Burn-out und Stress im Büro? Wir zeigen Ihnen, was dagegen helfen kann!

14.04.2014 |  Von  |  Selbstmanagement
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Burn-out, Stress, Krankheit, Defizite: ein Auszug aus einem Vokabular, welches Sie als Manager oder Personalführer in einer leitenden Position nicht gerne hören. Schlimmer als jede Hiobsbotschaft, welche Ihnen die Konkurrenz je zukommen lassen könnte, sind Probleme dieser Art in Ihrem eigenen Unternehmen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie am besten dagegen ankämpfen.

Die ersten Anzeichen



Mitarbeiter beklagen sich häufig über Krankheiten, die dazu noch eher psychischer Natur sind? Ein hoher Stresspegel schlägt Ihnen entgegen, sobald Sie in das Büro der Mitarbeiter gehen und dort eine eigentlich einfache Frage stellen? Dann sind das alarmierende Zeichen dafür, dass in Ihrem Unternehmen etwas nicht so läuft, wie Sie sich das wahrscheinlich vorstellen. Nehmen Sie diese Probleme auf keinen Fall auf die leichte Schulter, sondern handeln Sie, bevor es vielleicht zu spät ist und Schäden entstehen.

Dabei müssen Sie jedoch auch ein wenig Fingerspitzengefühl zeigen: Nicht jeder Anflug von Stress ist auf schwere psychische Probleme zurückzuführen. Jeder kennt diese negativen Phasen im Berufsleben, die normalerweise jedoch nicht allzu lange Bestand haben. Handeln Sie daher erst, wenn Sie kontinuierliche Stresspegel und anhaltende Beschwerden feststellen – und fassen Sie sich dabei ruhig an die eigene Nase. Oft nämlich sind Burn-out, Mobbing & Co. eine Folge schlechter Arbeitsbedingungen.

Verlangen Sie nicht zu viel

Neue Projekte, die interessant sind und das Unternehmen voranbringen, begeistern die Mitarbeiter in der Regel. Geistig gefordert zu werden, ist ebenfalls für die allermeisten Arbeitnehmer ein grosser Ansporn und wird als positiv empfunden – auch wenn es sich dabei erst einmal um Stress handelt. Aber: Sie müssen aufpassen, dass Sie diese Phasen der Anspannung durch Entspannung wieder ausgleichen. Regenerationsphasen sind also sehr wichtig, auch gemeinsame Ausflüge können helfen. Gleichzeitig ist so etwas leider in vielen Unternehmen in der Schweiz nicht die Praxis.



Die Folge ist der allseits bekannte Burn-out: Monate- oder jahrelange Belastung fordern ihren Tribut. Die Mitarbeiter sind einfach ausgebrannt und können keine Leistung mehr bringen. Paradox daran ist, dass es sich dabei meist um diejenigen Personen handelt, welche besonders ehrgeizig sind – also eigentlich die Mitarbeiter, von welchen Sie es nicht erwarten würden. Fordern Sie also Ihre Fachkräfte ruhig, aber überspannen Sie den Bogen nicht.



Hilfe gegen die Überlastung

Wir haben einige Punkte zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen sollten, Stress und Überlastung Ihrer Mitarbeiter zu vermeiden. Wohlgemerkt gibt es keine Garantie dafür, dass diese Ratschläge immer und bei jeder Person helfen, da es stark auf den individuellen Mitarbeiter ankommt. Passen Sie die folgenden Tipps also an Ihr Unternehmen an.

– Beseitigen Sie Unsicherheiten.

Wenn Sie Ihre Mitarbeiter in Unsicherheit belassen und Ihnen nie alle notwendigen Informationen geben, führt das schnell zu Stress. Kommunizieren Sie daher besser: Welcher Mitarbeiter in einem Projekt muss was bis wann fertiggestellt haben? Versuchen Sie, so transparent wie möglich zu sein, und halten Sie keine Fakten – auch unangenehmer Natur – vor Ihren Kollegen verborgen.

– Wie viel Arbeit müssen Ihre Mitarbeiter leisten?

Ein Nebeneffekt einer transparenten Organisation ist die Tatsache, dass Sie das Arbeitspensum der Mitarbeiter einfacher im Auge behalten können. Achten Sie darauf, dass bestimmte Mitarbeiter nicht permanent Überstunden aufgetragen bekommen, da das sonst schnell zu einer Überlastung führt. Planen Sie auch entspannte Phasen ein, um die zeitkritischen Perioden in Ihrem Unternehmen wieder ausgleichen zu können.

– Fordern, nicht überfordern.

Fortschritte zu machen – wie vielleicht in Form einer Weiterbildung – ist für jeden Arbeitnehmer ein schönes Gefühl. Um die persönliche Entwicklung voranzutreiben, werden Herausforderungen geradezu benötigt. Weisen Sie den Angestellten also Aufgaben zu, welche sie fordern, ohne sie gleichzeitig zu überfordern. Langfristig hat das auch positive Auswirkungen auf Ihr Unternehmen: Wer sich an neue Probleme heranwagt, entdeckt vielleicht ungeahnte Talente – und die werden auch Ihnen beziehungsweise dem Unternehmen helfen.

Burn-out durch Mobbing. (Bild: Svinkin / Shutterstock.com)

Burn-out durch Mobbing. (Bild: Svinkin / Shutterstock.com)




Burn-out durch Mobbing

Ein weiterer, bislang nicht angesprochener Punkt ist das Mobbing. Auch das kann sehr schnell zu Krankheiten, Stress und ähnlichen unerwünschten Ärgernissen führen. Dabei ist es mitunter nicht einfach, Mobbing als solches zu erkennen. Ein nicht böse gemeintes „Ach, das schafft der doch sowieso wieder nicht …“ im Kollegenkreis kann zur richtigen Zeit durchaus die Stimmung lockern – aber es darf nicht die Regel werden. Wer Sätze wie diesen jeden Tag zu hören bekommt, glaubt irgendwann daran, womit die Lust auf Arbeit praktisch auf den Nullpunkt sinkt.

Behalten Sie daher auch die Umgangsformen unter Ihren Untergebenen im Auge. Schreiten Sie nicht bei jeder Kleinigkeit ein, aber sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter in Hinsicht auf Mobbing am Arbeitsplatz. Machen Sie ihnen deutlich, dass Respekt und Verständnis der Weg zu einem entspannten Arbeitsklima sind – und nicht persönliche Angriffe oder gar Beleidigungen, und seien diese auch noch so klein.

Wenn Sie all diese Punkte umsetzen können und hin und wieder für Entspannung sorgen, sollten Sie kein Problem damit haben, Ihr Unternehmen frei von Burn-out-geplagten Mitarbeitern zu halten.



 

Oberstes Bild: © tofutyklein – Shutterstock.com



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