahe bringen. Hierbei gilt es, sechs Punkte zu beachten, auf die die Zuhörer achten bzw. die ihnen sofort auffallen, wenn sie nicht vorhanden sind:

  • Ihre persönliche Glaubwürdigkeit
  • Ihre Körpersprache
  • Ihr Blickkontakt
  • Ihre Gestik
  • Ihre Mimik
  • Ihre Körperhaltung

Persönliche Glaubwürdigkeit

Die tollsten Inhalte werden von Ihren Zuhörern nicht angenommen werden, wenn sie als Person nicht glaubwürdig auftreten. Schlüpfen Sie also nicht in irgendeine Rolle, sondern seien Sie Sie selbst! Wenn das Publikum an Ihrer Authentizität zweifelt, können Sie noch so logisch und stichhaltig argumentieren – man wird es Ihnen nicht abnehmen.

Dazu gehört, dass Sie voll und ganz hinter den Inhalten und Lösungen stehen, die Sie präsentieren wollen. Eine mangelnde Authentizität drückt sich unbewusst fast immer in der Ausstrahlung, der Körpersprache und auch im Redefluss aus – und wird, wenn auch ebenfalls unbewusst, von Ihrem Gegenüber wahrgenommen. Das führt zu Unbehagen und Misstrauen bei den Rezipienten gegen Sie und gegen die vorgetragenen Informationen.

Ein lebendiger Vortrag weckt beim Zuhörer das Interesse an den Inhalten. Dafür ist Ihre Körpersprache ein entscheidender Faktor. (Bild: Pressmaster / Shutterstock.com)

Ein lebendiger Vortrag weckt beim Zuhörer das Interesse an den Inhalten. Dafür ist Ihre Körpersprache ein entscheidender Faktor. (Bild: Pressmaster / Shutterstock.com)

Körpersprache

Ein lebendiger Vortrag weckt beim Zuhörer das Interesse an den Inhalten. Dafür ist Ihre Körpersprache ein entscheidender Faktor, denn sie wirkt auf einer emotionalen Ebene. Und mit Emotionalität sprechen Sie Ihr Publikum immer noch am nachhaltigsten an. Mit der richtigen Körpersprache können Sie Ihre Wirkung nach aussen zielgerichtet steuern.

Blickkontakt

Keine Präsentation ohne regelmässigen Blickkontakt mit den Zuhörern! Wenn sie nur auf Ihr Manuskript oder die vorbereiteten Folien schauen, ansonsten aber den Blicken Ihres Publikums ausweichen, hört Ihnen nach wenigen Minuten niemand mehr zu. Ohne Blickkontakt erwecken Sie schnell den Eindruck von Unsicherheit oder sogar Desinteresse an Ihren Zuhörern. Wenn diese das Gefühl haben, dass Sie sie nicht wertschätzen und akzeptieren, werden Sie keinen Erfolg mit Ihrem Vortrag haben.

Gestik



Mit einer gezielten Gestik untermauern Sie erfolgreich Ihre Statements. Sie können wichtige Dinge mit der richtigen Geste hervorheben bzw. ihnen Nachdruck verleihen. Dadurch bringen Sie Schwung und persönliche Wirkung in Ihre Präsentation. Allerdings sollten Sie es nicht übertreiben, sonst wirkt es übertrieben oder gekünstelt – oder wird Ihnen vom Publikum sogar als Unsicherheit ausgelegt.



Mimik

Für die Mimik gilt Ähnliches wie für die Gestik. Wenn Ihr Gesichtsausdruck während der Präsentation immer der gleiche ist, wird das Publikum denken, dass Sie von Ihrem eigenen Vortrag gelangweilt sind. Untermauern Sie wichtige Dinge mit einem ernsten Blick, regen Sie mit einem fragenden Blick eine Diskussion an, sorgen Sie mit einem Lächeln für eine lockere Atmosphäre.

Körperhaltung



Seien Sie physisch präsent! Ihre Körperhaltung ist ein ganz wichtiger Aspekt Ihrer individuellen Ausstrahlung. Sie sollten sich deshalb auf keinen Fall hinter einem Rednerpult verstecken oder stocksteif auf einer Stelle stehen bleiben. Bewegen Sie sich ruhig hin und her, allerdings langsam und gelassen. Ganz wichtig ist, was Sie mit Ihren Händen tun. Diese gehören auf keinen Fall in die Hosentaschen, sondern sollten gezielt für Ihre Gestik eingesetzt werden.

Ein letzter Tipp: Proben Sie Ihren Auftritt! Das können Sie ruhig zu Hause vor dem Spiegel tun. Jeder Sportler macht sich vor einem Wettkampf warm. Warum nicht auch Sie als Vortragender einer Präsentation?
Oberstes Bild: © Dooder – Shutterstock.com

Über Ulrich Beck

hat Germanistik, Geschichte und Philosophie studiert und ist zusätzlich ausgebildeter Mediendesigner im Segment Druck. Er schreibt seit über 30 Jahren belletristische Texte und seit rund zwei Jahrzehnten für Auftraggeber aus den unterschiedlichsten Branchen.


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